"Heimat und die Fremden" - Thema des Jahres beim Theodor-Wolff-Preis / Journalistenpreis der deutschen Zeitungen ausgeschrieben
ID: 1555842
Theodor-Wolff-Preis (TWP) ist erneut ausgeschrieben. Bewerber müssen
ihre Arbeiten bis spätestens 31. Januar 2018 einreichen. Mit dem
Preis für herausragenden deutschen Zeitungsjournalismus werden
Autoren ausgezeichnet, die "das Bewusstsein für Qualität und
Verantwortung journalistischer Arbeit lebendig erhalten".
Je ein Preis der vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger
(BDZV) getragenen Auszeichnung wird für Artikel aus den Kategorien
Lokales, Reportage und Meinung vergeben, ein weiterer Preis für das
von der Jury gesetzte Thema des Jahres: "Heimat und die Fremden".
Jeder Preis ist mit 6.000 Euro dotiert. Es können Beiträge
eingereicht werden, die im Jahr 2017 in einer deutschen Tages-,
Sonntags- oder politischen Wochenzeitung gedruckt oder online
erschienen sind. Die Jury wird am 10. April 2018 pro Preis drei
mögliche Gewinner nominieren die eigentlichen Preisträgerinnen und
Preisträger werden am Abend der offiziellen Verleihung am 20. Juni in
Berlin bekannt gegeben.
Anlässlich der Ausschreibung erinnerte der Geschäftsführer des
TWP-Kuratoriums, Hans-Joachim Fuhrmann, an das Schicksal des
Sonderpreisträgers 2017: "Der Türkei-Korrespondent der 'WELT', Deniz
Yücel, sitzt seit einem Dreivierteljahr ohne Anklage in türkischer
Haft", sagte Fuhrmann. Jury und Kuratorium für den
Theodor-Wolff-Preis hätten bei der Bekanntgabe im April ein Zeichen
für die Pressefreiheit gesetzt, die in der Türkei und vielen anderen
Ländern der Welt mit Füßen getreten werde. "Der Umgang mit Yücel ist
ein Skandal", kritisierte Fuhrmann und forderte die sofortige
Freilassung des Journalisten.
Mitglieder der Jury sind: Nikolaus Blome (Stellvertretender
Chefredakteur Politik und Wirtschaft "Bild" und bild.de), Wolfgang
Büscher (Ressortleiter Investigation/Reportagen "Die Welt"/"Welt am
Sonntag"), Dr. Markus Günther (Autor "Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung"), Christian Lindner (Autor), Lorenz Maroldt,
(Chefredakteur "Der Tagesspiegel", Berlin), Professor Bernd Mathieu
(Chefredakteur "Aachener Zeitung" und "Aachener Nachrichten"),
Annette Ramelsberger (Gerichtsreporterin, "Süddeutsche Zeitung",
München), Anja Reich (Chefreporterin "Berliner Zeitung") und Cordula
von Wysocki (Chefredakteurin "Kölnische Rundschau").
Details zur Einreichung: Bewerber, die aus allen Sparten des
Journalismus stammen können, reichen einen Beitrag selbst oder durch
Dritte ein. Jeder Bewerber kann einen Artikel oder eine Themenseite
einreichen; wird eine Serie ausgewählt, so dürfen an dieser nicht
mehr als zwei Autoren beteiligt sein. Wer schon einmal mit dem
Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet wurde, kann sich nicht ein zweites
Mal darum bewerben.
Auf der Grundlage der von Theodor Wolff gesetzten Maßstäbe -
demokratische und gesellschaftspolitische Verantwortung, politischer
Sensus, gründliche Recherche, eingehende Analyse und breite
Information sowie Vorbildlichkeit in Sprache, Stil und Form - werden
Beiträge ausgezeichnet, die ein bedeutsames Thema behandeln oder
wegen ihres Neuigkeitsgehalts und der Art der Präsentation für einen
wachen Journalismus beispielhaft erscheinen. Hierfür eignen sich
besonders die klassischen journalistischen Stilformen -
Hintergrundbericht, Reportage, Feature, Kommentar, Glosse und
Leitartikel.
Die Namen der gut 450 Preisträger seit 1962 sowie weitere Hinweise
zur Bewerbung finden Sie im Internet unter https://www.bdzv.de/twp.
Pressekontakt:
Hans-Joachim Fuhrmann
Telefon: 030/ 726298-210
E-Mail: fuhrmann@bdzv.de
Anja Pasquay
Telefon: 030/ 726298-214
E-Mail: pasquay@bdzv.de
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Datum: 27.11.2017 - 13:43 Uhr
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