Ukraine-Konflikt: SOS-Kinderdörfer weiten Minenaktionsprogramm aus
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Kindern in der Ostukraine. Im Schnitt wird jede Woche ein Kind durch
die heimtückischen Waffen verletzt oder getötet. Die SOS-Kinderdörfer
weiten deshalb ihre Programme zur Minenaufklärung in den verseuchten
Gebieten aus.
"Es ist lebenswichtig, dass Kinder in betroffenen Regionen von
klein auf lernen, wie sie Minen erkennen und sich schützen können",
sagt Andrij Chuprikov, Leiter der SOS-Kinderdörfer in der Ukraine.
"Die tödliche Gefahr lauert überall: auf dem Schulweg, dem
Spielplatz, auf Wiesen. Kinder sind extrem gefährdet, weil sie
neugierig sind und mit allem, was sie finden, spielen", sagt
Chuprikov. Die Explosionen verliefen oft tödlich oder führten zu
schwersten Verstümmelungen. Die überlebenden Kinder seien auf
intensive medizinische und psychologische Hilfe angewiesen. "Deshalb
hat es für uns oberste Priorität, Kinder vor den Gefahren zu warnen",
sagt Chuprikov.
Der Donbass gilt als die am meisten durch Minen verseuchte Region
der Welt. Speziell ausgebildete Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer
geben deshalb Schulungen, in denen Kinder und Erwachsene höchste
Achtsamkeit wegen der allgegenwärtigen Gefahr durch Minen sowie
Erste-Hilfe-Maßnahmen im Falle von Verletzungen erlernen.
"Der Konflikt im Donbass ist fast vergessen, aber längst nicht
vorbei", sagt Chuprikov. Immer wieder käme es zu Gefechten zwischen
den Konfliktparteien, täglich hörten die Helfer Einschläge.
Seit Kriegsbeginn seien über 400 Kinder getötet worden, 200.000
Jungen und Mädchen hätten ihre Heimat verlassen müssen, viele
besuchten keine Schule und lebten in bitterer Armut. "Wir sind
äußerst besorgt, immer mehr Kinder entwickeln unter solchen
Lebensumständen traumatische Störungen, viele sind
selbstmordgefährdet", sagt Chuprikov.
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Boris Breyer
Medienkommunikation
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-287
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Datum: 24.01.2018 - 06:00 Uhr
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