Gemeinsam für eine Notfallversorgung aus einer Hand
ID: 1590546
Notfallversorgung hat der Marburger Bund für mehr Zusammenarbeit
zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten geworben. "Die
Probleme in der Notfallversorgung lassen sich nur gemeinsam lösen -
in ärztlicher Kooperation über die Sektorengrenzen hinweg. Die
medizinische Entscheidungshoheit über die jeweils angemessene
Notfallversorgung ist Sache der Ärzteschaft und sollte von allen
Beteiligten auch so verstanden werden", sagte Dr. Susanne Johna,
Bundesvorstandsmitglied des Marburger Bundes und Vorsitzende des
Marburger Bundes Hessen, zum Auftakt der Veranstaltung.
Wenn es gelänge, bei der Versorgung von Notfallpatienten die
Sektorengrenzen zu überwinden und gemeinsame Lösungen zu finden, sei
auch in anderen Bereichen integratives Handeln im Interesse der
Patienten leichter möglich. "Krankenhäuser und Kassenärztliche
Vereinigungen sollten sich nicht als Konkurrenten begreifen, sondern
als Mitgestalter der zukünftigen Versorgung aus einer Hand", betonte
Johna.
Es sei ermutigend, dass die neue Bundesregierung integrative
Leitstellen und gemeinsame Notfallzentren zu gesundheitspolitischen
Prioritäten erklärt habe. Auch der jüngste Vorstoß des Landes
Schleswig-Holstein zur Verbesserung der sektorenübergreifenden
Zusammenarbeit im ärztlichen Notdienst gehe in die richtige Richtung.
Der in den Bundesrat eingebrachte Gesetzesantrag sieht vor, dass in
begründeten Ausnahmefällen eine ambulante Versorgung in den
gemeinsamen medizinischen Anlaufstellen auch während der
Sprechstundenzeiten niedergelassener Ärzte erfolgen könne. Umfragen
von Krankenhausgesellschaften legen nahe, dass rund die Hälfte der
Patienten in die Notaufnahmen der Krankenhäuser kommt, wenn Haus- und
Fachärzte ihre Sprechstunden abhalten.
"Die Politik ist aufgefordert, die Voraussetzungen dafür zu
schaffen, dass die Rufnummer des vertragsärztlichen Notdienstes 116
117 mit der Notfallnummer 112 zusammengeschaltet und auch tagsüber
erreicht werden kann. Es muss ein IT-gestütztes
Ersteinschätzungssystem entwickelt werden, das nicht nur am Telefon,
sondern im gesamten Bereich der Notfallversorgung eingesetzt werden
kann", forderte Johna.
Der Anspruch eines jeden Patienten auf qualitativ hochwertige
Behandlung zu jeder Zeit und an jedem Ort sei durchgehend und
unabhängig von der jeweiligen Versorgungsebene sicherzustellen. "Ziel
der Neustrukturierung der Notfallversorgung muss es sein, die
Notaufnahmen so zu entlasten, dass die dort tätigen Ärztinnen und
Ärzte sich um die Patienten kümmern können, die eine rasche
Behandlung durch das Krankenhaus tatsächlich benötigen."
Johna wandte sich zugleich gegen Forderungen der Krankenkassen,
die Anzahl der Krankenhäuser drastisch zu reduzieren. "Die
Grippewelle hat gezeigt, wie schnell selbst größere Krankenhäuser an
ihre Belastungsgrenzen kommen. Das sollte allen eine Mahnung sein,
die stationäre Strukturen pauschal in Frage stellen. Wir dürfen es
nicht zulassen, dass im Notfall keine Betten in den Krankenhäusern
mehr vorhanden sind", sagte Johna.
Pressekontakt:
Marburger Bund Bundesverband
Hans-Jörg Freese (Pressesprecher)
Tel.: 030/746846-41
Mobil: 0162/2112425
presse@marburger-bund.de
http://www.marburger-bund.de
Original-Content von: Marburger Bund - Bundesverband, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.03.2018 - 15:12 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1590546
Anzahl Zeichen: 3786
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Diese Pressemitteilung wurde bisher 269 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Gemeinsam für eine Notfallversorgung aus einer Hand"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Marburger Bund - Bundesverband (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Marburger Bund unterstützt das Ziel, ambulante und stationäre Strukturen in der Notfallversorgung besser miteinander zu verzahnen, warnt aber vor erheblichen Schwachstellen im Gesetzentwurf zur Reform der Notfallversorgung. "Wir brauchen eine Notfallversorgung, in der ambulante und stat
Marburger Bund: Kein Verkauf hochprozentiger alkoholischer Getränke in Supermärkten, Tankstellen und Kiosken ...
Der Marburger Bund spricht sich für deutlich strengere Regelungen beim Zugang zu Alkohol aus. "Der Verkauf hochprozentiger alkoholischer Getränke soll ausschließlich in lizenzierten, spezialisierten Verkaufsstellen ('Alkoholshops') erfolgen. Supermärkte, Tankstellen und Kioske sol
Marburger Bund fordert Ausnahmen von der Arbeitnehmerüberlassung im Gesetz ...
Kurz vor der heutigen öffentlichen Anhörung zum Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages fordert der Marburger Bund, die Hürden für notwendige Weiterbildungsverbünde im Gesetz abzubauen. Ohne gesetzliche Ausnahme von einer erlaubnispflichtigen A
Weitere Mitteilungen von Marburger Bund - Bundesverband
Pilatus Clinical Services: Deutsche Tochtergesellschaft PCS GMBH erhält WDL- und GDP-Zertifizierung ...
Das Unternehmen Pilatus Clinical Services beabsichtigt, seine Position in Europa zu stärken und eine globale Präsenz aufzubauen. Im Rahmen dieser Pläne gaben sie bekannt, dass ihren deutschen Standorten in Brandenburg nach einer kürzlich erfolgten Inspektion durch die deutschen Aufsichts
100.000 Zwangsprostituierte in Europa von Fluch befreit ...
Nur wenigen Europäern ist bekannt, dass fast 90% aller afrikanischen Zwangsprostituierten in Europa aus nur einer einzigen Region in Nigeria mit nur wenigen Millionen Einwohnern stammen - rund um Benin City in Edo State. Eine weitere Besonderheit beim Menschenhandel aus Nigeria ist, dass die Opfer
Zembro Notrufarmband ab sofort bei Sanitätshaus Tingelhoff erhältlich ...
Dortmund, 14. März 2018 - Zembro, das digitale Notrufarmband für Senioren, ist ab sofort beim Sanitätshaus Tingelhoff erhältlich. Das smarte Wearable für Senioren ist sowohl im Onlineshop als auch in den Tingelhoff-Filialen erhältlich. Damit startet Zembro in Deutschland die Ausweitung seiner
BKK Dachverband: Zum Tag der Rückengesundheit - Innovationsfonds-Projekt BGM-innovativ ...
Die Betriebskrankenkassen bieten ein neues Innovationsprojekt für die Erkrankung des Muskel-Skelett-Systems an. Nach wie vor entfallen hierauf die meisten Krankentage. Ein Viertel geht auf Rückenleiden zurück. Um dieser Entwicklung gegenzusteuern, haben sich 15 Betriebskrankenkassen zum P




