Rohingya auf der Flucht: Nirgendwo in Freiheit / Bündnisorganisationen von "Aktion Deutschland Hilft" weiten Hilfe aus
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überstanden die beschwerliche Flucht und mussten alles zurücklassen:
Über 607.000 Rohingya sind seit Ende August aus ihrem Heimatland
Myanmar ins benachbarte Bangladesch geflohen. Vergangene Woche fand
die UN-Geberkonferenz statt: Rund 290 Millionen Euro sicherten
Regierungsvertreter aus der ganzen Welt an Hilfsgeldern zu,
mindestens 368 Millionen Euro werden Schätzungen zufolge bis Februar
benötigt. "Die finanzielle Unterstützung ist lebenswichtig für die
Not leidenden Menschen in Bangladesch", sagt Manuela Roßbach von
"Aktion Deutschland Hilft". "Doch der zugesagte Betrag wird nicht
ausreichen, um die Grundversorgung und damit das Überleben aller zu
gewährleisten! Wir wissen nicht, wie lange diese grauenvolle Krise
anhalten wird und wie viele Menschen noch vor Angst und Gewalt
fliehen müssen."
Helfer unterstützen die Not leidenden Menschen unter Einsatz ihres
eigenen Lebens. "Wir haben unser Land verlassen, um unser Leben zu
retten. Wir hatten keine Wahl", sagt Zakir. In seiner Heimat Myanmar
arbeitete er als freiwilliger Helfer, nun ist er selbst auf
Unterstützung angewiesen: Die Gewalt in seinem Heimatland zwang ihn
und seine Familie zur Flucht. Ein Risiko, denn seine Frau ist im
achten Monat schwanger: "Während unserer Flucht bettelte ich um Essen
für sie", berichtet Zakir. Zur Vorfreude auf die Geburt seines ersten
Kindes mischen sich viele Sorgen. Denn die Flüchtlingscamps sind
überfüllt, Unterkünfte, sanitäre Einrichtungen, Wasser- und
Lebensmittelvorräte reichen nicht aus. Doch der Strom an Flüchtlingen
reißt nicht ab: Tausende Neuankommende hoffen täglich auf Sicherheit
und Schutz. "Wir überleben nur durch Hilfslieferungen und es gibt
keine Möglichkeit, Geld zu verdienen", sagt Zakir. Er wünschte, er
könnte sich und seine Familie selbst versorgen. "Doch wie all die
anderen Flüchtlinge habe ich keine Wahl. Ich bin nirgendwo in
Freiheit - weder in meiner Heimat noch hier in Bangladesch."
Um dem Mangel an sauberem Trinkwasser entgegenzuwirken, startete
vergangenes Wochenende die Schnelleinsatzgruppe für Auslandseinsätze
(FAST) des Arbeiter-Samariter-Bundes nach Bangladesch. Vor Ort
installieren sie mobile Wasserfilteranlagen. Diese reichen aus, um
mehrere Tausend Menschen mit sauberem Wasser zu versorgen. Darüber
hinaus werden die Flüchtlinge darin geschult, die Anlagen
selbstständig zu betreiben und zu warten. "Uns ist es wichtig, dass
die Trinkwasserfilter noch lange funktionieren, auch wenn die Helfer
längst wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind", betont
ASB-Nothilfekoordinator Florian Hauke.
Bündnisorganisationen von "Aktion Deutschland Hilft" versorgen neu
angekommene Flüchtlinge außerdem mit Medikamenten, sichern den Zugang
zu Nahrung und verteilen Hygienepakete, damit sich Krankheiten nicht
ausbreiten.
Gerne vermittelt "Aktion Deutschland Hilft" Interviewpartner.
Bitte kontaktieren Sie die Pressestelle unter 0228/242 92 222 oder
presse@aktion-deutschland-hilft.de. Eine Bildauswahl finden Sie
unter:
https://mediathek.aktion-deutschland-hilft.de/?c=683&k=66950f33c7
Ein Video finden Sie unter: http://ots.de/m8Qx2
Die Fluchtgeschichten von zwei Müttern finden Sie unter:
http://ots.de/RcWiR
"Aktion Deutschland Hilft" ruft zu Spenden für Flüchtlinge in
Myanmar und Bangladesch auf:
Stichwort "Rohingya Myanmar Bangladesch"
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)
Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz,
Mobilfunk höher)
Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 81190 senden
(10 EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, 9,83 EUR davon gehen direkt an
Aktion Deutschland Hilft)
Online spenden unter: www.aktion-deutschland-hilft.de
Kurzprofil Aktion Deutschland Hilft e.V.
"Aktion Deutschland Hilft" ist das 2001 gegründete Bündnis von
deutschen Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre
Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die
beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der
humanitären Hilfe zusammen, um so die bisherige erfolgreiche Arbeit
weiter zu optimieren. Unter einem gemeinsamen Spendenkonto bei der
Bank für Sozialwirtschaft Köln ruft das vom Deutschen Zentralinstitut
für soziale Fragen (DZI) geprüfte und vom Deutschen Spendenrat
zertifizierte Bündnis zu solidarischem Handeln und Helfen im
Katastrophenfall auf. www.aktion-deutschland-hilft.de
Kontakt: Pressestelle:
Aktion Deutschland Hilft e.V.
Tel.: 0228/ 242 92 - 222
Fax: 0228/ 242 92 - 199
E-Mail: presse@aktion-deutschland-hilft.de
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Datum: 30.10.2017 - 15:23 Uhr
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