Schneebruchgefahr im Thüringer Wald
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Schneebruchgefahr im Thüringer Wald
Vorsicht im Wald geboten!
Die wechselhafte Witterung der Vorweihnachtszeit führte an den Bäumen zur Bildung von Eisanhang an Ästen und Zweigen. Durch den Schneefall seit dem Jahreswechsel und besonders vom vergangenen Wochenende wurde diese Last zusätzlich beschwert. Im Zusammenhang mit starkem Wind oder Sturm kommt es nicht selten zum Bruch der Kronen. In Thüringen fielen so ca. 23.000 Festmeter Schadholz an.
Besonders gefährdet durch Schneebruch sind Bestände und Bestandesränder, die eine Vorschädigung der Orkane "Kyrill" und "Emma" von 2007 und 2008 aufweisen und Bäume an Straßenrändern mit einseitiger Kronenausprägung. Teils längere Straßensperrungen durch umgestürzte Bäume, wie z.B. der B 85, sind die Folge.
"Eine generelle Sperrung von Waldflächen halte ich aber nicht für geeignet, um Waldbesucher und Wintersportler zu schützen", äußert Forstminister Jürgen Reinholz. "Hier appelliere ich an die Vernunft jedes Einzelnen, die Situation im Wald bei starkem Wind oder Schneefall einzuschätzen."
Für den Wald selbst bergen die Brüche der letzten Tage noch eine ganz andere Gefahr. Schadholz, das nicht bis zum Frühjahr beräumt werden konnte, ist dann noch genügend frisch, um Borkenkäfern ideale Brutstätten zu bieten. Eine Aufarbeitung des Schadholzes ist deshalb dringend erforderlich. Die Thüringer Forstverwaltung und die Waldbesitzer nehmen bei diesen Arbeiten möglichst große Rücksicht auf Loipen und Wanderwege.
Andreas Maruschke
Pressesprecher
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Datum: 16.01.2010 - 01:49 Uhr
Sprache: Deutsch
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