Bangladesch: Situation der geflüchteten Rohingya alarmierend
ID: 1539394
Grenze nach Bangladesch geflohen sind, macht Handicap International
erneut auf ihre alarmierende Lage aufmerksam. Jeden Tag kommen etwa
2.000 neue Geflüchtete dazu. Sie leben in extremer Armut. Die
Nichtregierungsorganisationen vor Ort konnten bisher erst die Hälfte
der Menschen in Notunterkünften unterbringen. Handicap International
schickt nun ein weiteres Team zur Verstärkung in die Region, das
mithelfen wird, die Schutzbedürftigsten mit humanitärer Hilfe zu
versorgen.
Seit dem Beginn der Krise am 25. August haben über 500.000
Rohingya Zuflucht in Bangladesch gefunden. Schon vorher lebten
mehrere Hunderttausende in Flüchtlingscamps in extremer Armut. Die
humanitären Organisationen vor Ort sind mit einer akuten Krise
konfrontiert, die jeden Tag schlimmer wird. Täglich überqueren rund
2.000 Menschen die Grenze von Myanmar nach Bangladesch, darunter sind
sehr viele Kinder. Zum aktuellen Zeitpunkt sind die Geflüchteten noch
längst nicht angemessen versorgt: Unter 20 Prozent von ihnen haben
bisher Lebensmittel erhalten. Und etwa die Hälfte verfügt nicht über
die Mittel, um selbst eine Unterkunft zu finden oder zu bauen.
"Wir sind besonders über die Situation der schutzbedürftigsten
Menschen besorgt: schwangere Frauen, ältere Menschen ohne Familie,
Menschen mit eingeschränkter Mobilität, isolierte und schwerkranke
Menschen, Opfer von Gewalt, Frauen mit Kindern unter einem Jahr,
Kinder unter fünf Jahren", erklärt Reiza Dejito, Programmleiterin in
Bangladesch für Handicap International. "Das Ausmaß der Krise macht
sie besonders anfällig für Krankheiten, Unterernährung,
Hygieneprobleme, Infektionen und für psychische Erkrankungen. Für sie
ist der Zugang zur humanitären Hilfe erschwert; sie brauchen sie aber
sehr dringend. Handicap International setzt sich dafür ein, die
Schutzbedürftigsten ausfindig zu machen, ihre Bedürfnisse zu
ermitteln und sie psychologisch und rehabilitativ zu versorgen.
Außerdem decken wir ihre Grundbedürfnisse, indem wir Non-Food-Artikel
verteilen und sie an geeignete Stellen weiter vermitteln."
Eine der großen Herausforderungen dieser Krise ist es, die
humanitäre Hilfe für alle zugänglich zu machen. Die meisten
Geflüchteten haben sich entlang der Straße an der Flussmündung
niedergelassen: eine enge Straße, auf der die meisten Verteilungen
stattfinden. Doch diese Verkehrsachse ist bereits verstopft, und die
Geflohenen, die sich im Hinterland niederlassen mussten, haben keinen
Zugang zu Verteilungen. Besonders Menschen mit eingeschränkter
Mobilität, zum Beispiel ältere Menschen oder Menschen mit
Behinderung, sind von der Hilfe ausgeschlossen.
Handicap International hat gerade ein Team entsendet, um die
schwierige Situation anzugehen und logistische Lösungen für den
Transport der humanitären Hilfsmittel umzusetzen. So wird die
humanitäre Hilfe auch zu den schutzbedürftigsten und isolierten
Menschen gelangen.
Bangladesch ist ein Land, das durch vorangehende Krisen bereits
erschüttert wurde. Es wird schnell zu Problemen mit der
Wasserversorgung, mit Lebensmitteln und langfristig auch mit
Arbeitsplätzen kommen. Das Land wird eine Krise solchen Ausmaßes
alleine nicht bewältigen können.
Handicap International bittet um Spenden für den Einsatz unter dem
Stichwort "Rohingya" auf das Konto IBAN: DE07 70020500 0008817200
(Bank für Sozialwirtschaft).
