Heilbronner Stimme: Staatsrechtler Battis und Scholz: Verbrennen israelischer Flaggen mussÄnderung des Strafrechtes zur Folge haben
ID: 1563269
Battis hält das Verbrennen israelischer Fahnen für untragbar und
schlägt eine Änderung des Pararaphen 104 im Strafgesetzbuch vor.
Bislang ist das Verbrennen von Fahnen ausländischer Staaten nur
strafbar, wenn es Hoheitszeichen offizieller Herkunft sind -
beispielsweise, wenn an einem Konsulat einen Flagge gestohlen worden
wäre. Dazu sagte Professor Battis der "Heilbronner Stimme" (Samstag):
"Ich teile die Ansicht des Zentralrates der Juden. Die bisherige
Differenzierung ist spitzfindig und unnötig. Gerade aufgrund unserer
Geschichte und unserer Verantwortung für Israel muss es doch völlig
egal sein, ob eine Flagge aus einer Botschaft oder einem Geschäft
stammt oder selbst gemalt ist. Die Symbolik ist doch immer gleich,
wenn eine Fahne brennt."
Battis betonte, Änderungen im Strafgesetzbuch sollten nicht ohne
Not und behutsam erfolgen. "Aber hier sage ich ganz deutlich, dass
ich klar die israelische Position teile. Das Verbrennen der Fahnen
ist untragbar." Die bisherige Regelung werde vielfach ausgenutzt, um
ungestraft davonzukommen.
Auch der Staatsrechtler Rupert Scholz fordert, den Paragraphen 104
im Strafgesetzbuch (Verletzung von Flaggen und Hoheitszeichen
ausländischer Staaten) zu erweitern und damit die Hoheitszeichen
besser zu schützen. Die Strafandrohung für das öffentliche Zerstören
oder Verbrennen müsse klarer herausgestellt werden. Scholz sagte der
"Heilbronner Stimme" (Samstag), er sei für eine Erweiterung des
Paragraphen 104.1 um dem Satz: "Das Gleiche gilt für solche Taten in
der Öffentlichkeit."
Zuvor hatte sich der israelische Botschafter Jeremy Issacharoff
der Forderung nach einem generellen Verbot des öffentlichen
Verbrennens ausländischer Flaggen in Deutschland angeschlossen.
INFO: Bislang lautet der Paragraph 104 wie folgt:
§ 104
Verletzung von Flaggen und Hoheitszeichen ausländischer Staaten
(1) Wer eine auf Grund von Rechtsvorschriften oder nach anerkanntem
Brauch öffentlich gezeigte Flagge eines ausländischen Staates oder
wer ein Hoheitszeichen eines solchen Staates, das von einer
anerkannten Vertretung dieses Staates öffentlich angebracht worden
ist, entfernt, zerstört, beschädigt oder unkenntlich macht oder wer
beschimpfenden Unfug daran verübt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu
zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (ERGÄNZUNGSVORSCHLAG von
Scholz: "Das Gleiche gilt für solche Taten in der Öffentlichkeit.")
(2) Der Versuch ist strafbar.
Pressekontakt:
Heilbronner Stimme
Chefredaktion
Telefon: +49 (07131) 615-794
politik@stimme.de
Original-Content von: Heilbronner Stimme, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.12.2017 - 05:55 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1563269
Anzahl Zeichen: 3048
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Heilbronn
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 382 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Heilbronner Stimme: Staatsrechtler Battis und Scholz: Verbrennen israelischer Flaggen mussÄnderung des Strafrechtes zur Folge haben"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Heilbronner Stimme (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
In der Debatte über neue Corona-Maßnahmen im kommenden Herbst warnt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stephan Tromp, vor scharfen Restriktionen. Tromp sagte der "Heilbronner Stimme": "Die Zeit für radikale Maßnahmen, deren Nutzen
Kritik an Rheinmetalls "Panther" / Sevim Dagdelen: Panzer mit Wehrmachtsnamen zeugt von Geschichtsvergessenheit / Historiker Wolffsohn: Namenswahl unpassend ...
Die Namensgebung für den neuen Rheinmetall-Kampfpanzer "KF51 Panther" stößt auf Kritik. Einen Panzer namens Panther gab es auch schon in der Wehrmacht - massenhaft eingesetzt im Zweiten Weltkrieg. Sevim Dagdelen, Obfrau der Linkspartei-Fraktion im Auswärtigen Ausschuss des Bundestage
Grünen-Mitbegründer Ströbele mahnt: Kein Automatismus bei Lieferung schwerer Waffen ...
Grünen-Mitgründer Hans-Christian Ströbele mahnt zu mehr Augenmaß in der Debatte über die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine. Ströbele sagte der "Heilbronner Stimme": "Es darf keinen Automatismus bei der Lieferung schwerer Waffen geben." Der langjährige Bundestagsab
Weitere Mitteilungen von Heilbronner Stimme
Mitteldeutsche Zeitung: Sachsen-Anhalt/Politik Kein Minister in Berlin - Haseloff bleibt in Magdeburg ...
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat Gerüchte zurück gewiesen, dass er auf Betreiben der Kanzlerin Angela Merkel (CDU) der nächsten Bundesregierung angehören könnte. Die Kanzlerin wisse, "dass ich in Sachsen-Anhalt und vor allem für Sachsen-Anhalt arbeiten möc
Kölner Stadt-Anzeiger: Strom aus NRW soll Abschaltung von Tihange beschleunigen ...
Stromlieferungen aus Nordrhein-Westfalen sollen die Abschaltung des umstrittenen belgischen Pannen-Reaktors Tihange beschleunigen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat darüber nach eigenen Angaben Verhandlungen mit der belgischen Regierung aufgenommen. "Ich bin bereits mit Belgien im
Kölner Stadt-Anzeiger: Laschet warnt vor negativen Folgen einer Minderheitsregierung für die NRW-Wirtschaft ...
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) warnt vor den negativen Auswirkungen einer möglichen Minderheitsregierung im Bund für die NRW-Wirtschaft. "Für die NRW-Wirtschaft steht auf EU-Ebene in den nächsten zehn Monaten, vor dem Brexit, extrem viel auf dem Spiel", sagte Laschet de
Rheinische Post: Bundesdatenschutzbeauftragte sperrt sich gegen mögliche bundesweite Einführung automatischer Gesichtserkennung ...
Die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff sieht derzeit keine rechtliche Grundlage für den Plan von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), automatische Gesichtserkennung von Menschen auf Bahnhöfen und Flughäfen flächendeckend einzuführen. In Bezug auf ein Pilotprojekt, in dem




