Kopfläuse - was tun-
ID: 1548078
Fachbereich Gesundheit informiertüber die Behandlung der Parasiten
?Wenn der Befall von Kopfläusen festgestellt wurde, sollte vor allem schnell sichergestellt werden, dass die Läuse sich nicht auf andere Menschen übertragen. Das heißt, die betroffene Person oder das Kind sollte den direkten Kontakt zu anderen Mitmenschen oder Kindern vermeiden. Denn in den meisten Fällen werden die Parasiten direkt von Kopf zu Kopf übertragen ? beim Umarmen beispielsweise?, berichtet Dr. Wasmus. Aber auch eine indirekte Übertragung ist möglich ? über Gegenstände wie Kämme, Haarbürsten, Schals, Kopfbedeckungen bis hin zum Fahrradhelm oder dem Kopfkissen. ?Wenn Kopfläuse nicht mehr direkt an der Kopfhaut sitzen und damit die direkte Nahrung fehlt, sind sie relativ schnell geschwächt und überleben bei Zimmertemperatur in der Regel nicht länger als zwei Tage?, so die Ärztin.
Das reicht allerdings, um die Parasiten zu übertragen ? daher ist eine schnelle Behandlung nötig. Neben dem Läusekamm gibt es eine Reihe wirksamer Mittel in der Apotheke, die auf die Kopfhaut aufgetragen werden und die Parasiten abtöten. In keinem Fall reicht eine einmalige Behandlung aus: ?Der Grund: Die Eier der Kopfläuse, die so genannten Nissen, lassen sich nur schwer abtöten. Sie sind mit einer festklebenden Masse an das wurzelseitige Ende des Haares geklebt. Aus ihnen schlüpfen sieben bis zehn Tage später dann frische Kopfläuse, die so genannten Nymphen, und das Problem beginnt von Neuem?, erklärt Dr. Wasmus. Daher empfiehlt das Robert-Koch-Institut, nach zirka acht bis zehn Tagen die Kopfläuse erneut zu behandeln.
Kopfläuse sind recht schwierig zu erkennen: ausgewachsen sind sie lediglich zwei bis maximal drei Millimeter groß. Die Nymphen schlüpfen mit etwa zwei Millimetern Länge. Schon die Eihüllen sind mit ihrer bräunlichen Färbung gut getarnt. Sie sind weniger als einen Millimeter groß und oval. Verlässt die Nymphe das Ei, bleibt die leere weißliche Hülle zurück ? die leicht mit einer Hautschuppe oder den Resten von Haargel oder Shampoo verwechselt werden kann. Vom Ei bis zur ersten Eiablage der Weibchen vergehen etwa 17 bis 22 Tage. Die Weibchen heften ihre Eier in der Regel nah der Kopfhaut an die Haare. Im Laufe ihres rund vier Wochen langen Lebens können sie 90 bis 140 Eier produzieren ? und am liebsten bleibt die Kopflaus in ihrem natürlichen Lebensraum, dem behaarten Kopf. Bei massivem Befall werden durchaus auch andere behaarte Stellen des Oberkörpers bevölkert: der Bart, die Augenbrauen oder die Achselhaare.
Kopfläuse werden meistens wegen ihrer Stiche erkannt: alle vier bis sechs Stunden sticht die Kopflaus zu und holt sich so ihre Blutnahrung. Das Resultat: Juckende Kopfhaut, rote Ausschläge und Pusteln. Die Stellen hinter den Ohren, am Nacken und an den Schläfen bieten den Parasiten die besten Brutbedingungen ? daher kann hier ein Befall besonders gut erkannt werden.
Wichtig: Wenn bei Erwachsenen oder Kindern, die eine Gemeinschaftseinrichtung besuchen, Kopfläuse festgestellt werden, darf die Einrichtung vorerst nicht mehr besucht werden. Die Einrichtung muss über den Befall informiert werden ? diese ist nach dem Infektionsschutzgesetz dazu verpflichtet, dies dem zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Das Kind oder der Erwachsene darf die Einrichtung erst wieder besuchen, wenn über den oben genannten Zeitraum eine Behandlung ? entweder durch die Eltern oder durch einen Arzt ? erfolgreich war. ?Es ist außerdem natürlich empfehlenswert, auch die Ausstattung der betroffenen Räume, sowohl zu Haus als auch in der Einrichtung, von Läusen zu befreien und eine weitere Ausbreitung zu vermeiden?, rät Dr. Wasmus. Wenn eine Behandlung falsch vorgenommen oder zu früh abgebrochen wird, sind langanhaltende oder auch immer wieder aufkeimende Befälle und Erkrankungen die Folge. ?Es ist wichtig, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen und die Kopfläuse konsequent gemeinsam bekämpft werden?, appelliert Dr. Wasmus. Die wirksame Bekämpfung der Kopfläuse ist nur möglich, wenn Einrichtungen und private Kontaktpersonen über die Ansteckungsmöglichkeit informiert sind. ?Die Scheu vor einer Bekanntgabe hilft den Läusen, sich im Stillen weiter zu verbreiten.?
