Verwendung von fluorierten Treibhausgasen im Jahr 2016 deutlich geringer

Verwendung von fluorierten Treibhausgasen im Jahr 2016 deutlich geringer

ID: 1549346
(ots) - Im Jahr 2016 haben Unternehmen in Deutschland 8
974 Tonnen Fluorkohlenwasserstoffe (F-Gase) verarbeitet, die als
klimawirksame Treibhausgase eingestuft werden. Wie das Statistische
Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag die verwendete Menge um rund 373
Tonnen oder 4,0 % unter dem Wert von 2015. Treibhausgase tragen zur
Klimaveränderung bei und nehmen Einfluss auf die Erderwärmung.
Klimawirksam werden diese Stoffe allerdings erst, wenn sie in die
Atmosphäre freigesetzt werden. Daher gilt die Verwendung dieser
Stoffe als potenziell klimarelevant.

Der Einfluss der einzelnen Treibhausgase auf die Klimaveränderung
ist unterschiedlich hoch. Als Bezugsgröße dient die Klimawirksamkeit
von Kohlendioxid (CO2) mit einem Erwärmungspotenzial ("Global Warming
Potential", kurz: GWP) von "1". Die 2016 verwendete Menge entspricht
insgesamt rund 15,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. Diese Menge
gelangte allerdings nicht vollständig in die Atmosphäre, da die Gase
auch in geschlossene Systeme gefüllt und damit (vorerst) nicht als
Emission freigesetzt werden. Die in Deutschland in die Atmosphäre
freigesetzte Menge von klimawirksamen Gasen belief sich nach
vorläufigen Berechnungen des Umweltbundesamtes im Jahr 2016 auf rund
906 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Der Anteil der
Fluorkohlenwasserstoffe an diesen Gesamtemissionen betrug rund 12
Millionen Tonnen CO2-Äquivalente oder rund 1,3 %.

Die Europäische Union hat in der sogenannten F-Gas-Verordnung
geregelt, dass die Verwendung von klimawirksamen
Fluorkohlenwasserstoffen ab 2015 bis 2030 um rund 80 % gegenüber dem
Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2012 verringert werden muss. Darüber
hinaus hat die internationale Gemeinschaft mit den Beschlüssen von
Paris im Dezember 2015 sowie 2016 in Kigali (Ruanda) und Marrakesch
(Marokko) weitergehende Einschränkungen der Verwendung von


klimawirksamen Gasen vereinbart, um die weitere Erwärmung der
Erdatmosphäre zu begrenzen.

Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und
Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes
unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.


Weitere Auskünfte gibt:
Hannelore Scherff,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 82 11,
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Datum: 09.11.2017 - 08:00 Uhr
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