Europas Kulturzeitschriften: Hochwertige Medien im Zeitalter der gefälschten Nachrichten und Missinformationen
ID: 1543810
Was bedeutet die digitale Revolution für die Demokratie? Verändert
sie den Diskurs in Europa oder verstärkt sie nur bestehende Trends?
Wie funktionieren Falschinformationen, erreichen sie ihr Ziel und wie
kann man sie angehen?
(Photo:
http://mma.prnewswire.com/media/588017/Eurozine_Conference.jpg )
Eurozine, das Netzwerk der europäischen Kulturjournale, richtete
gemeinsam mit der estnischen Zeitschrift Vikerkaar, dem Institut für
Sozialforschung der Universität Tartu und der estnischen
Kulturorganisation A Kultuurileht vom 20. bis 22. Oktober 2017 das
28. "European Meeting of Cultural Journals" in Tartu (Estland) aus.
Drei Tage lang nahmen 100 Kulturjournalisten und Medienprofis an
einem Programm von öffentlichen Vorträgen und Diskussionen über die
Auswirkungen der Technologie auf die Demokratie sowie ihren Beitrag
zu solchen Phänomenen wie Post-Wahrheit und verfälschten Nachrichten
teil.
Der führende Internet-Analytiker Vladan Joler, Direktor der Share
Foundation, Serbien, bot in seiner Grundsatzrede am 20. Oktober
Einsichten in die algorithmischen "Blackboxes", die unsere Erfahrung
mit dem Internet, sozialen Medien und der Welt vermitteln. Er zeigte,
wie sie von politischen Akteuren benutzt werden können und von
kommerziellen Interessen gesteuert werden. Er präsentierte die
forensischen Untersuchungen seines Teams und warnte davor, dass diese
Prozesse wahrscheinlich noch undurchsichtiger werden könnten.
"Diese riesigen Algorithmus-Maschinen sind die Redakteure des 21.
Jahrhunderts und nicht mehr die Menschen", informierte er sein
Publikum, viele von ihnen ebenfalls Redakteure.
Estlands Kulturminister Indrek Saar eröffnete die Konferenz und
betonte die Bedeutung der Dynamik der estnischen Kulturmagazine.
Über das Wochenende nahmen die Teilnehmer an Podiumsdiskussionen
sowie Workshops über soziale Medien und Crossmedia-Publishing mit
Experten aus Europa und den USA teil. Der letzte Konferenztag wurde
mit einer Art Barcamp zum Informationsaustausch abgeschlossen.
Die digitale Revolution hatte verheerende Auswirkungen auf die
wirtschaftlichen Aspekte des Journalismus und stellt die Demokratie
vor unerwartete Herausforderungen. Aber sie bietet den Bürgern auch
Chancen, aktiver an ihrer Gesellschaft teilzunehmen, und
Medienkanälen, wie beispielsweise den im Eurozine-Netzwerk
vertretenen Zeitschriften, die Möglichkeit zur Zusammenarbeit. Aber
wie sollen wir mit diesen Widersprüchen umgehen? Und welche Rolle
spielen die Kulturzeitschriften bei diesem Prozess? Die Konferenz von
Eurozine untersuchte diese und andere Fragen aus einer Reihe von
theoretischen und praktischen Perspektiven.
Die Veranstaltung wurde von der europäischen Union (Creative
Europe), Eesti Kultuurkapital, dem National Endowment for Democracy,
der Stadt Tartu und der "Open Society Initiative for Europe"
gesponsert.
Konferenz-Website: http://www.eurozine.com/tartu2017
Videos der Grundsatzrede und der Podiumsdiskussionen finden Sie
hier: http://www.fb.com/eurozine
#eurozineconference2017
Pressekontakt:
Filip Zielinski
Managing Director
+43-1-334-29-80
f.zielinski@eurozine.com
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Datum: 24.10.2017 - 09:02 Uhr
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Wien, Österreich
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Universität & Fach-Hochschule
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