Ohne Moos nix los / trendence und mobileJob.com beleuchten mit der Studie "Blue Collar in Deutschland" erstmals den außerakademischen Arbeitsmarkt
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Viertel der Beschäftigten in Deutschland aus. Der Forschungsstand zu
den Karriereperspektiven der Arbeitnehmer aus diesem Umfeld ist
bislang allerdings überschaubar. Um diese Lücke zu schließen, legen
mobileJob.com und das trendence-Institut nun die Studie "Blue Collar
in Deutschland" vor. Eines der zentralen Ergebnisse der Untersuchung
für die insgesamt 2.971 Arbeitnehmer befragt wurden: Das Einkommen
spielt für Arbeitnehmer im außerakademischen Umfeld die Hauptrolle
bei der Bewertung ihres Berufs. 82 Prozent von ihnen schreiben dem
Gehalt die zentrale Bedeutung zu, während etwa die soziale
Anerkennung des Jobs im persönlichen Umfeld für mehr als der Hälfte
(53,5 Prozent) egal und für weitere 28 Prozent unwichtig erscheint.
Arbeitszeugnis: Eine gute Drei für den aktuellen Job
Im allgemeinen Kontext geben 97 Prozent aller Befragten an, dass
es für sie grundsätzlich wichtig ist, einen guten Job zu haben. Ginge
es nach dem Schulnotenprinzip würden Arbeitnehmer aus dem "Blue
Collar" Segment ihrem gegenwärtigen Job eine "3 plus" (2,5) geben. Am
zufriedensten mit ihrem gegenwärtigen Beruf sind Mitarbeiter im
Vertrieb (2,2), während Beschäftigte in Logistik- und Call Center
Unternehmen den geringsten Zufriedenheitsgrad (2,8) verzeichnen.
Hauptgründe für Unzufriedenheit im Job sind geringe Bezahlung (64,5
Prozent), fehlende Mitbestimmung (40 Prozent) sowie schlechte
Arbeitszeiten (36,5 Prozent). Leicht davon abweichend: Mitarbeiter in
Gastronomiebetrieben beklagen neben niedrigen Löhnen vor allem zu
lange Arbeitszeiten (63 Prozent). Bei Produktionsarbeitern führen
dagegen monotone Aufgaben zu erhöhter Unzufriedenheit (56 Prozent).
"Akademiker erwarten von ihrem Arbeitgeber eine gute Führung und
die Möglichkeit, sich persönlich weiterentwickeln zu können. Nicht so
die Beschäftigten im außerakademischen Umfeld: Hier ist das Gehalt
der entscheidende Parameter, nach dem sie ihren Job bewerten", so
Caroline Depierre, Research Director von trendence. "Unsere Studie
zeigt: Für sie zählen andere Faktoren als für Akademiker. Diese
sollten Arbeitgeber in ihrer HR Kommunikation stärker
berücksichtigen, wenn sie auf der Suche nach Mitarbeitern im so
genannten Blue Collar Umfeld sind."
Führungskräfte: Fachliche Kompetenz mehr gefragt als emotionale
Intelligenz
Führungskräfte werden im gewerblichen Umfeld auf einer
Schulnoten-Skala von 1 bis 6 mit 2,7 bewertet. Wenn es darum geht,
welche Eigenschaften einen guten Vorgesetzten ausmachen, steht
fachliche Kompetenz an erster Stelle, gefolgt von Fairness und
Verlässlichkeit. Emotionale Faktoren wie Einfühlsamkeit oder Härte
spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Als Grund für
Unzufriedenheit mit ihrem Job geben indes nur ein Viertel der
Befragten ihren Vorgesetzten an.
Zusatzleistungen: Lieber volle Netto-Lohntüte, als indirekte
Brutto-Leistungen
Zusatzleistungen gelten vielen Arbeitgebern als wichtige
Argumente, um begehrte Arbeitskräfte von sich zu überzeugen. Das gilt
auch für den gewerblichen Arbeitsmarkt. Während aber im akademischen
Umfeld vor allem Lösungen gefragt sind, die sich um die Attraktivität
der Aufgabe, persönliche Entwicklungsmöglichkeiten sowie um eine
ausgewogene Work-Life-Balance drehen, geht es im außerakademischen
Bereich vor allem um monetäre Anreize. So ist beispielsweise für 68
Prozent ein 13. Monatsgehalt wichtig, für 71 Prozent Urlaubsgeld und
für 72 Prozent Weihnachtsgeld. Im Vergleich dazu: Zusätzliche
Urlaubstage sind für 48 Prozent egal oder unwichtig. Selbst
vermögenswirksame Leistung (für mehr als die Hälfte egal oder
unwichtig), Zuschüsse zu medizinischen Leistungen oder Fahrtkosten
sind für die Mehrheit uninteressant, weil sie nicht als Netto-Beträge
direkt in der Lohntüte landen, sondern meist gleich vom Bruttogehalt
abgezogen werden.
Das monetäre Motiv zieht sich bis zur Bewertung von Arbeitszeit
durch. Fast zwei Drittel (63 Prozent) der Studienteilnehmer würden
Arbeitszeit dementsprechend nicht gegen mehr Gehalt eintauschen.
Dagegen ist der Tausch eines Wochentages mit einem Arbeitstag am
Wochenende für 37 Prozent zu seltenen Anlässen und für ein Drittel
oft oder regelmäßig denkbar.
Soziale Netzwerke werden verstärkt für Jobsuche genutzt
Was für Akademiker längst gilt, ist auch für Kandidaten auf dem
gewerblichen Arbeitsmarkt erste Quelle der Jobsuche: das Internet.
