MDR exklusiv: Sowjets wollten Atombombe auf dem Mond zünden
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Sperrfrist: 10.10.2017 05:00
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Die Sowjetunion hatte offensichtlich Ende der 1950 Jahre die
Zündung einer Atombombe auf dem Mond geplant. Das geht aus einem
bislang geheimen Dokument aus dem russischen Staatsarchiv hervor, das
dem Geschichtsmagazin "MDR Zeitreise" (Dienstag, 10. Oktober, 21.15
Uhr, MDR-Fernsehen) vorliegt. Demnach gab es am 6. September 1958 von
der Kreml-Führung den Geheimbefehl, eine Atombombe auf dem Mond zu
zünden. Bereits im Sommer 1959 sollte die Kernladung auf dem
Erdtrabanten explodieren.
Dr. Matthias Uhl, Wissenschaftler vom Deutschen Historischen
Institut Moskau (DIH) hat dem MDR den Fund bestätigt und ihn
eingeordnet. "Wir können ganz eindeutig sagen, es hat eine Sitzung
beim Politbüro stattgefunden, auf der beschlossen wurde, wir bringen
einen nuklearen Sprengsatz zum Mond und lassen ihn dort zünden".
Für die Durchführung des nuklearen Muskelspiels waren die besten
Leute der Sowjetunion eingesetzt. Es ging darum, die Stärke des
Staates zu demonstrieren sowie die Überlegenheit des Sozialismus über
den Kapitalismus zu zeigen, wie der Moskauer Militärhistoriker
Alexander Jazakow dem MDR sagte.
Um die Bombe, mit einer Sprengkraft ähnlich der Hiroshima-Bombe,
auf den Mond zu bringen, sollte eine Sputnik-Super-Rakete
nachgerüstet werden. Bei einer möglichen Explosion hätte es laut
Jazakow eine seismische Welle gegeben sowie einen Auswurf von
Mondgestein über mehrere Kilometer. Allerdings wurde das Mond-Projekt
aus technischen und strategischen Gründen vor seiner Vollendung
eingestellt.
Pressekontakt:
MDR, Presse und Information, Sebastian Henne,
Tel.: (0341) 3 00 63 76, E-Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse
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Datum: 10.10.2017 - 05:00 Uhr
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