Weltmädchentag: Millionen Mädchen werden benachteiligt / Gebildete Mädchen können sich wehren
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benachteiligt. Darauf weisen die SOS-Kinderdörfer weltweit anlässlich
des Weltmädchentags (11. Oktober) hin. "Mädchen gelten in vielen
Teilen der Welt noch immer weniger als Jungen - und sie werden auch
so behandelt", sagt Gitta Trauernicht, Vizepräsidentin der
SOS-Kinderdörfer.
Die Zahlen sind erdrückend: "Zweidrittel aller Mädchen zwischen
fünf und 14 Jahren in Entwicklungsländern leisten Haus- und
Betreuungsarbeit, über 60 Millionen Mädchen im Schulalter gehen nicht
zur Schule, 750 Millionen Mädchen und Frauen sind vor ihrem 18.
Lebensjahr verheiratet worden und bekommen häufig auch vorher
Kinder", so Trauernicht.
In manchen Ländern ist die Benachteiligung für die Mädchen sogar
lebensbedrohlich. Trauernicht: "In Indien werden immer noch weibliche
Föten abgetrieben und weibliche Babys getötet oder weggegeben. Auch
die Genitalverstümmelung in Ländern wie Jemen, Senegal oder Sudan hat
schreckliche Folgen für das gesamte Leben dieser Mädchen."
Ein entscheidender Schlüssel für Veränderung sei die Bildung.
"Mädchen und Frauen mit Schul- und Berufsausbildung können sich viel
besser gegen Bevormundung und Diskriminierung wehren - und sie tun
dies auch! Frauen, die mindestens eine Grundschule besucht haben,
können mehr zum Familieneinkommen beitragen und sie setzen dieses
Einkommen eher als Männer für die Gesundheit und die Bildung ihrer
Kinder ein. Das bedeutet, dass die Welt sich verbessern kann."
Die SOS-Kinderdörfer machen sich weltweit stark für eine bessere
Bildung von Mädchen und Frauen. "Durch unsere Kindergärten, Schulen
und Ausbildungsprogramme ebnen wir den Mädchen den Weg in ein
selbstbestimmtes Leben. Wir schützen sie durch sensible Aufklärung
vor frühen Schwangerschaften, mit verschiedenen Projekten in Afrika
und Asien stärken wir alleinerziehende Frauen und unterstützen sie
auf dem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit, und wir setzen uns
politisch ein, zum Beispiel gegen das Thema Beschneidung."
Pressekontakt:
Louay Yassin
Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-259
E-Mail: louay.yassin@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de
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Datum: 11.10.2017 - 05:00 Uhr
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