Drei Viertel der Kandidaten suchen auf Online Jobbörsen wie
mobileJob.com nach neuen Herausforderungen. Bei den Teilnehmern unter
30 Jahren sind es sogar 81 Prozent. 44 Prozent suchen zudem auf
Karriere-Webseiten von Unternehmen. Nur noch 42 Prozent bemühen
Printmedien. Interessant: Soziale Netzwerke wie Facebook sind
deutlich auf dem Vormarsch, was Karrierethemen betrifft. 36 Prozent
der Befragten suchen auch hier nach Jobs. Besonders hoch ist der
Anteil der "Social-Jobsucher" in der Gastronomie (49 Prozent), im
Call Center Bereich (43 Prozent) und in der Logistik (45 Prozent).
Jobsuche nach Feierabend auf der Couch
Während Akademiker oft auch während der Arbeitszeit nach neuen
Herausforderungen suchen, geben 76 Prozent der gewerblichen
Kandidaten an, dass sie erst nach Feierabend aktiv werden. An einem
Wochentag suchen indes 54 Prozent nach Jobs, 46 Prozent am
Wochenende. Interessant die Abweichung bei den mobilen Nutzern, die
ihr Smartphone zur Jobsuche einsetzen. 78 Prozent von ihnen suchen
vornehmlich an Wochentagen.
"Wenn Arbeitsmarktexperten über den Fachkräftemangel in
Deutschland diskutieren, wird vielfach vergessen, dass die meisten
Arbeitgeber der Schuh vor allem im Blue Collar Bereich drückt. Um
hier erfolgreich auf Mitarbeitersuche zu gehen, bedarf es Daten und
Fakten rund um diese Kandidaten. Unsere Studie zeigt, dass der Blick
auf die Karriere im außerakademischen Umfeld ein ganz eigener ist.
Hier geht es um harte Argumente wie Gehalt, monetäre
Netto-Zusatzleistungen oder konkrete Mitbestimmung. Arbeitgeber haben
ihre Employer Brands aber oft hauptsächlich an den Bedürfnissen
akademischer Kandidaten ausgerichtet. Sie sollten ihre Positionierung
zielgruppengerecht anpassen, wenn sie zukünftig so knappe
Arbeitskräfte wie Pflegekräfte, Call Center Agents oder
Logistikmitarbeiter einstellen möchten", sagt Steffen Manes,
Geschäftsführer von mobileJob.com, gemäß dem jüngst erschienenen
Ranking der Bewertungsplattform Jobbörsen-Kompass, der marktführende
Recruitingkanal im Blue Collar Segment.
Über die Studie
Für die Studie "Blue Collar Deutschland" befragte das trendence
Institut gemeinsam mit mobileJob.com 2.971 Beschäftigte, die dem
außerakademischen Arbeitsmarkt zuzuordnen sind. Die Befragten waren
zum Zeitpunkt der Befragung (Juni/Juli 2017) zwischen 16 und 65 Jahre
alt. 84 Prozent von ihnen arbeiteten in Voll- und 16 Prozent in
Teilzeit. 82 Prozent der Teilnehmer standen in einem unbefristeten
Angestelltenverhältnis. Mit 78 Prozent ist der Anteil der männlichen
Teilnehmer vergleichsweise hoch. Gesondert wurden die Berufsfelder
Call Center, Chemie, Gastronomie, Gebäudemanagement, Handel, IT,
Logistik, Maschinenbau, Öffentlicher Dienst, Pflege, Produktion,
Sicherheit, Vertrieb, Werbung, Transport, verarbeitende Industrie
sowie Versicherungswesen betrachtet.
Über mobileJob.com
mobilejob.com mit Sitz in Berlin ist die erste funktionierende
Recruiting-Lösung für den gewerblichen Arbeitsmarkt. Dabei richtet
sich die Lösung an Arbeitgeber, die Mitarbeiter von der Pflege- und
Servicekraft über die Einzelhandelskauffrau bis hin zum Lageristen
oder Call Center Agent suchen. Wie der Unternehmensname bereits
vermuten lässt, bringt mobilejob.com den Bewerbungs- und
Einstellungsprozess komplett auf mobile Endgeräte, vom verstaubten
aber immer noch funktionstüchtigen Nokia-Handy über das Smartphone
bis hin zum Tablet. Dabei bildet mobilejob.com gleich die komplette
Bewerbung inklusive Expresslebenslauf und erstem Kontakt über mobile
Endgeräte ab. mobilejob.com wurde 2014 von Steffen Manes und Kai
Daniels gegründet und zählt derzeit mehr als 1.500 Arbeitgeber zu
seinen Kunden.
Über trendence
trendence ist ein unabhängiges Beratungs- und
Marktforschungsunternehmen für Employer Branding und
Personalmarketing mit fast 20 Jahren Erfahrung. Aus unseren Studien
kennen wir die Karrierepläne und Wunscharbeitgeber von drei Millionen
jungen Bewerbern weltweit. Die Ergebnisse dieser Studien sind für
Arbeitgeber Basis ihrer Entscheidungen im Employer Branding und
Personalmarketing, indem sie detaillierte Informationen über
potenzielle Bewerber liefern. Besondere Aufmerksamkeit erfahren die
Rankings der beliebtesten Arbeitgeber, die Top 100. Sie dienen
Arbeitgebern, Bewerbern und Medien gleichermaßen als Orientierung und
Benchmark. trendence veröffentlicht außerdem Karriereratgeber für
Schüler und Studierende, um ihnen die Berufsorientierung zu
erleichtern.
Pressekontakt:
STAMMPLATZ Kommunikation
Sascha Theisen
Tel. 0221/34668237
Mobil 0175/2453512
E-Mail: theisen@stammplatz-kommunikation.de
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Datum: 07.11.2017 - 09:00 Uhr
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