Der Weg zum nachhaltigen Weihnachtsbaum
ID: 1559521
diesem Jahr stellen sich Millionen Haushalte in Deutschland wieder
viele Fragen rund um den Weihnachtsbaum, damit das schönste Fest im
Jahr kommen kann:
1. Woher bekomme ich meinen Weihnachtsbaum rechtzeitig bis
Heiligabend?
2. Welcher Baum ist der richtige?
Mindestens genauso wichtig sollte jedoch die Frage sein: Kann ich
verhindern, dass mein Baum der Umwelt schadet oder anderen Menschen?
Denn was viele Verbraucherinnen und Verbraucher nicht wissen:
Weihnachtsbäume stammen in der Regel nicht aus dem Wald. Rund 85
Prozent der in Deutschland angebotenen Bäume stammen aus
Weihnachtsbaumkulturen, die auf landwirtschaftlicher Fläche stehen.
Dort gelten in Bezug auf Düngemittel und Pestizide die Regeln, die
auch für konventionelle Landwirtschaft gelten. So wundert es kaum,
dass der Baum vom Straßenverkauf um die Ecke oft aus intensiv
bewirtschafteten Plantagen stammt, in denen die Bäume mit viel Dünger
und Pestiziden hochgezogen werden, um am Ende satt, grün und mit
vollem Geäst verkauft zu werden. Steht so ein Baum dann im
Wohnzimmer, enthält er oft noch Rückstände von den Düngemitteln und
Pestiziden. Einige Bäume, die von der Umweltorganisation BUND
untersucht wurden, wiesen sogar Rückstände des Pflanzengiftes
Glyphosat auf, welches derzeit in der öffentlichen Debatte viel
diskutiert wird.
Eine natürlichere Alternative zum hochgezüchteten Weihnachtsbaum
aus intensiv bewirtschafteten Kulturen sind FSC-zertifizierte
Weihnachtsbäume. Diese stammen aus Kulturen die nach den
Anforderungen des FSC (Forest Stewardship Council), dem
anspruchsvollsten Zertifikat für ökologische und sozial
verantwortungsvolle Forstwirtschaft, bewirtschaftet werden. Pestizide
sind in diesen Kulturen verboten, genauso wie künstliche Düngemittel.
Zudem dürfen die Anbauflächen nicht den natürlichen Wald verdrängen
und ihre Flächenausdehnung ist begrenzt. Die Aufzucht dieser
FSC-zertifizierten Bäume ist für den Förster deutlich aufwendiger,
als für den Landwirt auf dem Weihnachtsbaumacker, da die Bäume ohne
Gift und chemischen Dünger langsamer wachsen und intensiver Pflege
bedürfen. Für Verbraucher bieten FSC-zertifizierte Weihnachtsbäume
jedoch ein ungetrübtes Weihnachtsvergnügen, mit der Sicherheit ein
Naturprodukt ohne Rückstände gefährlicher Stoffe im Wohnzimmer zu
haben. Die FSC-Zertifizierung sichert darüber hinaus, dass die
Umweltbelastung durch den Anbau gering bleibt und dass für die
Bediensteten in den Forstbetrieben hohe soziale Standards eingehalten
werden.
Umweltbewusste Verbraucher können bei der Suche nach einem
Öko-Weihnachtsbaum zudem auch auf die in der Landwirtschaft gängigen
Bio-Siegel vertrauen. Jedoch sind Weihnachtsbaume aus kontrollierter
verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung und auch die aus
Bio-Landwirtschaft nicht an jeder Ecke zu bekommen. Wer also einen
Natur-Baum ohne Gift haben will, muss sich etwas umsehen wo
entsprechende alternative Weihnachtsbäume angeboten werden. Die
Umweltorganisation Robin Wood, hat dazu auch in diesem Jahr wieder
eine Einkaufshilfe veröffentlicht: http://ots.de/9zLAV
Wer keinen FSC-Forstbetrieb oder Bio-Bauern mit einem
entsprechenden Weihnachtsbaumangebot in seiner Nähe hat, kann in
diesem Jahr auch erstmalig FSC-zertifizierte Weihnachtsbäume online
bestellen. Für Onliner gibt es bei pflanzmich.de u.a.
FSC-zertifizierte Nordmanntannen (http://ots.de/XdpHV), die dann
direkt Nachhause geliefert werden. Für ungetrübte Weihnachtsfreude
und ein besinnliches und schönes Weihnachtsfest.
Gewinnspiel: Gewinne einen FSC-zertifizierten Weihnachtsbaum
FSC Deutschland und pflanzmich.de verlosen zusammen eine
FSC-zertifizierte Nordmanntanne. Vom 6.-11. Dezember 2017 sucht der
FSC auf seiner Facebook-Seite (@FSC.Deutschland) das schönste Foto
aus einem FSC-zertifizierten Wald. Unter den fünf schönsten Bildern
wird dann die Gewinnerin/der Gewinner gezogen.
Über FSC:
Der Forest Stewardship Council® (FSC®) ist eine internationale,
gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, mit Hilfe eines Siegels
ökologisch und sozial verantwortliche Waldbewirtschaftung global auf
Produkten sichtbar zu machen. Weltweit sind über 199 Millionen Hektar
Wald FSC-zertifiziert, in Deutschland sind es rund 1,2 Million Hektar
Wald (Stand: September 2017).
In deutschen Wäldern steht der FSC u.a. für eine Waldwirtschaft,
die den Wald nicht übernutzt, die biologische Vielfalt fördert und
ohne Kahlschläge, Gentechnik und Pestizide auskommt. FSC setzt sich
hier für die Mehrung natürlicher Mischwälder, für den Schutz seltener
Arten und Ökosysteme sowie für faire Entlohnung und mehr
Bürgerbeteiligung ein. Als einziges Waldzertifizierungssystem wird
FSC von Umwelt - und Sozialverbänden wie z.B. WWF, Greenpeace, NABU,
BUND und IG BAU, IG Metall unterstützt. Die Zertifikatsvergabe
erfolgt durch unabhängige Dritte und wird jährlich überprüft.
Pressekontakt:
Lars Hoffmann, Tel.: 0761-3865368, E-Mail:
lars.hoffmann@fsc-deutschland.de
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Datum: 06.12.2017 - 11:48 Uhr
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