NOZ: Vorsitzender des Beamtenbundes: Jamaika-Koalition muss Tarifeinheitsgesetz zurücknehmen
ID: 1540524
Jamaika-Koalition muss Tarifeinheitsgesetz zurücknehmen
dbb-Chef Klaus Dauderstädt: In der Realität hilft das Gesetz als
Streikbremse nicht
Osnabrück. Der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes dbb, Klaus
Dauderstädt, fordert von einer neuen Jamaika-Koalition im Bund die
Rücknahme des Tarifeinheitsgesetzes. In einem Interview mit der
"Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) sagte Dauderstädt: "Das Gesetz
benachteiligt kleine Gewerkschaften." Es legt fest, dass nur die
Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern in einem Betrieb
Tarifverträge mit dem Arbeitgeber abschließen kann. Der dbb werde den
politischen Versuch unternehmen, den Gesetzgeber dazu zu bringen, das
Tarifeinheitsgesetz wieder ganz zurückzunehmen. "Zumal inzwischen die
Realität gezeigt hat, dass das Gesetz als Streikbremse für Ärzte,
Piloten und Lokführer in kritischen Bereichen wie Bahn, Krankenhaus
oder Flughafen gar nicht hilft", betonte der
Gewerkschaftsvorsitzende.
Der dbb hofft auf weitere Verbesserungen, zum Beispiel, dass sich
die Forderung nach einer Bürgerversicherung - also einer gesetzlichen
Zwangs-Krankenversicherung für alle - erledigt, weil FDP und CSU
dagegen seien. "Die Grünen, die die Bürgerversicherung in ihrem
Programm stehen haben, würden sicher in einer solchen Koalition
ähnliche Handschellen angelegt bekommen wie die SPD in einer Großen
Koalition", sagte Dauderstädt.
Der dbb-Vorsitzende sieht in der Tarifrunde die Forderung der IG
Metall zur Arbeitszeit nicht als Vorbild. Die IG Metall verlangt,
dass Arbeitnehmer befristet von 35 auf 28 Stunden in der Woche
verkürzen können. Dauderstädt sagte: "Dass das ein Vorbild für den
öffentlichen Dienst sein kann, bezweifle ich." Er fügte hinzu: "Die
Metallbranche ist zwar meist der zeitliche Vorreiter für Tarifrunden
in einem Jahr, aber nicht immer der inhaltliche Vorreiter. Die
Verhältnisse sind doch andere." Der öffentliche Dienst habe immer
versucht, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wochenarbeitszeit und
Gehalt zu wahren.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.10.2017 - 07:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1540524
Anzahl Zeichen: 2527
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 461 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NOZ: Vorsitzender des Beamtenbundes: Jamaika-Koalition muss Tarifeinheitsgesetz zurücknehmen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Angesichts anhaltender Hitzeperioden fordert der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF), Gräber von behördlichen Gießverboten auszunehmen. "Wir fordern, dass die Grabbewässerung auf Friedhöfen von flächendeckenden Gießverboten ausgenommen wird", sagte der Vorsitzende des Bundes deut
Anwaltverein kritisiert Streichung kostenloser Rechtsberatung für Justizopfer / Deutscher Anwaltverein bemängelt neuen Entwurf zur Haftentschädigung - Lob für neue Tagessätze ...
Der Deutsche Anwaltverein (DAV) hat den neuen Entwurf zur Reform der Haftentschädigung kritisiert und fordert eine kostenlose Erstberatung für unschuldig Inhaftierte. "Eine vergleichbare Regelung fehlt in diesem Entwurf leider", sagte der DAV im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker
Landkreistag: In Trockenphasen kein Wasser für Swimmingpools verschwenden / Präsident Brötel: Private Komfort-Verbräuche hinterfragen - "Setzen zuallererst auf Vernunft der Menschen" ...
Angesichts zunehmender Wasserknappheit als Folge der Erderwärmung halten Deutschlands Landkreise Einschränkungen im Freizeitbereich für notwendig. "Wir haben es mit stärkeren Hitze- und Trockenphasen in unterschiedlichen Regionen zu tun. Das wird auch dazu führen, dass private Komfort-Verb
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
phoenix Unter den Linden: "Nach der Niedersachsen-Wahl - Startschuss für Jamaika im Bund?" - Montag, 16. Oktober, 22.15 Uhr ...
Mit der vorgezogenen Landtagswahl in Niedersachsen beschließt Deutschland das Superwahljahr 2017. Nur drei Wochen nach der Bundestagswahl sind die Wähler dort aufgerufen, erneut ihre Stimme abzugeben. Die Demoskopen sehen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der SPD und der CDU voraus. Auch für d
Straubinger Tagblatt: Wahl inÖsterreich - Für Deutschland lernen ...
In erster Linie kann man von Österreich lernen, dass es keinen Sinn hat, ewig an der großen Koalition festzuhalten - denn das führt nur zu Politikverdrossenheit und spielt denen in die Hände, die am linken und am rechten Rand einfache Scheinlösungen für komplexe Probleme anbieten. Stattdes
ANNE WILL am 15. Oktober 2017 um 21:50 Uhr im Ersten: Der Abschluss im Superwahljahr - Wird jetzt mal wieder Politik gemacht? ...
Ab kommender Woche ist der Weg frei für Sondierungen zwischen Union, FDP und Grünen, denn Angela Merkel hat zu Gesprächen erst nach der Landtagswahl in Niedersachsen eingeladen. Sind die Parteien zu sehr mit dem Taktieren beschäftigt? Welches politische Ziel verbindet die möglichen Koalition
"hart aber fair" am Montag 16. Oktober 2017, 21:00 Uhr live aus Berlin ...
Moderation: Frank Plasberg Das Thema: Modell Österreich - wie regieren unter dem Druck von rechts? Die Gäste: Edmund Stoiber (CSU-Ehrenvorsitzender; ehem. Bayerischer Ministerpräsident und ehem. CSU-Parteivorsitzender) Alexandra Föderl-Schmid (Journalistin "Süddeutsche Zeitung&qu




