NOZ: Polizeigewerkschaft fordert nach tödlichen Messerangriffen schärfere Waffengesetze
ID: 1591195
Messerangriffen schärfere Waffengesetze
Bundesvorsitzender Wendt: Tragen von Messern in Schulen muss
bestraft werden
Osnabrück. Nach einem tödlichen Messerangriff in Flensburg und
einer Reihe ähnlicher Fälle binnen kurzer Zeit fordert die Deutsche
Polizeigewerkschaft (DPolG) eine Verschärfung des Waffenrechts. "Wenn
jemand ein Messer in die Schule oder Diskothek mitbringt, muss das
bestraft werden", sagte der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt im
Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag). Die
Polizeigewerkschaft zeigt sich besorgt über eine zunehmende
Bewaffnung mit Messern bei jungen Menschen.
Die Erfahrung der Polizei habe gezeigt, dass vor allem viele junge
Migranten sich mit Messern bewaffnen würden. "Es ist ein Trend, der
in der Regel von jungen Arabern ausgeht, die glauben, mit einem
Messer besser unterwegs zu sein, weil sie das für leicht verfügbar
halten. Sie haben die Vorstellung, dass es nichts Ungewöhnliches oder
nicht Schlimmes ist, ein Messer mit sich zu führen", sagte Wendt. Bei
Streitigkeiten würden immer häufiger Stichwaffen eingesetzt, ohne
dass Jugendliche vorher über die Folgen nachdächten. "Bei denen, die
ein Messer bei sich haben, ist die Hemmschwelle absolut niedrig
geworden, das auch zu benutzen", sagte Wendt.
Es gehöre mittlerweile zum Alltag, dass Messer auch mit in die
Schulen gebracht würden. "Die Lehrer, die das nicht wissen, sind
eigentlich in höchster Gefahr", sagte Wendt. Sie könnten überhaupt
nicht abschätzen, wer bewaffnet sei, und wer möglicherweise auch
schon in bewaffnete Auseinandersetzungen verwickelt war, weil
Staatsanwaltschaft oder Gericht die Schulen nicht informieren würden.
Auch festgelegte Gefahrenzonen in Städten, in denen die Polizei
Menschen verdachtsunabhängig durchsuchen darf, müssten ausgeweitet
werden. Hamburg habe damit gute Erfahrungen gemacht. "Wo es das noch
nicht gibt, muss man das in den Polizeigesetzen verankern", sagte
Wendt.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.03.2018 - 05:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1591195
Anzahl Zeichen: 2477
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 461 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NOZ: Polizeigewerkschaft fordert nach tödlichen Messerangriffen schärfere Waffengesetze"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Osnabrück. Angesichts drohender finanzieller Engpässe bei privaten Eigentümern fordert der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland eine Beschleunigung von Verfahren bei erheblichen Mietrückständen. "Private Vermieter sind keine großen Wohnungskonzerne mit umfangreichen Rücklagen
Hitze: Bund deutscher Friedhofsgärtner fordert Ausnahmen von Gießverboten / Verbandschef: "Gräber müssen auch während Hitzeperioden gepflegt und ausreichend bewässert werden können." ...
Angesichts anhaltender Hitzeperioden fordert der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF), Gräber von behördlichen Gießverboten auszunehmen. "Wir fordern, dass die Grabbewässerung auf Friedhöfen von flächendeckenden Gießverboten ausgenommen wird", sagte der Vorsitzende des Bundes deut
Anwaltverein kritisiert Streichung kostenloser Rechtsberatung für Justizopfer / Deutscher Anwaltverein bemängelt neuen Entwurf zur Haftentschädigung - Lob für neue Tagessätze ...
Der Deutsche Anwaltverein (DAV) hat den neuen Entwurf zur Reform der Haftentschädigung kritisiert und fordert eine kostenlose Erstberatung für unschuldig Inhaftierte. "Eine vergleichbare Regelung fehlt in diesem Entwurf leider", sagte der DAV im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
NOZ: Niedersächsische Gesundheitsministerin widerspricht Wissenschaftsminister: Landarztquote sinnvoll ...
Niedersächsische Gesundheitsministerin widerspricht Wissenschaftsminister: Landarztquote sinnvoll Carola Reimann: Bis zu zehn Prozent der Medizinstudienplätze gezielt vergeben Osnabrück. Die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) plädiert für eine Landarztquote,
NOZ: Bafin-Chef sieht Lebensversicherer unter Druck ...
Bafin-Chef sieht Lebensversicherer unter Druck Hufeld: Lage wegen des Zinstiefs angespannt Bonn. Deutschlands oberster Finanzaufseher Felix Hufeld sieht die Lebensversicherer "aufgrund des Zinstiefs erheblichem Druck ausgesetzt." Die Lage sei angespannt, aber es handle sich um ke
NOZ: Ramelow sieht Bundesrat als "Korrektiv zur Berliner Blase" ...
Ramelow sieht Bundesrat als "Korrektiv zur Berliner Blase" Länderkammer gewinnt für Ministerpräsidenten spürbar an Bedeutung - Lob für CDU-Pendant Osnabrück. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow sieht den Bundesrat als politisches Gremium im Aufwind. In einem Interv
NOZ: Kriminologe Pfeiffer rechnet nicht mit zunehmender Gewalt durch Flüchtlinge ...
Kriminologe rechnet nicht mit zunehmender Gewalt durch Flüchtlinge Pfeiffer: Lebensbedingungen sind besser geworden - Fehlende Integration und "Machokultur" Ursachen für Gewalt Osnabrück. Kriminologe Christian Pfeiffer geht trotz tödlicher Messerangriffe durch Asylbewerber in




