Fit für mehr "Bio" im Kraftstoff
Wechselwirkungen mit technischen Bauteilen untersucht
Die an idealisierten Prüfständen durchgeführten Untersuchungen zeigten, dass heiße Oberflächen an den jeweiligen Kraftstoff angepasste Mindesttemperaturen haben müssen, um die Bildung von Rückständen zuverlässig zu verhindern. Bei den untersuchten Dieselkraftstoffblends kam es unterhalb von 400 °C zu einem signifikanten Anstieg der Ablagerungsmenge. Eine Zumischung von Fettsäuremethylester (Fatty Acid Methyl Ester, FAME) zu fossilem Dieselkraftstoff führte generell zu einer verstärkten Ablagerungsbildung, wobei zusätzlich der Rohstoff für die Herstellung von Biodiesel einen wesentlichen Einfluss auf die Menge der Rückstände hatte. Der vergleichsweise hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren im Sojamethylester führte zu einer starken Erhöhung der Ablagerungsmassen. Ottokraftstoffe bildeten unterhalb von 300 °C vermehrt Rückstände, doch eine Beimischung einwertiger Alkohole (Ethanol, Methanol, 1-Butanol) wirkte sich positiv aus. Darüber hinaus wurden auch reines Pflanzenöl und hydriertes Pflanzenöl untersucht.
Die Ergebnisse fließen in die Weiterentwicklung der Gesamtsystemkonzepte von Fahrzeugheizungen ein und sollen zu einer hohen Funktionssicherheit und Standzeit auch bei Kraftstoffen beitragen, die hinsichtlich Ablagerungsbildung und Bauteilverschleiß potenziell kritisch sein können.
Dieses Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft unter dem Förderkennzeichen 22402915 gefördert.
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Datum: 11.09.2017 - 15:30 Uhr
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