Zur Festsetzung der EEG-Umlage für 2018 - vbw fordert Ausstieg aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz
ID: 1539953
kommende Jahr rund 6,8 Cent pro Kilowattstunde betragen. Die vbw -
Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fordert erneut die
schnellstmögliche Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. "Der
Rückgang der Umlage um rund 0,1 Cent pro Kilowattstunde ist keine
Trendwende, sondern eine bloße Schwankung bei der Bedarfsschätzung
für die Liquiditätsreserven. Das ist lediglich eine Atempause.
Bereits 2019 wird mit einem Anstieg der Umlage auf etwa 7,5 Cent pro
Kilowattstunde gerechnet", betont vbw Hauptgeschäftsführer Bertram
Brossardt.
In den nächsten Jahren gehen viele Windparks auf See in Betrieb,
die noch von älteren Vereinbarungen profitieren und allein in den
ersten acht Jahren fast 20 Cent pro Kilowattstunde Strom erhalten.
Aufgrund zwanzig Jahre laufender Verträge und des ständigen Zubaus
weiterer Anlagen gehen selbst konservative Schätzungen von einem
Anstieg der EEG-Umlage auf mindestens 8,5 Cent Anfang der 2020er
Jahre aus. Derzeit zahlen Stromkunden jedes Jahr rund 24 Milliarden
Euro für die Förderung Erneuerbarer Energien. "Das Schlimme dabei
ist, die Klimaziele werden dennoch weit verfehlt", sagt Brossardt.
"Das EEG und die weiteren staatlich veranlassten Kosten machen
heute mehr als die Hälfte des Strompreises aus. Das belastet die
internationale Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts", so Brossardt.
"Der Strompreis muss auf die Agenda der neuen Bundesregierung. Sie
kann den Preisanstieg in Deutschland schnell stoppen, indem sie die
Stromsteuer auf das Mindestniveau reduziert und die EEG-Umlage über
einen Streckungsfonds deckelt. Eine Finanzierung der EEG-Umlage durch
neue Steuern oder Abgaben auf andere Energieträger wäre aber der
falsche Weg. Was wir brauchen, ist nicht eine bloße Verschiebung der
Kosten, sondern eine echte Kostenwende", mahnt Brossardt.
Neben der EEG-Umlage belasten die Netzentgelte zunehmend den
Strompreis. Der Zubau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten erfordert
mehr Leitungen und teure Maßnahmen zur Netzstabilisierung. "Die neue
Bundesregierung muss umgehend ein in sich schlüssiges
energiewirtschaftliches Gesamtkonzept vorlegen, das den Umbau der
Energieversorgung insgesamt plant und ehrlich die Kosten nennt",
fordert Brossardt.
Pressekontakt:
Kontakt: Nina Schilling, Tel. 089-551 78-370,
nina.schilling@ibw-bayern.de, www.vbw-bayern.de
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Datum: 12.10.2017 - 14:36 Uhr
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