IGLU-Studie zur Lesekompetenz: Logopäden fordern bessere Sprachförderung in Kitas (FOTO)
ID: 1560574
Angesichts der enttäuschenden Ergebnisse hinsichtlich der
Lesekompetenzen der Grundschüler in Deutschland weist die Präsidentin
des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. (dbl), Dagmar
Karrasch, darauf hin, dass die Effektivität der in den letzten Jahren
stark ausgebauten Sprachfördermaßnahmen in Vorschuleinrichtungen
nicht ausreichend ist.
"Wissenschaftliche Studien wie etwa "Easy-Science-L" zeigen, dass
eine wirksame Sprachförderung in den Alltag integriert sein muss.
Viele einzelne Fördermaßnahmen reichen hier nicht aus", so Karrasch.
Zudem fordert die Präsidentin, dass Logopädinnen und Logopäden als
Experten für Sprachentwicklung stärker in die vorschulische
Sprachförderung einbezogen werden. "Logopäden können mir ihrem
Fachwissen sowohl als Angestellte der Träger von Kindertagesstätten
als auch in der freiberuflichen Mitarbeit wesentlich dazu beitragen,
die Qualität der alltagsintegrierten Sprachbildung in pädagogischen
Einrichtungen zu optimieren", so die Präsidentin.
Ungünstig auf das Abschneiden der Grundschüler im Bereich der
Leseleistung wirke sich sicherlich auch aus, dass viele Kinder mit
einer behandlungsbedürftigen Sprachstörung erst zu spät, nämlich kurz
vor der Einschulung eine logopädische Behandlung erhalten. Hier komme
es darauf an, therapiebedürftige Kinder, die von allgemeinen
Sprachfördermaßnamen nachweislich nicht profitieren können,
frühzeitig zu erkennen, um sie therapeutisch rechtzeitig zu
unterstützen. Es könne nicht sein, dass Kindern vorhandene Ressourcen
vorenthalten werden, die sie für den Erwerb der Lesekompetenz als
wichtige Voraussetzung eines gelingenden Bildungswegs benötigen, so
Karrasch.
Pressekontakt:
Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl), Dagmar Karrasch
(Präsidentin), Augustinusstr. 11 a, 50226 Frechen.
Pressereferat, Margarete Feit, Tel.: 02234/37953-27,
Fax: 02234/37953-13, E-Mail: presse@dbl-ev.de, Internet:
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Datum: 08.12.2017 - 11:56 Uhr
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