NDR Rundfunkrat stimmt Wirtschaftsplan 2018 zu
ID: 1558051
dem Wirtschaftsplan 2018 des NDR zugestimmt. Eine Woche zuvor hatte
bereits der Verwaltungsrat die Planung gebilligt. Der Haushalt für
den Vier-Länder-Sender sieht im kommenden Jahr Aufwendungen in Höhe
von etwa 1,2 Mrd. Euro vor. Ihnen stehen erwartete Erträge im Umfang
von rund 1,1 Mrd. Euro gegenüber. Handelsrechtlich ergibt sich für
2018 ein Fehlbetrag von 120 Mio. Euro, der jedoch vollständig aus dem
Eigenkapital gedeckt ist. Dazu trägt wesentlich die in den Jahren
2013 bis 2016 angesparte Beitragsrücklage bei. Unter Einrechnung der
kompletten Beitragsrücklage und ohne die bilanziellen
Mehraufwendungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
(BilMoG), die nicht in die Rundfunkbeitragsbemessung durch die KEF
eingeflossen sind, rechnet der NDR in seinem operativen Haushalt für
2018 mit einem Fehlbetrag in Höhe von knapp 11 Mio. Euro. Dabei ist
berücksichtigt, dass der NDR einen Teil der 2018 geplanten Erträge
einer neuen Rücklage für Beitragsmehrerträge zuführen und bis Ende
2020 nicht zur Deckung seiner Aufwendungen verwenden wird. Damit
setzt der NDR eine Vorgabe der Länder-Ministerpräsidentenkonferenz
um. In die neue Rücklage fließen 2018 rund 16 Mio. Euro.
Der NDR wird im Jahr 2017 eine Verbesserung in voraussichtlich
dreistelliger Millionenhöhe aus dem Abschluss eines neuen
Tarifvertrags für die Altersversorgung erzielen. Der Tarifvertrag
trägt außerdem dazu bei, künftige Zahlungen der Betriebsrenten zu
begrenzen. Diese positive Entwicklung wird helfen, den
Beitragszeitraum bis 2020 finanziell auszugleichen.
Wofür der NDR im kommenden Jahr seine Mittel einsetzen will, ist
detailliert im Wirtschaftsplan 2018 dargelegt. Die Programmetats
sehen einen Inflationsausgleich vor, wichtig u. a. für die
Produzenten etwa in den Genres Fiktion, Unterhaltung und
Dokumentation, aber auch für die freien Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, die aus den Programmetats bezahlt werden. Für die Etats
der allgemeinen Sachkosten sind im Plan keine linearen Steigerungen
vorgesehen.
Bei der Personalentwicklung setzt der NDR seine bereits 1994
begonnenen Anstrengungen zur Reduzierung seiner Fixkosten fort und
reduziert die Zahl der Planstellen weiter: 2018 werden 5 Stellen
sozialverträglich abgebaut. Damit wird es im Norddeutschen Rundfunk
2018 noch 3.396 Planstellen geben. Seit 1994 hat der NDR damit rund
17 Prozent seiner Stellen abgebaut.
Lutz Marmor, NDR Intendant: "Der Wirtschaftsplan 2018 bietet eine
gute Grundlage für erfolgreiche Programme. Wir gehen zuversichtlich
in ein spannendes Jahr 2018, das von innerbetrieblichem Umbau und
vielen Reformschritten geprägt sein wird."
Dr. Günter Hörmann, Vorsitzender des NDR Rundfunkrats: "Der
Rundfunkrat hat den Wirtschaftsplan des NDR eingehend geprüft und
beraten. Die Prioritäten sind richtig gesetzt: weiter sparen,
verantwortungsvoll mit den Einnahmen umgehen und vor allem den
Menschen im Norden attraktives Programm bieten. Diese Strategie
unterstützen wir."
Zum Hintergrund: Die Erträge aus dem Rundfunkbeitrag bilden nach
wie vor die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle des NDR. Im Oktober
2016 hatten die Länder-Regierungschefs entschieden, den monatlichen
Rundfunkbeitrag auch ab 2017 in der derzeitigen Höhe von 17,50 Euro
beizubehalten. Die von der Kommission zur Ermittlung des
Finanzbedarfs (KEF) festgestellten Beitragsmehrerträge, die ab dem
Jahr 2017 zufließen, stellt der NDR in eine Rücklage ein, um sie für
die Beitragsperiode 2021 bis 2024 zurückzulegen. Im Gegenzug hat der
NDR berücksichtigt, dass er nach den Vorgaben der KEF über die in den
Jahren 2013 bis 2016 angesparte Beitragsrücklage ab 2017 zur Deckung
seiner Aufwendungen verfügen darf. Der NDR verwendet damit in den
kommenden vier Jahren genau die Erträge, die ihm die KEF zugestanden
hat.
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Datum: 01.12.2017 - 15:13 Uhr
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