Handicap International ist auch Teil des Bündnisses Aktion
Deutschland Hilft, das um Spenden bittet unter dem Stichwort
"Rohingya Myanmar/Bangladesch" IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30
(Bank für Sozialwirtschaft)
Pressekontakt:
Information:
Larissa Reith, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 089/54 76 06 29,
www.handicap-international.de
Original-Content von: Handicap International, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.10.2017 - 14:07 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1539394
Anzahl Zeichen: 4319
Kontakt-Informationen:
Stadt:
München
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 306 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Bangladesch: Situation der geflüchteten Rohingya alarmierend"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Handicap International (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Mädchen mit Behinderung dürfen oftmals nicht in die Schule gehen. Anlässlich des Internationalen Tages der Bildung am 24. Januar ruft die gemeinnützige Organisation Handicap International (HI) dazu auf, diese Ungerechtigkeit und Benachteiligung zu bekämpfen. Eine Untersuchung, die HI in Länder
HI fordert Zugang zu Bildung für alle Kinder / Internationaler Weltkindertag (FOTO) ...
32 Millionen Kinder mit Behinderung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sind nicht in der Schule eingeschrieben. Knapp die Hälfte der Mädchen und Jungen mit Behinderung beenden die Grundschule nicht. Viele Schulen sind nicht barrierefrei zugänglich. Es gibt kein passendes Lehrmateri
Landminen Monitor 2020: 5.500 Minenopfer inüber 50 Staaten (FOTO) ...
Der am 12. November veröffentlichte Landminen Monitor 2020 berichtet zum fünften Mal in Folge über hohe Opferzahlen durch Landminen, explosive Kriegsreste und improvisierte (selbstgebaute) Minen. Im Jahr 2019 verzeichnete der von der internationalen Landminenkampagne erstellte Monitor 5.554 Minen
Weitere Mitteilungen von Handicap International
Königin Silvia exklusiv in "Neue Post": "Es ist wichtig, dass gerade heute junge Menschen nicht die Hoffnung verlieren." ...
1994 gründete König Silvia von Schweden die Mentor-Stiftung, die Jugendliche unterstützt und ihnen einen erwachsenen Mentor zur Seite stellt. In Neue Post (EVT 11.10.) spricht Königin Silvia exklusiv über ihre Arbeit in der Stiftung. "Es ist wichtig, dass gerade heute junge Menschen
Weltmädchentag: Millionen Mädchen werden benachteiligt / Gebildete Mädchen können sich wehren ...
Weltweit werden Mädchen diskriminiert und benachteiligt. Darauf weisen die SOS-Kinderdörfer weltweit anlässlich des Weltmädchentags (11. Oktober) hin. "Mädchen gelten in vielen Teilen der Welt noch immer weniger als Jungen - und sie werden auch so behandelt", sagt Gitta Trauernicht
"Nachtcafé: Was wir kaufen, wie wir leben - zwischen Verführung und Verantwortung" (FOTO) ...
Welche Rolle spielt der Konsum in unserem Leben? "Nachtcafé: Was wir kaufen, wie wir leben - zwischen Verführung und Verantwortung": Michael Steinbrecher spricht u. a. mit Anja Frey, die mit ihrem Mann einen Bio-Bauernhof für Milchkühe betreibt / Freitag, 13. Oktober 2017, 22:0
Internationaler TÜV Rheinland Global Compact Award für Dr. Auma Obama / TÜV Rheinland Stiftung würdigt Einsatz für Entwicklungszusammenarbeit und Nachhaltigkeit / Auszeichnung mit 25.000 Euro dot ...
Die kenianische Soziologin und Autorin Dr. Auma Obama ist mit dem Internationalen TÜV Rheinland Global Compact Award 2017 ausgezeichnet worden. Die ältere Schwester des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama erhielt den Preis für ihren konsequenten Einsatz für eine nachhaltige und langfristi




