Renommierter Preis für Forscherin der Hochschule Osnabrück
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Prof. Dr. Angela Hamann-Steinmeier erhält für ihre Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik den Konrad Albert Schäfer-Innovationspreis
Bereits seit 2008 zeichnet die renommierte Konrad Albert Schäfer Stiftung mit Sitz in Osnabrück Forscherinnen und Forscher der örtlichen Hochschule aus. ?Die Innovationskraft der anwendungsnahen Hochschulforschung begeistert uns immer wieder?, so die Stifterin Marion Diekmann. ?Ergebnisse aller geförderten Projekte strahlen weit über die Region hinaus und helfen, konkrete gesellschaftliche Probleme zu lösen?, ergänzt der Stifter Konrad Albert Schaefer.
Das gilt auch für die Forschungsprojekte von Angela Hamann-Steinmeier: Gemeinsam mit ihrem Team und verschiedenen Kooperationspartnern entwickelt die Professorin für Bioverfahrenstechnik einen ressourcenschonenden Korrosionsschutz für Anlagen der alternativen Energieerzeugung. Denn ob Photovoltaik-, Off-Shore- oder Biogasanlagen: Sie alle sind starken Beanspruchungen ausgesetzt - durch Flugsand, Salzwasser oder Biogas. All diese Einwirkungen erhöhen die Korrosion der stark beanspruchten Lagerkomponenten. Auch ein hoher mechanischer Verschleiß spielt dabei eine große Rolle.
?Das Polymer PEEK bietet sich aufgrund seiner guten Reibwerte und Beständigkeit als Beschichtung zwar an, jedoch kommt ein herkömmliches Beschichtungsverfahren für die Komponenten aus gehärteten Stählen nicht in Frage - dabei würde der Stahl seine Härte verlieren?, erklärt die Forscherin die Herausforderung des Projekts. Mit ihren Kooperationspartnern hat Prof. Hamann-Steinmeier einen Schnelltest für neue Beschichtungsverfahren entwickelt. Dabei werden Ergebnisse ?im Zeitraffer? erzielt: In weniger als 24 Stunden wird auf Basis des sogenannten elektrochemischen Rauschens geprüft, wofür ein herkömmlicher Salzsprühnebel-Test mehr als vier Monate benötigt.
Weiteres Forschungsinteresse der promovierten Mikrobiologin gilt Nanopartikeln, also Verbünden von einigen wenigen bis einigen tausend Atomen oder Molekülen. Mit diesen Kleinstteilchen lassen sich beispielsweise Gleitlacksysteme für den Verschleißschutz hochbelasteter Anwendungen verbessern. Auch in der Medizin können sie eingesetzt werden - derzeit untersucht Prof. Hamann-Steinmeier, ob mit den Nanopartikeln Marker von Krebszellen identifiziert werden können. ?Unsere Vision ist, in etwas fernerer Zukunft Nanopartikel an Biomaterialien zu koppeln, um diese an Krebszellen zu binden?, so die Forscherin. Sie will die Fähigkeit der Nanopartikel nutzen, durch Licht angeregt zu werden und auf kleinstem Raum hohe Temperaturen zu entwickeln, um damit dann die Krebszellen abzutöten.
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Datum: 20.04.2018 - 09:37 Uhr
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