Das Leben als Beatmungspatient im eigenen Zuhause
Die unabhängige Plattform LEBE informiert Angehörigeüber die Organisation und Umsetzung der außerklinischen Intensivpflege im eigenen Zuhause.

(firmenpresse) - Wenn die Versorgung im Krankenhaus abgeschlossen ist und keine weiteren Behandlungsmöglichkeiten zur Gesundung des Patienten vorgenommen werden können, spricht man von "austherapiert". Viele Patienten sind aufgrund eines Schädel-Hirn-Traumas, des Apallisches Syndroms oder nach einem hypoxischen Hirnschaden infolge einer Reanimation dauerhaft intensivpflegebedürftig. Auch Patienten mit einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung, oder Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) benötigen intensivpflegerische Betreuung. Für diese Beatmungspatienten ist das Leben im eigenen Zuhause oder in einer entsprechenden Wohngemeinschaft möglich.
Recht auf Intensivpflege im eigenen Zuhause
"Beatmungspatienten haben das Recht, zuhause zu leben und betreut zu werden. Der rechtliche Rahmen wird durch § 37 SGB V garantiert.", berichtet Ursula Pabsch, Inhaberin der Plattform "Leben mit Intensivpflege" und Veranstalterin des 3. Kongresses für Kooperation in der außerklinischen Intensivpflege. "Patienten und Angehörigen wird so das würdevolle miteinander Leben ermöglicht. Die Kosten für die häusliche Intensivpflege werden von der Krankenkasse und der Pflegekasse getragen, sodass die ambulante Intensivpflege im eigenen Zuhause gesichert ist. Je nach Ergebnis der MDK-Prüfung können Zuzahlungen entstehen. "Mit der Plattform LEBE stelle ich Angehörigen erste Informationen zur Verfügung.", ergänzt Frau Pabsch.
Welche Möglichkeiten haben Beatmungspatienten nach dem Klinikaufenthalt?
Nachdem der akute lebensbedrohliche Zustand abgewendet wurde, folgt meistens eine Frührehabilitation in der Rehaklinik. Sind dort keine weiteren Fortschritte mehr realistisch, ist die Klinik nicht mehr der richtige Ort für die weitere Betreuung eines Beatmungspatienten. Angehörige stehen in einer schwierigen und emotionalen Zeit vor der Aufgabe, zusammen mit dem Sozialdienst in der Klinik die weitere Versorgung des Beatmungspatienten zu planen.
Patienten mit einer Trachealkanüle bei einer schweren Schluckstörung sowie einer Störung der Atmung benötigen eine intensivpflegerische 24 Stunden Betreuung. Die ambulante Pflege muss auf die spezifischen Bedürfnisse des Beatmungspatienten angepasst werden. Altenpflegeheime können die umfassende Intensivpflege sowie die Überwachung der Vitalfunktionen von Beatmungspatienten nicht in dem erforderlichen Umfang, 24 Stunden am Tag, leisten. Aus diesem Grund ist eine Verlegung aus dem Krankenhaus in eine Altenpflegeeinrichtung nicht sinnvoll.
Grundsätzlich haben Angehörige von Beatmungspatienten die Wahl, einen Platz in einer Wohngemeinschaft für Beatmungspflege zu finden oder sich für die Intensivpflege im eigenen Zuhause zu entscheiden, sofern dort die räumlichen Gegebenheiten vorhanden sind.
Ambulante Intensivpflege im vertrauten Umfeld
Die außerklinische Intensivpflege zuhause bedarf ausreichender Vorbereitung. Beim sogenannten Entlassmanagement werden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um eine hochwertige pflegerische Versorgung im häuslichen Umfeld dauerhaft zu gewährleisten. Neben möglichen Umbaumaßnahmen müssen die benötigten Hilfsmittel beantragt sowie ein regionaler ambulanter Intensivpflegedienst beauftragt werden. Erst dann ist der nahtlose Übergang von der Klinik in das eigene Zuhause möglich.
