Weihnachten: Kein Umtausch von Tieren
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ein Aquarium ganz oben auf dem Wunschzettel zu Weihnachten. Der
Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) warnt jedoch
davor, Tiere als Überraschung zu verschenken: "Heimtiere sind keine
Geschenke, die bei Nicht-Gefallen einfach umgetauscht oder
zurückgegeben werden können", sagt ZZF-Präsident Norbert Holthenrich.
"Wer ein Heimtier halten möchte, muss sich gut über die grundlegenden
Bedürfnisse des Tieres informieren. Nur wenn die ganze Familie mit
dem neuen Hausgenossen einverstanden ist, kann das Tier zur
Lebensfreude beitragen."
Wichtige Fragen sind, ob das gewünschte Heimtier zur eigenen
Lebenssituation passt und sich mit beruflichen Verpflichtungen
vereinbaren lässt. Familien sollten sich einigen, wer regelmäßig
Gassi geht, die Katzentoilette, die Voliere oder das Gehege reinigt.
Wo bekommt das Tier oder das Aquarium seinen Platz? Wer kann das Tier
während des Urlaubs betreuen? "All diese Fragen sind am besten vor
der Anschaffung zu klären, damit der Beschenkte nicht nach kurzer
Zeit das Interesse verliert und das Tier im Tierheim landet", so
Norbert Holthenrich.
Eine gründliche Vorbereitung hat auch ganz praktische Gründe:
Angehende Aquarianer sollten sich zunächst Gedanken über die Größe
und den Typ des Aquariums machen. Zur Auswahl stehen Artaquarien,
Gesellschaftsaquarien, in denen verschiedene Fischarten zusammen
leben, Garnelenaquarien oder ein reines Pflanzenaquarium. Das Becken
muss mindestens vierzehn Tage vollständig eingerichtet und bepflanzt
sein. Zu installieren und einzuschalten sind auch Filter und Heizung,
tagsüber auch die Beleuchtung. Dann testet am besten ein
Zoofachhändler die Wasserqualität. Erst wenn sich im Filter Bakterien
gebildet haben, die Schadstoffe abbauen, dürfen die Zierfische
eingesetzt werden.
Ziervögel fühlen sich schnell heimisch, wenn ihre Voliere mit
Zubehör und Vogelsand, Futter sowie frischem Wasser vorbereitet ist.
Auch Gehege für Kleinsäuger sollten für die Neuankömmlinge aufgebaut
und mit Einstreu, Stroh, Futter und Wasser sowie einem oder mehreren
Häuschen als Rückzugsmöglichkeiten eingerichtet sein.
In den ersten Tagen im neuen Heim benötigen alle Heimtiere viel
Ruhe. An der Einrichtung sollte daher erst einmal nichts geändert
werden, weil die Tiere auf zu viel Neues mit Stress reagieren.
Für Terrarientiere wie Schildkröten, Schlangen oder Bartagamen ist
es lebenswichtig, dass Art und Größe des Terrariums, seine
Einrichtung und die Wärme- und Lichtversorgung schon beim Einzug
genau auf ihre Lebensbedürfnisse abgestimmt sind. "Die meisten
Reptilienkrankheiten können vermieden werden, wenn die Tiere richtig
vergesellschaftet und ernährt sind und die Terrarieneinrichtung
stimmt", erklärt Norbert Holthenrich.
Für Hunde und Katzen seien die zumeist trubeligen Weihnachtstage
als Einzugstermin nicht geeignet, weil sich Tier und Halter nicht in
Ruhe kennen lernen können. Holthenrich empfiehlt: "Haben sich die
Tierfreunde nicht rechtzeitig vor dem Fest entschieden, können sie
zunächst Literatur über die gewünschte Tierart oder einen Gutschein
verschenken."
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Pressekontakt:
Antje Schreiber
Telefon 0611/447553-14
Marie-Christin Gronau
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Datum: 01.12.2017 - 11:00 Uhr
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