NABU fordert Vorreiterrolle der Europäischen Union zum Schutz der Biodiversität
ID: 156041
NABU fordert Vorreiterrolle der Europäischen Union zum Schutz der Biodiversität
Tschimpke: Neuer Anlauf zum Stopp des Artensterbens ist überfällig
Die erst kürzlich veröffentlichte UN-Studie "The Economics of Ecosystems and Biodiversity" (TEEB) hat gezeigt, dass der Verlust von Arten, Lebensräumen und natürliche Ressourcen die Menschheit teuer zu stehen kommt. Allein die Zerstörung der Korallenriffe durch die Übersäuerung der Meere vernichtet die Lebensgrundlagen von 500 Millionen Menschen und führt zu wirtschaftlichen Verlusten von etwa 170 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Durch die Zerstörung von Schutzgebieten und den Raubbau an Ressourcen entstehen jährlich Schäden von vier bis fünf Billionen US-Dollar, während mit Investitionen eines Zehntels dieser Beträge die Leistungen der Ökosysteme weltweit erhalten werden könnten. Die Kommission hat daher den Rahmen für mögliche neue Ziele zum Schutz der biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2020 sowie eine Vision bis 2050 vorgelegt.
Dringenden Handlungsbedarf sieht die Kommission unter anderem bei der Schließung der immer noch bestehenden Lücken im europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000, der besseren Finanzierung der Schutzgebiete und der Integration von Umweltbelangen in Bereiche wie Agrar-, Fischerei- und Strukturpolitik. "Die EU muss nicht nur beim Klimaschutz, sondern auch beim Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme Vorreiter sein und sich zu ihrer internationalen Verantwortung bekennen", so NABU-Europaexperte Claus Mayr. Zudem habe das Scheitern des 2010-Zieles gelehrt, dass die neuen Ziele schnellstens verabschiedet und in den Mitgliedstaaten konsequent umgesetzt werden müssten. "Es bedarf nicht nur ambitionierter Beschlüsse und markiger Sonntagsreden, sondern auch Taten", so Mayr.
Für Rückfragen:
Claus Mayr, NABU-Direktor Europapolitik, mobil (+49)172-5966098.
Im Internet zu finden unter www.NABU.de
Die Mitteilung der Europäischen Kommission finden Sie hier: http://ec.europa.eu/environment/nature/biodiversity/policy/index_en.htm
Informationen zur TEEB-Studie finden Sie hier: http://www.teebweb.org/
Eine Übersicht über die Veranstaltungen im IYB 2010 finden Sie hier: http://www.cbd.int/2010/welcome/
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Datum: 26.01.2010 - 10:35 Uhr
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