Qualifiziertes Personal übernimmt im Schichtdienst die ambulante Intensivpflege im eigenen Zuhause. Viele Beatmungspatienten sind körperlich stark eingeschränkt, sodass neben der Behandlungs- auch die Grundpflege abzudecken ist. Aufgrund der Tatsache, dass die Pflegekraft nur einen Beatmungspatienten zuhause zu versorgen hat, kann durch die Eins-zu-Eins-Pflege eine ausgezeichnete Betreuung und Dokumentation sichergestellt werden. Die ambulante Betreuung durch den Hausarzt und Logopäden, Physio- und Ergotherapeuten sichern die medizinische Versorgung.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Weitere Informationen und eine persönliche Beratung erhalten Interessenten bei Leben mit Intensivpflege, Eichstätt, Telefon: 08421 5405, http://www.leben-mit-intensivpflege.de
Leben mit Intensivpflege ist eine unabhängige und neutrale Plattform für Angehörige von Beatmungspatienten sowie Intensivpflegedienste und klinische Sozialarbeiter. Im Mittelpunkt steht die Bereitstellung von Informationen über die Möglichkeiten und Vorgehensweisen bei der Überleitung aus der Klinik in die ambulante Intensivpflege. Interaktive Landkarten mit regionalen ambulanten Intensivpflegediensten und Sanitätshäusern sowie Informationen zu Fortbildungsmöglichkeiten in der ambulanten Intensivpflege gehören ebenfalls zum Angebot.
Borgmeier Media Gruppe
Julia Mosgallik
Lange Straße 112
27749 Delmenhorst
j.mosgallik(at)borgmeier.de
04221 9345-41
http://www.borgmeier.de
Datum: 28.03.2018 - 15:10 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1595642
Anzahl Zeichen: 4302
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Ursula Pabsch
Stadt:
Eichstätt
Telefon: 08421 5405
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Diese Pressemitteilung wurde bisher 430 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Das Leben als Beatmungspatient im eigenen Zuhause"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Leben mit Intensivpflege (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Kommunikation und Kooperation zwischen den Fachbereichen wird auf dem 4. Kongress für Kooperation in der außerklinischen Intensivpflege gelebt. Vom 6. bis 7. Mai findet die Veranstaltung im Naturresort Schindelbruch in Südharz statt; die Anmeldung ist jederzeit möglich. Auch in diesem Jahr e
Der neue Webauftritt von LEBE ...
Das Internetportal Leben mit Intensivpflege tritt seit Anfang November mit einer neuen Webseite auf. Die unabhängige Plattform ist jetzt noch intuitiver zu bedienen. Angehörigen von Beatmungspatienten wird durch das neue Menü übersichtlich Hilfe und Informationen zur außerklinischen Intensivpfl
Schulungen und Vorträge zum Entlassungsmanagement ...
Klinische Sozialarbeiter organisieren zum großen Teil im Rahmen des Entlassungsmanagements den Übergang vom Krankenhaus in die ambulante Pflege im eigenen Zuhause eines Patienten. Die Aus- und Fortbildung in diesem Bereich unterstützt Frau Ursula Pabsch von LEBE durch Vorträge, Schulungen und di
Weitere Mitteilungen von Leben mit Intensivpflege
Welttag der Tierimpfung / Mit der Impfung legt man den Grundstein für ein sorgenfreies gesundes und langes Tierleben (FOTO) ...
Nur ein kleiner Pieks für das Tier, aber ein großer Schritt für die Tiergesundheit - das ist die Impfung. Seit 2016 gibt es deshalb den Welttag der Tierimpfung, der in diesem Jahr am 20. April wieder an eine unvergleichliche Erfolgsgeschichte der Tiermedizin erinnert. Kaum eine andere MaÃ
Bodybuilder: Spitzensport ohne Anabolika ist eine Illusion ...
Aufgrund der wachsenden Nachfrage hat sich ein reger Online-Handel entwickelt. Sowohl Patienten als auch Athleten können heute auf zahlreichen Internetseiten Produkte wie Testosteron, Sustanon oder Dianabol kaufen. Auf den ersten Blick hat dies nur Vorteile. So erspart man sich beispielsweise den T
Medizin-Hotline von 4sigma: Rat per Anruf ...
Über Hotline-Angebote betreut 4sigma Gesunde, Patienten und Versicherte und leitet sie ohne Umwege durch die gesamte Gesundheitslandschaft. Das telefonische Beratungsgespräch führen Anrufer mit den qualifizierten und geschulten Fachkräften des hauseigenen medizinischen Care Centers. Je nach Kom
Studie: Nutzen und Risiken der Gebärmutterentfernung und Verödung der Schleimhaut / Wann Frauen ein schwerer Eingriff erspart bleiben könnte (FOTO) ...
Eine Studie* zeigt, dass bei starken Regelblutungen die Verödung oder das Abtragen der Gebärmutterschleimhaut (med.: Endometriumablation) eine sanfte Alternative zur Gebärmutterentfernung (med.: Hysterektomie) sein kann. Für viele Frauen, die von einer sehr starken oder langanhaltende




