NOZ: Bürgermeister Sieling zu Streit um Polizeikosten: Bremen wird siegen
ID: 1594243
Polizeikosten: Bremen wird siegen
Stadtstaat strebt bundesweit einheitliche Lösung an - Viele Länder
warten ab
Osnabrück. Der Bremer Bürgermeister Carsten Sieling zeigt sich im
Streit mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) um Polizeikosten bei
Fußballspielen siegesgewiss. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker
Zeitung" (Samstag) sagte Sieling: "Die DFL will das noch nicht
wahrhaben, aber unsere Argumentation ist stichhaltig und wird auch in
der nächsten Instanz bestehen." Zuvor hatte die DFL wie angekündigt
Rechtsmittel gegen das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Bremen
eingelegt. Nun muss das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig
entscheiden, ob Fußballvereine für Zusatzkosten der Polizei bei
sogenannten Hochrisikospielen aufkommen müssen.
Sieling sagte, das Bremer Vorbild werde Schule machen. Weitere
Bundesländer würden dem Stadtstaat folgen. Innensenator Ulrich Mäurer
(SPD) werde das Thema auf die Tagesordnung der kommenden
Innenministerkonferenz setzen. Sieling: "Es macht Sinn, einen
national einheitlichen Umgang mit dem Problem zu finden." Zuspruch
für das Vorgehen hatte Bremen zuletzt aus Rheinland-Pfalz erhalten.
Der dortige Innenminister Roger Lewentz (SPD) sagte: "Ich begrüße das
Bremer Urteil zur Kostenforderung für Polizeieinsätze. Das Urteil
trifft aus meiner Sicht den richtigen Tenor."
Auf Anfrage der "NOZ" äußerten sich alle anderen Bundesländer
ablehnend oder zumindest abwartend. Aus dem Kieler Innenministerium
hieß es: "Schleswig-Holstein wird das Ende dieses Rechtsstreits
abwarten, da der Ausgang richtungsweisenden Charakter haben wird."
Ähnlich äußerten sich Hessen, Sachsen, Brandenburg, Hamburg und
Sachsen-Anhalt. Das Innenministerium in München indes betonte, dass
das Bremer Urteil nichts an der Auffassung Bayerns geändert habe: Für
den Freistaat komme eine Kostenbeteiligung der Vereine "nicht in
Frage". Auch Niedersachsen erachtet die Bremer Regelung als "nicht
sinnvoll".
____________________________________________________________
Bremer Bürgermeister: Nahles ist die Richtige für den
Parteivorsitz der SPD
Vorstandsmitglied Sieling bezieht vor Parteitag Position für
Fraktionschefin
Osnabrück. Der Bremer Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) hat in
Sachen Parteivorsitz bei den Sozialdemokraten klar Position bezogen.
Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) sagte das
Mitglied des Parteivorstandes: "Andrea Nahles ist aus meiner Sicht
genau die Richtige für diese Aufgabe. Sie hat in den vergangenen
Wochen gezeigt, dass sie das Zeug dazu hat." Beleg sei unter anderem
die sozialdemokratische Handschrift des Koalitionsvertrages der
Großen Koalition.
Am 22. April wählen die Sozialdemokraten auf einem Sonderparteitag
eine neue Parteichefin oder einen neuen Parteichef. Als
aussichtsreichste Kandidatin gilt die Bundestagsfraktionschefin
Nahles. Die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange hat eine
Gegenkandidatur angekündigt.
Sieling sagte, die SPD müsse ihr Profil schärfen, es dürfe in der
neuen Großen Koalition nicht so weiter gehen wie in der vorherigen.
"Wir müssen von Anfang an deutlicher machen, was Kompromiss in einer
Regierung mit den Unionsparteien und was Position der SPD als Partei
ist."
_____________________________________________________________________
Bremer Bürgermeister: Wir werden Schuldenbremse einhalten
Sieling ist schlechtes Image des kleinsten Bundeslandes leid
Osnabrück. Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) ist das
negative Image des kleinsten Bundeslandes leid. Im Interview mit der
"Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) sagte Sieling: "Das schlechte
Reden über Bremen nervt mich, weil die Fakten andere sind. Unser
Bundesland gehört in den letzten Jahren regelmäßig zu den
Bundesländern mit dem stärksten Wirtschaftswachstum." Zudem sei
Bremen bundesweit führend im Bereich Raumfahrt und richte dieses Jahr
die weltweit größte Raumfahrtmesse aus.
