Marie Kapretz: "Wählern wurde die körperliche Integrität nicht garantiert"
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in Deutschland, fordert von der Europäischen Union, als Vermittler im
Konflikt um das katalanische Unabhängigkeitsreferendum zu fungieren.
Im Interview mit dem TV-Sender phoenix erklärte sie: "Europa ist für
Katalonien der Garant der Einhaltung der demokratischen Spielregeln".
Demnach sei es wichtig, dass die katalanische Landesregierung zu
Gesprächen eingeladen werde, nachdem vorangegangene Bemühungen "mit
Madrid in den Dialog zu kommen" gescheitert seien.
Zur Frage über die Gültigkeit des Votums, äußerte sich Kapretz
kritisch zu den Polizeieinsätzen seitens der spanischen Regierung.
Durch die Beschlagnahmung der Stimmzettel und Urnen sowie die
Auflösung von unabhängigen Wahlkommissionen, sei den Wählern "ihre
körperliche Integrität nicht garantiert". Somit seien "keine normalen
Umstände für ein Referendum" gegeben. Dennoch, betont sie, sei es
wichtig, das Ergebnis anzuerkennen. "Es gibt den Auftrag der Wähler
ein Referendum auszuführen. Die Wahlen, in denen es zu diesem
Ergebnis kam, wurden niemals angefochten. Deswegen ist dieser
Wählerauftrag gültig", so Kapretz. Kritik zu möglichen
wirtschaftlichen Konsequenzen im Falle der Loslösung, weist sie
zurück. Aufgrund der starken Industrie, insbesondere im Bereich des
Exports und der Investition, erwartet Kapretz, dass die
Unabhängigkeit sich auf die katalonische Wirtschaft nicht negativ
auswirken werde.
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Datum: 02.10.2017 - 12:38 Uhr
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