Facebook muss in Deutschland trotz Daten-Skandal keinen Werbe-Boykott befürchten
ID: 1601730
aus Deutschland halten dem sozialen Netzwerk trotz des Skandals um
die unerlaubte Weitergabe von Nutzerdaten die Treue. Das zeigt eine
Umfrage des Wirtschaftsmagazins 'Capital' (Ausgabe 5/2018, EVT 19.
April) unter den 25 Unternehmen mit den größten Online-Werbe-Etats
der letzten drei Monate. Keine der angefragten Firmen beabsichtigt,
wegen des Skandals das Werbe-Engagement auf Facebook auszusetzen oder
gar zu beenden. Damit bleibt die Commerzbank, die Ende März
angekündigt hatte, eine Facebook-Kampagne auf Eis zu legen, offenbar
ein Einzelfall.
"Wir erreichen über diesen Kanal viele unserer Kunden direkt und
mit auf deren Interessen zugeschnittenen Angeboten", erklärt der
Versandhändler Otto. Von der Automarke Kia heißt es, Facebook
ermögliche "zielgruppenspezifische Aussteuerung in einer
Granularität, die wenige andere Medien bieten".
Die Mehrheit der befragten Unternehmen betonte aber auch, man
werde den US-Konzern in Zukunft unter verschärfte Beobachtung
stellen. "Wir betrachten die Entwicklung der Plattform aktuell mit
Sorge und verfolgen aufmerksam, wie es weitergeht", so ein Sprecher
der Versicherungsgruppe HUK-Coburg. Hans-Christian Schwingen,
Markenchef der Deutschen Telekom, äußerte sich gegenüber Capital.de
besorgt: "Selbst wenn man zum Ergebnis kommt, dass sich Facebook rein
rechtlich nichts zu schulden hat kommen lassen, so ist ihnen allemal
Fahrlässigkeit im Umgang mit den Daten ihrer Nutzer vorzuwerfen. Bei
allem, was Facebook jetzt aufzuklären und zu tun gedenkt, steht deren
Glaubwürdigkeit auf dem Spiel."
Pressekontakt:
Joachim Haack, PR und Kommunikation CAPITAL
c/o PubliKom Kommunikationsberatung GmbH,
Telefon: 040/39 92 72-0, E-Mail: jhaack@publikom.com
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Datum: 18.04.2018 - 11:30 Uhr
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