In sieben Minuten von minus zehn auf 22 Grad
ID: 160523
In sieben Minuten von minus zehn auf 22 Grad
ADAC vergleicht Autoheizungen
Empfehlung: Diesel und Großraum-Vans am besten mit Zusatzheizung
Aber guter Heizungskomfort ist kein Privileg von Luxuslimousinen und Sportwagen. In der unteren Mittelklasse besticht der BMW 120i. Er heizt vorne noch schneller (sieben Minuten) als der Mercedes, braucht im Wagenfond aber vier Minuten länger. Bei den Kleinstwagen schneidet der Fiat Panda 1,2 8V Natural Power am besten ab. Mit neun, beziehungsweise 14 Minuten schlägt er beispielsweise den Opel Agila 1,3 CDTI um Längen. Der Agila kommt erst nach 20/26 Minuten auf die geforderten 22 Grad. Der Grund: Diesel heizen prinzipiell schlechter als Benziner. Durch ihren höheren Wirkungsgrad erzeugen sie weniger Abwärme, die zum Aufheizen des Innenraums genutzt werden kann.
Wer möchte, dass sein Diesel schneller auf Temperatur kommt, sollte beim Kauf darauf achten, dass eine Zusatzheizung an Bord ist. Dieses Zubehör ist serienmäßig oder gegen Aufpreis erhältlich. Für viele Modelle gibt es auch Nachrüstlösungen. Zusatzheizungen funktionieren entweder elektrisch oder bedienen sich ähnlich wie Standheizungen aus dem Kraftstofftank des Autos. So ausgestattet, liefert ein BMW X6 35d trotz Selbstzünderantriebs vorne schon nach acht, hinten nach zehn Minuten akzeptable Temperaturen.
Aber nicht nur die Art des Antriebs ist für das Heizergebnis entscheidend, auch die Größe des Innenraums spielt eine Rolle. So ist ein zweisitziger Sportwagen einem Großraum-Van deutlich überlegen. Kein Wunder, dass der Ford Galaxy 2.2 TDCi DPF wegen seines riesigen Innenraums beim Heizungsvergleich die schlechtesten Werte erzielt. Bei klirrender Kälte dauert es vorne 23 Minuten, im hinteren Fahrzeugbereich sogar länger als eine halbe Stunde, bis es angenehm warm wird. Für Kurzstreckenfahrten heißt das: warm anziehen.
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Datum: 09.02.2010 - 11:05 Uhr
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