Zum Treffen zwischen Bundesregierung und Kommunen am 04.09.2017 zur Reduktion der Stickoxid-Belastun

Zum Treffen zwischen Bundesregierung und Kommunen am 04.09.2017 zur Reduktion der Stickoxid-Belastung - vbw: Ergebnis des "Dieselgipfels" nicht kleinreden

ID: 1525558
(ots) - Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft
e. V. begrüßt die klare Absage von Bundeskanzlerin Angela Merkel an
Fahrverbote für Diesel-Pkw. Im Vorfeld des Treffens der Kanzlerin mit
Bürgermeistern von Städten mit hoher Stickoxid-Belastung am kommenden
Montag betont vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt:
"Fahrverbote für Dieselfahrzeuge sind planwirtschaftliche
Zwangsmaßnahmen und daher keine Lösung. Betriebe und Pendler sind auf
die Nutzung ihrer Fahrzeuge existenziell angewiesen. Wer einen Diesel
gekauft hat, setzt zu Recht auf Bestandsschutz. Er vertraut darauf,
dass er sein Auto, das zum Zeitpunkt der Anschaffung den geltenden
Vorschriften entsprach, auch nutzen kann. Dieselfahrverbote wären
nichts anderes als kalte Enteignung."

Bei der Ablehnung von Hardware-Anpassungen sieht sich die vbw
ebenfalls auf gleicher Linie mit der Kanzlerin. Die technologische
Abgasreinigung für neue Fahrzeugtypen muss nach Kräften weiter
verbessert werden. Milliardenschwere Umrüstungen an der Motor- und
Abgastechnik von bereits zugelassenen Modellen würden aber wertvolle
Ressourcen von Ingenieuren der Autoindustrie binden. "Was wir
brauchen, ist die Weiterentwicklung des Dieselmotors zu hoher
Umweltverträglichkeit. Alles andere gefährdet diese
Schlüsseltechnologie mit ihren vielen tausend Arbeitsplätzen in
Deutschland", warnt Brossardt.

Der vbw Hauptgeschäftsführer wendet sich dagegen, die Ergebnisse
des "Dieselgipfels" von Anfang August kleinzureden: "Der
Maßnahmenkatalog ist ein wirkungsvoller und zielführender Beitrag zur
Senkung der Stickoxid-Werte. Er muss jetzt schnellstmöglich umgesetzt
werden." Software-Updates und Kaufanreize zur Flottenerneuerung, die
öffentliche Förderung alternativer Antriebsarten und der Ausbau der
Infrastruktur müssen umgehend erfolgen. Die Kommunen profitieren von


erweiterten Förderprogrammen für intelligente kommunale
Verkehrskonzepte, für die Anschaffung emissionsarmer städtischer
Nutzfahrzeuge, für die Elektrifizierung des ÖPNV und das Aufstellen
von Ladesäulen für E-Autos. "Der Weg zu einer innovativen,
emissionsärmeren Mobilität führt nicht über Verbote, sondern über
Anreize und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen. Nur so können
wir die Mobilität der Zukunft erfolgreich gestalten", fasst Brossardt
zusammen.



Kontakt:
Dr. Markus Meyer, 089-551 78-361, markus.meyer@ibw-bayern.de

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Datum: 01.09.2017 - 11:54 Uhr
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