NOZ: NOZ: EU-Ausschuss warnt vor Schädigung ländlicher Regionen durch den Wolf
ID: 1542169
Regionen durch den Wolf
Europaabgeordneter Gieseke fordert regionalen Spielraum für
Regulierung
Osnabrück. Der Umweltausschuss des EU-Parlaments fordert mehr
Schutz für Menschen vor Wölfen. Das berichtet die "Neue Osnabrücker
Zeitung" (Donnerstag) unter Berufung auf Parlamentsdokumente. Das
Zusammenleben mit großen Fleischfressern wie dem Wolf könne sich
"negativ auf die nachhaltige Entwicklung der Ökosysteme und der
besiedelten ländlichen Räume, insbesondere in Zusammenhang mit
traditioneller Landwirtschaft und nachhaltigem Tourismus" auswirken,
heißt es in einem Entschließungsantrag, der im November im
EU-Parlament beraten werden soll. Der Ausschuss fordert die
EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten auf, "konkrete Maßnahmen zur
Bewältigung dieser Probleme zu ergreifen, um die nachhaltige
Entwicklung der ländlichen Räume nicht zu gefährden", heißt es in dem
Antrag.
Der emsländische CDU-Europaabgeordnete Jens Gieseke unterstützt
diese Forderungen ausdrücklich: "Es muss endlich Flexibilisierungen
im europäischen Umweltrecht geben", sagte Gieseke der "NOZ". Der
"allgemeinen Wolfseuphorie" stehe er sehr kritisch gegenüber, sagte
er. "Der absolute Schutzstatus des Wolfes gehört bei gutem
Erhaltungszustand auf den Prüfstand", fordert Gieseke. Außerdem
brauche es "mehr regionalen Spielraum bei der Entwicklung der
Regulierungspläne". Es sei wichtig, dass das Thema jetzt auf die
Tagesordnung kommt. Die nächste Bundesregierung müsse das Thema "in
Brüssel engagiert mit vorantreiben", forderte der Abgeordnete.
Die Ausbreitung des Wolfes war im niedersächsischen
Landtagswahlkampf ein großes Thema. Schätzungen zufolge leben derzeit
zwischen 140 und 150 Tiere in Niedersachsen.
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Datum: 19.10.2017 - 05:00 Uhr
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