Freihandel macht die Menschen freundlicher
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eingebunden sind, desto großzügiger sind sie", stellt Matt Ridley in
seinem jüngsten Artikel auf www.misesde.org fest und beruft sich
dabei die faszinierenden Studienergebnisse des Harvard-Anthropologen
Joe Henrich. Viele weitere Studien kommen zu ähnlichen Ergebnissen.
Erstaunlicherweise aber stehen diese wissenschaftlichen Erkenntnisse
im Widerspruch zu der weitverbreiteten Auffassung, dass es gerade
freie Märkte seien, die Menschen gieriger, konfliktbereiter und
hartherziger werden lassen.
Freie Märkte würden zu einer Erosion der Sozialsysteme führen, so
lautet ein gängiges Argument. Aber tatsächlich ist der enorme
Wohlstandzuwachs der vergangen 50 Jahre alleine der Öffnung der
Märkte zu verdanken und die Sozialsysteme Singapurs sind weitaus
besser als die von Venezuela und die südkoreanischen Sozialsysteme
übertreffen die des Nachbarn Nordkorea um Welten. Auch lassen sich
Handelsblöcke in Zeiten von internationalen Zuliefererketten immer
weniger rechtfertigen. Im Jahr 2010 gab es laut OECD innerhalb der
G20-Länder mehr als 300 Handelsbeschränkungen. Binnen nur 5 Jahren
hat sich diese Zahl vervierfacht. Die großen Handelsblöcke erschweren
den Handel anstatt ihn zu vereinfachen. Die USA und die EU verhandeln
seit nun mehr 30 Jahren über ein Abkommen und finden keine Lösung.
Bereits kurze Zeit nach Brexit gab es erste, sehr positive
Verhandlungen über ein bilaterales Abkommen zwischen Großbritannien
und den USA.
Ridley fordert von den Verfechtern freier Märkte mehr
Standfestigkeit. Man habe es zugelassen, dass Autoritäre und
Etatisten Freihandel als etwas Rückschrittliches und
Unterdrückerisches umdefiniert haben, während er in Wahrheit für
Arbeitsplätze und steigende Löhne sorgt. Ridley konstatiert:
"Freihandel ist die radikalste und befreiendste Idee überhaupt: Dass
die Menschen ohne Einschränkungen Güter und Dienstleistungen
austauschen dürfen, wie es ihnen gefällt, egal ob sie in
verschiedenen Dörfern, Städten oder Ländern leben, und ohne dass
Staaten sie aufhalten können."
"Freihandel ist für alle Beteiligten von Vorteil", stimmt Prof.
Thorsten Polleit, Präsident des Ludwig von Mises Institut
Deutschland, zu. "Der ökonomischen Unwissenheit vieler Bürger müssen
wir mit Aufklärungsarbeit begegnen. Es gilt, die enormen Vorteile des
Freihandels immer und immer wieder herauszustreichen und argumentativ
klar zu belegen. In diesen Bemühungen dürfen wir nicht nachlassen und
müssen, wie Ridley ganz richtig fordert, Standhaftigkeit beweisen."
Standhaftigkeit in Sachen Freihandel müssen gerade kleine und
kleinste Staaten beweisen, sind sie doch besonders auf den freien
Warenaustausch angewiesen. Deshalb herrscht hier oft ein
überdurchschnittlicher hoher Wohlstand. Die diesjährige Ludwig von
Mises Konferenz befasst sich unter anderem mit diesem Effekt. Unter
dem Titel: "Small is beautiful - vom Vorteil kleiner politischer
Einheiten" erörtern namhafte Redner die positiven Folgen der
"Kleinstaaterei" für die Freiheit und den Wohlstand der Bürger. Die
Konferenz findet am Samstag, 21. Oktober 2017, im Hotel "Bayerischer
Hof" in München statt.
Freihandel macht die Menschen freundlicher
http://www.misesde.org/?p=16914
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Dagmar Metzger
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Datum: 20.10.2017 - 12:08 Uhr
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