Nachhaltigkeit von Biokraftstoff-Rohstoffen ist mehr als nur der Ölertrag je Hektar
ID: 1560542
Wolfgang Vogel, Vorsitzender UFOP e. V.(firmenpresse) - Der Vorsitzende der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), Wolfgang Vogel, fordert eine umfassende Einbeziehung von Aspekten in die Bewertung der Nachhaltigkeit von Biomasse-Rohstoffen, die in Biokraftstoffen verwendet werden. Er reagiert damit auf angestellte Vergleiche des Ölertrages von Ölpalmen und von Raps als Kriterium für die Effizienz der jeweiligen Produktion.
"Wer die Nachhaltigkeit von Biokraftstoff-Rohstoffen aus Anbaubiomasse wie zum Beispiel Palmöl auf den Ölertrag je Hektar reduziert, wertet mit Scheuklappen und lässt viele wichtige Aspekte der Nachhaltigkeit bewusst unerwähnt", so der UFOP-Vorsitzende. Der internationale Markt für Pflanzenöle sei derzeit von einem deutlichen Überschuss gekennzeichnet. Gerade die hohe Palmölproduktion hat die Pflanzenölpreise in den vergangenen Wochen erheblich belastet und nach unten gezogen. Die globale Palmölproduktion steige aktuell infolge von Flächenausweitungen durch legale und illegale Rodungen sowie durch den Einsatz neuer Hybridsorten mit hohem Ertragspotenzial.
Natürlich müsse das Palmöl zur Biodieselherstellung nachhaltig zertifiziert sein, wenn es für die Biokraftstoffproduktion in der Europäischen Union verwendet werden solle. Dies gelte aber nur für den Biokraftstoffbereich, nicht für den Einsatz in der Nahrungsmittelindustrie oder in der Oleochemie. Dort werde lediglich auf freiwillige Zertifizierungssysteme zurückgegriffen. "Aber was ist mit all den anderen positiven Aspekten, die zum Beispiel der Anbau von Raps in Europa mit sich bringt, vor allem die Lieferung von dringend benötigten und stark nachfragten Mengen an gentechnikfreiem Rapsfuttermitteln? Oder weiteren Aspekten wie die Erweiterung der Fruchtfolge mit einer Blühpflanze und dem damit verbundenen Beitrag zur Steigerung der Biodiversität im Ackerbau? Diese Bewertungsseite ist bei der Ölpalme leer", hält Wolfgang Vogel fest.
Der UFOP-Vorsitzende fordert daher eindringlich, bei den derzeit laufenden Verhandlungen zur Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie in Brüssel insbesondere den Aspekt der Lieferung wertvoller heimischer Futtermittel als Koppelprodukt der Verarbeitung von Raps, Getreide oder Zuckerrüben zu Biokraftstoffen zu berücksichtigen. Viele EP-Abgeordnete unterstützten bereits den Ansatz einer weiteren Verwendung sogenannter "Highly sustainable crop-based biofuels (HSCB)" in aktuellen Stellungnahmen. Darüber hinaus habe er es außerordentlich begrüßt, dass das EU-Parlament zur Palmölfrage in seiner Entschließung vom 4. April 2017 (2016/2222(INI)) klar Stellung bezogen habe. Das Parlament fordere darin, anstelle von Palmölimporten den nachhaltigen Anbau von Raps, Sonnenblumen und weiteren Alternativen als Beitrag zur Biodiversität zu fördern.
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.
WPR COMMUNICATION GmbH & Co. KG
Norbert Breuer
Invalidenstraße 34
10115 Berlin
berlin(at)wpr-communication.de
030/440388-0
http://www.wpr-communication.de
Datum: 08.12.2017 - 11:55 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1560542
Anzahl Zeichen: 2838
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Stephan Arens
Stadt:
Berlin
Telefon: 030 31904-225
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 621 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Nachhaltigkeit von Biokraftstoff-Rohstoffen ist mehr als nur der Ölertrag je Hektar"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Berlin, 27.05.2026 - Nach aktuellen Zahlen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) auf Basis von YouGov CP Germany war Rapsöl auch 2025 das meistgekaufte Speiseöl in privaten Haushalten. Darauf weist die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) hin. Mit rund 86,5 Mi
Rapsöl bleibt das beliebteste Speiseöl in Deutschland ...
Berlin, 26.05.2025 - Rapsöl ist und bleibt die Nummer eins in deutschen Küchen. Auch im Jahr 2024 griffen Verbraucherinnen und Verbraucher beim Einkauf am häufigsten zu diesem Speiseöl. Mit 86 Millionen Litern hat Rapsöl deutlich die Nase vor anderen Pflanzenölen und baute seinen Marktanteil l
UFOP lehnt Kürzung der Kappungsgrenze für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse ab ...
Auf Unverständnis stößt die Initiative des Bundesumweltministeriums zur Reduzierung der sogenannten Kappungsgrenze für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) lehnt eine Änderung der bestehenden Regelung mit Nachdruck ab. Hinter der V
Weitere Mitteilungen von Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
Wechsel im Vorstand der BP Europa SE ...
Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wird Dr. Hildegard Bison (54) zum ordentlichen Mitglied des Vorstands der BP Europa SE berufen. Dies hat der Aufsichtsrat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen. Bison wird im Vorstand künftig die Ressorts Recht, Corporate Compliance sowie Corporate Governance St
Wie funktioniert eigentlich eine Nachgründung mit dem ERKA-Pfahl-System? Ein kurzes Erklärvideo zeigt es Ihnen anschaulich ...
(NL/2588174992) Wie funktioniert eigentlich eine Nachgründung mit dem ERKA-Pfahl-System? Ein kurzes Erklärvideo zeigt es Ihnen anschaulich Eine Nachgründung wird immer dann erforderlich, wenn ein Gebäude oder ein Bauteil auf einem unzureichend tragfähigen Baugrund steht und sich dadurch Setzun
Vom Kunden her gedacht: Mehrwertdienste rücken in den Fokus ...
Der Kunde rückt in den Mittelpunkt der Betrachtung. So lautete die zentrale Erkenntnis des Netz- und Vertriebsforums 2017 der smartOPTIMO GmbH & Co. KG in Münster. ?Intelligente Messsysteme (iMSys) sind letztendlich eine Plattform, um darauf smarte Mehrwertdienste und neue Geschäftsmodelle au
E-Seven Systems: Neues Hochleistungsmodul für die Energiebranche ...
Nach erfolgreichen Labortestes hat das Technologieunternehmen E-Seven Systems ein neu entwickeltes Batteriemodul zum Patent angemeldet. Mit dieser Schlüsseltechnologie wird E-Seven Systems eine führende Rolle im internationalen Wettbewerb um Batteriespeicherlösungen einnehmen. E-Seven Sys