Bremen werde zudem die Schuldenbremse einhalten. Sieling sagte:
"2020 werden wir keine neuen Schulden mehr machen. Die rot-grüne
Koalition hält Wort gegenüber dem Stabilitätsrat und den anderen
Ländern." Ab dann werde Bremen auch mit dem Schuldenabbau beginnen.
Sieling: "Die Zukunftsaussichten sind gut, dafür haben wir lange
gearbeitet."
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.03.2018 - 07:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1594243
Anzahl Zeichen: 5148
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 491 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NOZ: Bürgermeister Sieling zu Streit um Polizeikosten: Bremen wird siegen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Angesichts anhaltender Hitzeperioden fordert der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF), Gräber von behördlichen Gießverboten auszunehmen. "Wir fordern, dass die Grabbewässerung auf Friedhöfen von flächendeckenden Gießverboten ausgenommen wird", sagte der Vorsitzende des Bundes deut
Anwaltverein kritisiert Streichung kostenloser Rechtsberatung für Justizopfer / Deutscher Anwaltverein bemängelt neuen Entwurf zur Haftentschädigung - Lob für neue Tagessätze ...
Der Deutsche Anwaltverein (DAV) hat den neuen Entwurf zur Reform der Haftentschädigung kritisiert und fordert eine kostenlose Erstberatung für unschuldig Inhaftierte. "Eine vergleichbare Regelung fehlt in diesem Entwurf leider", sagte der DAV im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker
Landkreistag: In Trockenphasen kein Wasser für Swimmingpools verschwenden / Präsident Brötel: Private Komfort-Verbräuche hinterfragen - "Setzen zuallererst auf Vernunft der Menschen" ...
Angesichts zunehmender Wasserknappheit als Folge der Erderwärmung halten Deutschlands Landkreise Einschränkungen im Freizeitbereich für notwendig. "Wir haben es mit stärkeren Hitze- und Trockenphasen in unterschiedlichen Regionen zu tun. Das wird auch dazu führen, dass private Komfort-Verb
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
NOZ: Nach Missbrauchsvorwürfen gegen Mitarbeiter: Weißer Ring zahlt Opfern ihre Anwaltskosten ...
Nach Missbrauchsvorwürfen gegen Mitarbeiter: Weißer Ring zahlt Opfern ihre Anwaltskosten Vorsitzende Müller-Piepenkötter: "Wir wollen umfassend helfen" Osnabrück. Nach dem Vorwurf sexueller Belästigung durch einen Mitarbeiter übernimmt der Weiße Ring die Anwaltskosten fü
NOZ: Giftanschlag: Russland nennt Erklärung des EU-Gipfels "inakzeptabel" ...
Giftanschlag: Russland nennt Erklärung des EU-Gipfels "inakzeptabel" Botschafter Netschajew: Wir sind gegen unbewiesene Verleumdungen - Moskau bekräftigt Forderung nach internationaler Untersuchung Osnabrück. Der neue russische Botschafter in Deutschland, Sergej J. Netschajew,
Die Interessen des Wirtschaftsstandorts Bayern in Europa sichern / Genossenschaftsverband Bayern (GVB) legt Positionen zur Landtagswahl vor ...
Der Freistaat Bayern sollte seine Möglichkeiten zur Einflussnahme auf die europäische Politik auch in Zukunft gezielt nutzen. Dafür spricht sich der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) in einem heute veröffentlichten Positionspapier zur Landtagswahl im Oktober aus. Hintergrund ist die Vielzahl
NOZ: NOZ: Bundesbank rät Finanzwirtschaft zur Vorsorge vor Zinsanstieg ...
Bundesbank rät Finanzwirtschaft zur Vorsorge vor Zinsanstieg Präsident Weidmann betont Bedeutung von Effizienzsteigerung und Konsolidierung Osnabrück. Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, sieht den deutschen Bankensektor weiterhin unter beträchtlichen Druck. Der &qu




