Open Innovation in Science - Bevölkerung wünscht sich mehr Forschung für Kinder psychisch Kranker sowie die Entstigmatisierung Betroffener
ID: 1541307
Pilotprojekt der Open Innovation in Science Initiative der Ludwig
Boltzmann Gesellschaft (LBG) hatte sich aufgemacht, neue
Forschungsfragen im Bereich psychische Erkrankungen zu entwickeln.
Dafür wurde die Öffentlichkeit direkt in den Forschungsprozess
einbezogen und zwar über die wissenschaftliche Crowdsourcing
Plattform "Reden Sie mit". Mit den dort gesammelten und von
ExpertInnen ausgewerteten Forschungsfragen werden sich die nächsten
vier Jahre zwei interdisziplinäre Forschungsgruppen beschäftigen. Sie
gehen nun der Frage nach, mit welchen Maßnahmen und digitalen
Technologien Kinder psychisch erkrankter Eltern in ihrer persönlichen
Entwicklung und Integration in ihrem sozialen Umfeld unterstützt
werden können.
Mit Open Innovation in Science verfolgt die LBG das Ziel,
Wissenschaft und Gesellschaft näher zusammenzubringen und bislang
ungenutztes Wissen für die Forschung zugänglich zu machen. In
insgesamt 400 Beiträgen haben Angehörige psychisch kranker Menschen,
PatientInnen, Pflegepersonal, ÄrztInnen, PsychotherapeutInnen und
PsychologInnen beschrieben, welche Bereiche in Bezug auf psychische
Erkrankungen wissenschaftlich erforscht werden sollten. Alle
eingereichten Beiträge wurden einer semantischen Analyse unterzogen
und in einem weiteren Schritt von einer interdisziplinären Jury
hinsichtlich gesellschaftlicher Relevanz und Forschungsrelevanz
bewertet. Ermittelt wurden so drei wesentliche Handlungsfelder für
die Forschung: detaillierte Forschung zur Situation von Kindern
psychisch kranker Eltern, Möglichkeiten der Entstigmatisierung
Betroffener sowie weitreichendere Versorgungsforschung.
Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft wird in den kommenden Jahren -
im Rahmen ihrer laufenden OIS Initiative - noch intensiver an der
gezielten Öffnung wissenschaftlicher Prozesse arbeiten. Dr. Lucia
Malfent, Leiterin des Open Innovation in Science Research and
Competence Centers: "Wir wollen sicherstellen, dass unsere Forschung
den Nutzern auch bestmöglich hilft und nicht nur um sich selbst
kreist. Der Einbezug der Bevölkerung oder anderer externer Gruppen
über Open Innovation in Science birgt gerade auch durch die neuen
Medien großes Potenzial, Forschungsfelder zu identifizieren: Die
Kinder psychisch kranker Eltern wurden beispielsweise in der
Wissenschaft bislang kaum beachtet, obwohl es hier einen hohen Bedarf
und ebenfalls viel Wissen in der Bevölkerung, bei Angehörigen oder
Betroffenen selbst gibt. Dieses Wissen wollen wir den ForscherInnen
zugänglich machen und zum Wohle der Betroffenen einsetzen."
Das "Open Innovation in Science Research and Competence Center"
der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (OIS Center) startete im Oktober
2016. Seine Aufgaben liegen in der Forschung zum Thema OIS,
Entwicklung von Methoden und Services für Wissenschaft und
Gesellschaft und der Ausbildung von WissenschaftlerInnen. Beispiele
für Anwendungen sind Crowdsourcing zur Generierung von neuen
Forschungsfragen oder Technological Competence Leveraging zur
Identifikation neuer Anwendungsbereiche von erfolgreichen bestehenden
Technologien. Die Ergebnisse aus dem OIS Center fließen direkt in die
Forschungsinstitute der LBG ein und werden darüber hinaus auch extern
angeboten. Über das Lab for Open Innovation in Science (LOIS) bildet
die LBG WissenschaftlerInnen erstmals auch im Bereich Open Innovation
in Science aus.
Pressekontakt:
Open Innovation in Science Research and Competence Center (OIS
Center)
Ludwig Boltzmann Gesellschaft
Nußdorfer Straße 64, 4. Stock
1090 Wien, Österreich
office.ois@lbg.ac.at
Telefon: +43 1 513 27 50 - 25
Original-Content von: Open Innovation in Science Research and Competence Center - Ludwig Boltzmann Gesellschaft, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.10.2017 - 10:44 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1541307
Anzahl Zeichen: 4248
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Wien
Kategorie:
Forschung und Entwicklung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 299 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Open Innovation in Science - Bevölkerung wünscht sich mehr Forschung für Kinder psychisch Kranker sowie die Entstigmatisierung Betroffener"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Open Innovation in Science Research and Competence Center - Ludwig Boltzmann Gesellschaft (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Open Innovation in Science Research and Competence Center - Ludwig Boltzmann Gesellschaft
Die "Grüne Box" senkt die Feinstaubbelastung, reine Luft durch Filtertechnik ...
Hier könnten für Spittal viele Arbeitsplätze entstehen", ist Stadtrat Bernd Sengseis sicher. Denn mit Feinstaubbelastung haben viele Städte in Österreich und ganz Europa zu kämpfen und der Spittaler Unternehmer Toni Kluge hat mit seiner Firma "Better Air" das "weltweit erst
ELIV 2017: Advanced Telematic Systems präsentiert sichere OTA-Technologie basierend auf dem Uptane-Sicherheitsframework / OTA Plus v3 unterstützt Map-Updates und kommt mit neuen Dashboard-Funktionen ...
Die Berliner Software-Firma ATS Advanced Telematic Systems präsentiert auf dem internationalen VDI-Kongress Electronics In Vehicles (ELIV) vom 18. bis 19. Oktober in Bonn Lösungen für sichere Software-Updates "Over the Air" (kurz OTA). Das Unternehmen hatte kürzlich die Zusammenarb
Wie wirksam sind Haftvermittler- ...
Als Haftvermittler zwischen Polyolefinen und polaren Oberflächen besitzen funktionalisierte Polyolefine eine große wirtschaftliche Bedeutung. Trotz jahrzehntelanger Bemühungen fehlten bisher analytische Methoden, die ein umfassendes Verständnis der Materialien und eine schnelle Bewertung ihrer W
XOLARIS Service KVG wird Mitglied im Life Science-Netzwerk BioLAGO e.V. ...
Die XOLARIS Service Kapitalverwaltungs-AG setzt auf den Mega-Trend Life Science und baut mit der Mitgliedschaft im BioLAGO e.V. ihren Marktzugang weiter aus. Das grenzüberschreitende Netzwerk für Life Science in der Vierländerregion Bodensee fördert den Wissenstransfer und die Gründung neue




