Erklärung des SWR-Rundfunkrats
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die populistische Bezeichnung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
als "Staatspresse" und den Vergleich mit einem totalitären Regime wie
Nordkorea als nicht zu akzeptierende und unwürdige Entgleisung
entschieden zurück.
2.Dass gerade ein intellektueller Journalist und hochrangiger
Manager wie Mathias Döpfner sich derart platter und provokanter
Vergleiche bedienen muss, ist ein Tiefpunkt im Umgang des
Qualitätsjournalismus untereinander. Es ist eine neue Dimension, den
öffentlich-rechtlichen Rundfunk, seine Mitarbeiter und Gremien in
einem Atemzug, ehrabschneidend, mit totalitären Regimen zu nennen.
Das waren wir bisher nur von anderen Gruppierungen am Rande des
politischen Spektrums gewohnt.
3.Wir brauchen in der Bundesrepublik Deutschland weiterhin
publizistische Vielfalt. Qualitativ hochwertige Inhalte sind für den
in der Demokratie notwendigen Meinungsbildungsprozess konstitutiv.
Jeder innerhalb des dualen Rundfunksystems muss dazu seinen Beitrag
leisten. Der SWR mit der Zusammensetzung seiner pluralen Gremien
bleibt dafür weiterhin ein Garant.
4.Wir erwarten auch von der Gemeinschaft der Intendanten, in
diesen schwierigen Zeiten für einen starken öffentlich-rechtlichen
Rundfunk im Sinne der notwendigen Medienvielfalt klare Haltung zu
zeigen. Wettbewerb und nicht Diffamierungen bringen die gemeinsame
Sache im Sinne unserer Demokratie voran.
Termine, Tagesordnungen und weitere Sitzungsunterlagen und
Informationen zu öffentlichen Gremiensitzungen finden Sie unter
www.SWR.de/unternehmen/gremien.
Pressekontakt:
Heike Rossel, Tel. 0711 929 11030, heike.rossel@SWR.de
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Datum: 29.09.2017 - 15:30 Uhr
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