Smartphone trägt 1,4 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei

Smartphone trägt 1,4 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei

ID: 1524683
(ots) -

- Neue Studie von Bitkom und Deloitte zur Zukunft der Consumer
Technology
- Wirtschaftsfaktor Smartphone wird immer wichtiger

Zehn Jahre nach der Präsentation des ersten Smartphones hat sich
dieses nicht nur zu einem bedeutenden Trendsetter, sondern auch zu
einem wesentlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Das zeigt die
Trendstudie "Consumer Technology 2017", die der Digitalverband Bitkom
und das Prüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte heute vorgestellt
haben. Gemäß der Analyse stehen mittlerweile rund 1,4 Prozent des
deutschen Bruttoinlandsproduktes in Zusammenhang mit dem Smartphone.
Und selbst der Vergleich mit den großen Kernbranchen muss nicht mehr
gescheut werden: Smartphone-generierte Umsätze machen heute etwa
nicht weniger als ein Fünftel der Erlöse des deutschen Maschinenbaus
aus. In den nächsten fünf Jahren dürfte der Wertschöpfungsanteil des
Smartphones weiter wachsen. Den Prognosen zufolge wird der BIP-Anteil
bis 2022 auf 1,7 Prozent steigen, das Gesamtvolumen
Smartphone-generierter Umsätze hierzulande wird bis dahin eine Summe
von über 60 Milliarden Euro erreichen. Verglichen mit den in diesem
Jahr zu erwartenden 45 Milliarden Euro ist dies ein Anstieg von etwa
30 Prozent. "Das Smartphone ist so lebendig wie nie", sagt Timm
Lutter, Bitkom-Experte für Consumer Electronics & Digital Media. "Es
hat sich zu einem Universalgerät entwickelt und stößt auch in anderen
Branchen entscheidende Entwicklungen an." Inzwischen haben die
Consumer-Hardware-Hersteller ihre Produktpalette den veränderten
Anforderungen und Möglichkeiten angepasst. So ist Connectivity zum
Standardfeature zahlreicher Gerätekategorien geworden. Beispiel
hierfür sind all jene Geräte, die sich mittlerweile mit dem
Smartphone verbinden und steuern lassen. Dazu gehören etwa smarte TV-
oder Musikanlagen und Virtual-Reality-Brillen.



Die Nachfrage nach Smartphones ist weiterhin ungebrochen. Der
deutsche Smartphone-Markt erzielt im laufenden Jahr mit einem Volumen
von 9,77 Milliarden Euro voraussichtlich einen höheren Umsatz als die
gesamte klassische Unterhaltungselektronik. Mit einem Absatzrekord
von 5 Millionen verkauften Geräten (plus 8,2 Prozent) haben
insbesondere Phablets, also Smartphones ab einer Display-Größe von
5,5-Zoll, einen großen Anteil an der Entwicklung. Den Prognosen
zufolge wird der Absatz von Phablets um 8,2 Prozent steigen. Die
Geräte machen somit bereits 21 Prozent des gesamten
Smartphone-Marktes aus. "Innerhalb nur eines Jahrzehnts ist das
Smartphone von einem Nischenprodukt für Geschäftsleute und
Technik-Nerds zu einem unverzichtbaren Begleiter für die breite Masse
geworden. So schnell hat bislang keine andere Technologie den Alltag
so vieler Menschen verändert", sagt Klaus Böhm, Director und Leiter
Media bei Deloitte.

Die Verkaufserfolge des Smartphone spiegeln sich dabei ebenfalls
in den Nutzerzahlen wider. Seit 2013 hat sich der Nutzeranteil nahezu
verdoppelt. Acht von zehn Deutschen ab 14 Jahren (81 Prozent) nutzen
ein Smartphone. Das entspricht etwa 56 Millionen Personen. Vor einem
Jahr waren es noch 76 Prozent, 2012 sogar erst 36 Prozent. Praktisch
jeder, der unter 50 Jahre alt ist, nutzt damit heute ein Smartphone.
Daher überrascht es nicht, dass acht von zehn Smartphone-Nutzern (80
Prozent) erklären: Smartphones sind für mich eine große Erleichterung
im Alltag. Und sieben von zehn (71 Prozent) geben an, sich ein Leben
ohne Smartphone gar nicht mehr vorstellen zu können. Damit ist die
Zustimmung zu beiden Aussagen im Vergleich zur Umfrage im Vorjahr
erheblich gestiegen. "In der kommenden Dekade wird das Smartphone
seine Stellung als das dominierende Personal Device untermauern.
Durch neue Entwicklungen wie künstliche Intelligenz wird es noch
smarter, leistungsfähiger und flexibler", sagt Böhm.

Das Smartphone ist auch Wegbereiter für neue Technologien wie
Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und digitale
Sprachassistenten. Durch seine große Verbreitung gelangen diese
Technologien in den Alltag der Nutzer: ob VR durch
Smartphone-basierte Brillen, AR durch Pokémon Go oder die
Sprachsteuerung in Form von stationären digitalen Sprachassistenten.
6 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahren besitzen mittlerweile etwa
eine eigene VR-Brille. Weitere 13 Prozent haben bereits eine
Virtual-Reality-Brille ausprobiert. Im Vorjahr waren es noch 9
Prozent. Knapp jeder fünfte Deutsche hat also schon VR-Erfahrungen
gemacht. Überdies können sich 34 Prozent vorstellen, VR zu nutzen.
Zum Vergleich: 2016 waren 31 Prozent bereit, die Technik
auszuprobieren. Zudem ist VR immer bekannter geworden: 85 Prozent
(2016: 59 Prozent) der Deutschen ab 14 Jahren haben von
Virtual-Reality-Brillen gehört oder gelesen. Mit dem neuen
Mobilfunkstandard 5G, der Bandbreiten im Gigabitbereich verspricht,
wird diese Entwicklung noch beschleunigt werden. "Das Smartphone wird
seine wichtige Rolle innerhalb der Wertschöpfung im Internet weiter
ausbauen", sagt Lutter. "Man darf gespannt sein, was sich die
Hersteller in den kommenden Jahren noch alles einfallen lassen. Klar
ist: Die Entwicklung des Smartphone ist noch lange nicht zu Ende."

Die Trendstudie "Consumer Technology 2017" steht hier zum
kostenlosen Download bereit: http://ots.de/ChHjK



Pressekontakt:
Isabel Milojevic
Leiterin Presse
Tel: +49 89 29036 8825
imilojevic@deloitte.de

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Datum: 30.08.2017 - 10:00 Uhr
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