Schwäbische Zeitung: Bizarre Parallelwelt - Kommentar zur G20-Krawalle
ID: 1559281
lange als "politischer Aktivismus" verharmlost worden, als ob Gewalt
eine legitime Ausdrucksform von Politik sein könnte. Die Krawalle im
Umfeld des Hamburger G20-Gipfels haben diese Haltung zumindest ein
Stück weit verändert. Erste Urteile gegen verhaftete Randalierer
zeugen nicht von einer Kuscheljustiz: Gerade ist ein 30-Jähriger, der
in Hamburg Polizisten mit Steinen beworfen hatte, zu drei Jahren und
drei Monaten Haft verurteilt worden.
Reaktionen von jenen, die sich als "linke Szene" verstehen,
klingen indes wie aus einer bizarren Parallelwelt. Dort gefällt man
sich in der Rolle der verfolgten Unschuld. So beklagte die Sprecherin
der "Interventionistischen Linken" jetzt ein "massives Gewaltproblem"
- und zwar bei der Polizei. Und die Grüne Jugend in Göttingen
bezeichnete die dortigen Durchsuchungen als "skandalöse politische
Inszenierung". In dieser Denkweise soll der Protest gegen den
G20-Gipfel durch den Einsatz von Polizei und Justiz delegitimiert
werden.
Richtig ist genau das Gegenteil: Nichts hat dem Anliegen der
Demonstranten in Hamburg mehr geschadet als die blinde Gewalt aus den
eigenen Reihen.
Pressekontakt:
Schwäbische Zeitung
Redaktion
Telefon: 0751/2955 1500
redaktion@schwaebische-zeitung.de
Original-Content von: Schwäbische Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 05.12.2017 - 21:34 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1559281
Anzahl Zeichen: 1584
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ravensburg
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 563 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwäbische Zeitung: Bizarre Parallelwelt - Kommentar zur G20-Krawalle"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Schwäbische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Schwäbische Zeitung
Rheinische Post: Kommentar / Eigentor bei RWE = Von Antje Höning ...
Die Energiebranche war schon immer höchst politisch. Die Spielregeln, die der Staat für Erzeugung, Netze und Haftung setzt, haben großen Einfluss aufs Geschäft. Entsprechend eifrig versuchen Konzerne, Einfluss zu nehmen - nicht immer auf zulässige Weise. RWE hatte in der Vergangenheit schon
Rheinische Post: Kommentar / Mehr Ganztag, mehr Verbindlichkeit = Von Frank Vollmer ...
Deutsche Grundschüler liefern seit 15 Jahren ordentliche Leseleistungen ab. Das ist die gute Nachricht der neuen Vergleichsstudie Iglu. Es ist auch schon fast die einzige gute Nachricht. Denn die Leistungen stagnieren, Deutschland fällt zurück, vor allem aber wird die Kluft zwischen guten und
Stuttgarter Nachrichten: zu den Protesten gegen Primark ...
Nur weil Primark in seinen Filialen in Europa mit extrem aggressiven Preisen auffällt, bedeutet das nicht, dass die Firma auch bei den Produktionsbedingungen oder den Löhnen in Asien negativ heraussticht. In den Trümmern der eingestürzten Fabrik in Bangladesch wurden neben Primark-Pullovern a
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Lesestudie ...
Hilfe, schon wieder eine Schul-Studie: Seit dem Pisa-Schock im Jahr 2001 geht ein kollektives Zucken durch die Bildungspolitik, wenn wieder einmal eine Erhebung ansteht. Denn gute Noten gab es nur selten. Das scheint auch diesmal wieder so zu sein. Fast jeder Viertklässler kann nicht gut lesen




