Wirksame Bekämpfung des illegalen Zigarettenhandels ist machbar: Veröffentlichung des Deutschen Krebsforschungszentrums
ID: 163023
Wirksame Bekämpfung des illegalen Zigarettenhandels ist machbar: Veröffentlichung des Deutschen Krebsforschungszentrums
Da Schmuggelware billiger ist als legal gehandelte Zigaretten, ist sie für Raucher attraktiv. Insbesondere bei Jugendlichen und anderen einkommensschwächeren Bevölkerungsgruppen steigert ein verbilligtes Angebot die Nachfrage. So fördert der illegale Handel den Tabakkonsum eher als ihn zu verringern und je mehr Menschen rauchen, desto mehr Raucher fallen auch tabakbedingten Krankheiten zum Opfer. Neben dieser gesundheitspolitischen Relevanz verursacht er außerdem allein in Deutschland einen jährlichen Steuerschaden in Milliardenhöhe. Politisches Ziel sollte es also sein, den illegalen Zigarettenhandel so weit wie möglich zu beseitigen.
Die neue Veröffentlichung gibt einen Überblick über das weltweite Ausmaß des Zigarettenschmuggels in verschiedenen Ländern. Das Beispiel Großbritannien zeigt, dass gegen den illegalen Zigarettenhandel erfolgreich angegangen werden kann, denn dort konnte er mit Hilfe verschiedener Maßnahmen von 20 Prozent im Jahr 2000 auf 13 Prozent (2006/2007) verringert werden. Außerdem werden der Verlust an Steuereinnahmen und die Anzahl von tabakbedingten Todesfällen, die auf Kosten des illegalen Zigarettenhandels gehen, zahlenmäßig erfasst. Auch wird der Entwurf des Protokolls zur Eliminierung des illegalen Handels mit Tabakprodukten vorgestellt, das die Umsetzung von Artikel 15 des weltweiten Rahmenabkommens zur Tabakkontrolle (FCTC) regeln soll. Artikel 15 fordert von den Vertragsparteien, rechtlich gegen alle Formen des illegalen Handels mit Tabakprodukten, Schmuggel, illegale Herstellung und Fälschung eingeschlossen, vorzugehen.
Deutlich wird, dass eine wirksame Bekämpfung des illegalen Zigarettenhandels machbar ist - die Politik muss nur handeln.
Die Publikation kann unter http://www.tabakkontrolle.de heruntergeladen werden oder ist im Original bei der Pressestelle des Deutschen Krebsforschungszentrums zu beziehen.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland und Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren. Über 2.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, davon 850 Wissenschaftler, erforschen die Mechanismen der Krebsentstehung und arbeiten an der Erfassung von Krebsrisikofaktoren. Sie liefern die Grundlagen für die Entwicklung neuer Ansätze in der Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen. Daneben klären die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Krebsinformationsdienstes (KID) Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert.
Diese Pressemitteilung ist abrufbar unter http://www.dkfz.de
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Datum: 16.02.2010 - 17:47 Uhr
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