Grünen-Politikerin Julia Verlinden: "Der Kohleausstieg allein wird nicht reichen"
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Klimaschutz am 17. Oktober 2017 äußerte sich Grünen-Politikerin Julia
Verlinden zu den Koalitionsverhandlungen: "Es ist für uns essentiell,
das Klimaziel 2020 zu verfolgen. Der Kohleausstieg allein wird nicht
reichen." Die Lücke zwischen CO2-Ziel und Wirklichkeit sei einfach zu
"bombastisch".
Es sei für Verlinden "keine Option, die Klimaziele zu verändern.
Die einzige Option ist: Wir strengen uns mehr an." Weiter sagte sie:
"Die hohe Akzeptanz, die wir für die Energiewende in der Bevölkerung
haben, darf jetzt nicht verspielt werden." Der Zukunftsgeneration
dürfen nicht "die Folgekosten auferlegt werden, die die bisherige
Regierung nur aufgeschoben hat". Verlinden: "Wir müssen in den
Bereichen Verkehr und Wärme bald schon die Weichen stellen, eine
langfristige Wende herbeizuführen."
Auch Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverbands
(vzbv), sieht dort großen Handlungsbedarf. Neben der fairen
Kostenverteilung, müsse auch die Gebäudesanierung in den Fokus
rücken: "Es war das größte Versagen der Bundesregierung, dass sie die
steuerliche Abschreibung der energetischen Gebäudesanierung
versemmelt hat."
"Wir müssen endlich alle Maßnahmen am Klimaschutz ausrichten",
forderte Ludwig Möhring, Geschäftsführer des Gasunternehmens Wingas.
Ein schneller Umstieg von Kohlestrom auf Gaskraftwerke sei machbar,
so auch Claudia Kemfert vom DIW: "Es ist kein Problem, im Stromsektor
relativ schnell aus der Kohle auszusteigen." Wichtig sei es nun auch,
die Akzeptanz der Bürger für die Energiewende durch Beteiligung und
Einbindung zu sichern.
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Datum: 17.10.2017 - 13:31 Uhr
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