Wohnungslosigkeit: Paritätischer unterstützt Forderungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe
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unterstreichen die heute von der BAG Wohnungslosenhilfe vorgelegten
Befunde den dringenden Handlungsbedarf am Wohnungsmarkt. Neben der
schnellstmöglichen Schaffung preiswerten Wohnraums und Maßnahmen zur
Prävention von Wohnungsverlust fordert der Paritätische eine
grundlegende Reform des Wohnungsmarktes.
"Die schnellstmögliche Schaffung preiswerten Wohnraums ist das A
und O, aber Bauen reicht dafür sicher nicht aus. Der Staat muss auch
Belegrechte sichern, Wohnraum zurück kaufen und konsequent vorgehen
gegen Leerstände, die nur Spekulationszwecken dienen", so Ulrich
Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes.
Für eine nachhaltige Lösung des Problems brauche es dringend eine
Entfristung der Sozialbindung im öffentlich geförderten Wohnungsbau
und dort, wo die Sozialbindung bereits ausgelaufen sei, müsse der
Staat aktiv Belegrechte zurückkaufen.
Die Anstrengungen zum Schutz vor Wohnungsverlust müssen nach
Ansicht des Paritätischen deutlich verstärkt werden, u.a. durch
Regelungen zur Mietschuldenübernahme im SGB II, einen Ausbau von
Beratungsangeboten und eine effektivere Kooperation und Vernetzung
von Kommunen, freien Trägern und Wohnungsunternehmen vor Ort.
Räumungsklagen und Zwangsräumungen gelte es konsequent zu verhindern.
Mittelfristig sei eine Strategie zur Reform des Wohnungsmarktes
notwendig. Die Wiedereinführung des 1990 abgeschafften gemeinnützigen
Wohnungsbaus ist nach Ansicht des Paritätischen das Gebot der Stunde:
"Wir müssen strategisch Weichen stellen, wie wir den Wohnungsmarkt
bedarfsgerecht weiter entwickeln können. Für den Paritätischen sind
gemeinnütziger Wohnungsbau und eine gemeinnützige Wohnungswirtschaft
als Alternative zum gewinnorientierten Wohnungsmarkt unabdingbar. Wir
müssen den Wohnungsmarkt langfristig gemeinwohlorientiert gestalten
und dürfen ihn nicht allein den Profitinteressen weniger überlassen",
so Schneider.
Pressekontakt:
Gwendolyn Stilling, Tel. 030/24636305, e-Mail: pr@paritaet.org
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Datum: 14.11.2017 - 12:55 Uhr
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