Der Fachbereich Gesundheit steht Gemeinschaftsunterkünften und natürlich auch allen Betroffenen gern beratend zur Seite: Tel. (0511) 616 24529. Unter dem Stichwort ?Läuse? gibt es auf www.hannover.de Informations- und Merkblätter für Eltern und Gemeinschaftseinrichtungen ? auch in verschiedenen Sprachen.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 06.11.2017 - 15:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1548078
Anzahl Zeichen: 5139
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hannover
Kategorie:
Forschung und Entwicklung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 537 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kopfläuse - was tun-"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Region Hannover (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Mit dem Frühlingbeginn startet der Naturpark Steinhuder Meer in die Saison 2026. Mehr als 50 Veranstaltungsangebote umfasst das diesjährige Jahresprogramm von März bis Dezember.Auch die Ausstellungen an beiden Ufern öffnen ihre Pforten: Die Naturpark-Scheune Steinhude und das Naturpark-Haus Mard
Gedenkstätte Ahlem: Veranstaltungen im März ...
„Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass“ Lesung mit Prof. Ines Geipel Wann: Sonntag, 15. März 2026, 15 Uhr Wo: Calenberger Hof, Göttinger Str. 26, 30982 Pattensen Eintritt: frei Die politischen Koordinaten
Region Hannover mietet ehemaliges Kaufhof-Gebäude an ...
18.000 Quadratmeter auf drei Etagen: Für die BBS Cora Berliner will die Region Hannover das ehemalige Kaufhof-Gebäude an der Seilwinderstraße in der Hannoveraner Innenstadt anmieten. Das haben die Mitglieder des Schulausschusses sowie des Regionsausschusses bereits empfohlen; die Regionsversammlu
Weitere Mitteilungen von Region Hannover
23. Technologie- und InnovationsFORUM beleuchtet den technischen Fortschritt in Unternehmen ...
Wie es Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung gelingt, mit der technischen Entwicklung Schritt zu halten, ist Thema des 23. Technologie- und InnovationsFORUMs. Es findet am Mittwoch, den 15. November, auf dem Campus (Gebäude 57) der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) statt und steh
Medica 2017: Fraunhofer HHI und ARRI Medical zeigen digitales 3D-Operationsmikroskop ...
Das ARRISCOPE ist ein digitales 3D-Operationsmikroskop. Im Rahmen des BMWi-Forschungsprojektes 3DInMed wurde vom Fraunhofer HHI eine Methodik entwickelt, um intraoperativ Messungen mit einer sehr hohen Genauigkeit durchzuführen. Dadurch wird es erstmals möglich, die benötigte Prothesengröße ode
Einladung zur Verleihung des Forschungspreises der Deutschen Wildtier Stiftung: Was macht die Urzeit-Spinne im ewigen Eis? ...
Sie kennen Scrat, Sid, Manny und Ellie aus dem Computeranimationsfilm Ice Age, aber Sie haben noch nichts von Acantholycosa norvegica sudetica gehört? Wenn Sie dieses seltsame Ice Age-Lebewesen näher kennenlernen wollen, dann kommen Sie am 16. November 2017 zur Verleihung des Forschungspreises
Fraunhofer IAO und IBM stellen die Trendstudie»Bank&Zukunft 2017« vor - Banking beyond Digitalization ...
Was passiert mit Banken, nachdem die aktuelle Welle der digitalen Transformation überstanden ist? Womit wollen Banken zukünftig Erträge erzielen, wenn sich die regulatorischen Gegebenheiten und das Wettbewerbsumfeld im traditionellen Geschäft weiter verschärfen? Welche Positionierungsoptionen e




