Westfalenpost: Klimakanzlerin Merkel?
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sein selbst gestecktes Klimaziel ziemlich deutlich verfehlen. Die
Vorbild-Funktion für andere Länder ist damit futsch. Und wer regt
sich hierzulande darüber auf: niemand! Der Klimaschutz ist auf der
politischen Agenda in den Hintergrund gerückt. Das liegt einerseits
daran, dass ihm andere wichtige Probleme wie Migration, Nordkorea,
Erdogan und Trump den Rang ablaufen. Andererseits ist die miserable
CO2-Bilanz selbstverständlich auch auf Versäumnisse der
Bundesregierung zurückzuführen. Es gab Zeiten, in denen Angela Merkel
als "Klimakanzlerin" bezeichnet wurde. In Wirklichkeit war sie das
nie. Merkel hielt und hält fleißig Reden, wie wichtig doch der Kampf
gegen die globale Erwärmung ist, mit dem Herzen aber war und ist sie
nicht bei der Sache. Sonst würde sie den Bedenkenträgern nicht so
viel Spielraum geben. Am Ende aber macht der Klimawandel keine
Kompromisse. Bei der Digitalisierung ist es übrigens ähnlich. Merkel
betont immer wieder, wie wichtig das Thema für unser Land ist,
wirklich Ahnung hat sie davon aber nicht. Ihr Werben wirkt
unglaubwürdig. Wenn sie diese beiden Zukunftsthemen in den Sand
setzt, ist ihre Kanzlerschaft gescheitert.
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Datum: 11.10.2017 - 21:44 Uhr
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