Familienunternehmer-Umfrage: Flexibilisierung des Arbeitsrechts gehört auf die Agenda der neuen Bundesregierung / Reinhold von Eben-Worlée: Flexible Arbeitszeiten brauchen ein flexibles Arbeitsrecht
ID: 1562620
Gefragt nach den wichtigsten Baustellen der neuen Bundesregierung
geben 40 Prozent der Familienunternehmer eine Flexibilisierung des
Arbeitsrechts an. 648 Mitglieder der Wirtschaftsverbände DIE
FAMILIENUNTERNEHMER und DIE JUNGEN UNTERNEHMER nahmen an der Umfrage
teil.
"Arbeitnehmer und Arbeitgeber wünschen sich mehr Flexibilität,
doch dafür bedarf es eines flexiblen Arbeitsrechts. Arbeitnehmer
wollen Familie und Firma unter einen Hut bekommen. Arbeitgeber müssen
je nach Auslastung mehr oder weniger Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter in
Anspruch nehmen. Das Arbeitszeitgesetz ist aus dem vergangenen
Jahrhundert. Ein Update in Sachen Wochen- statt täglicher
Höchstarbeitszeit ist dringend nötig", fordert Reinhold von
Eben-Worlée, Präsident des Verbands DIE FAMILIENUNTERNEHMER.
Auf Platz zwei und drei der wichtigsten Baustellen folgen die
Bekämpfung des Fachkräftemangels (31 Prozent) und damit verbunden ein
bedarfsorientiertes Einwanderungsgesetz (30 Prozent).
"Der Fachkräftemangel ist in vielen Branchen und Regionen eine
Wachstumsbremse. Das stellt viele Familienunternehmen, vor allem die,
die im ländlichen Raum tätig sind, vor große Probleme", so von
Eben-Worlée. 73 Prozent der befragten Unternehmer geben an, zurzeit
offene Arbeitsstellen zu haben. Das ist der höchste Wert seit zwei
Jahren.
Eine Möglichkeit dem Fachkräftemangel zu begegnen, ist die
Beschäftigung qualifizierter ausländischer Fachkräfte. Hier
verhindern nach Meinung der befragten Unternehmer häufig Bürokratie
(71 Prozent) und fehlende Sprachkenntnisse (69 Prozent) eine
Anstellung. So geben 97 Prozent der Befragten an, dass die deutsche
Sprache essentiell für die betrieblichen Abläufe ist. 76 Prozent
wären bereit, dennoch (mehr) qualifizierte ausländische Fachkräfte
einzustellen, gäbe es ein eigenständiges Einwanderungsgesetz, das die
Migrationsverfahren vereinfacht und entbürokratisiert. "Hier muss die
neue Bundesregierung ansetzen", fordert von Eben-Worlée abschließend.
DIE FAMILIENUNTERNEHMER folgen als die politische
Interessenvertretung für mehr als 180.000 Familienunternehmen den
Werten Freiheit, Eigentum, Wettbewerb und Verantwortung. Die
Familienunternehmer in Deutschland beschäftigen in allen Branchen
rund 8 Millionen Mitarbeiter und erwirtschaften jährlich einen Umsatz
in Höhe von 1.700 Milliarden Euro.
Pressekontakt:
Beste Grüße
Anne-Katrin Moritz
Pressesprecherin
DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V.
DIE JUNGEN UNTERNEHMER
Charlottenstraße 24 | 10117 Berlin
Tel. 030 300 65-441 | Fax 030 300 65-390 | Mobil 01 51 10 85 50 33
moritz@familienunternehmer.eu | moritz@junge-unternehmer.eu
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Datum: 14.12.2017 - 12:05 Uhr
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