Erneute Fehlentwicklungen im Gesundheitswesen

Erneute Fehlentwicklungen im Gesundheitswesen

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Erneute Fehlentwicklungen im Gesundheitswesen



(pressrelations) -
Die gesetzlichen Kassen stöhnen über den Geldmangel, der teilweise erhobene Zusatzbeitrag muss Defizite ausgleichen. Gleichzeitig werden Gelder aber weiter für Bürokratiemonster ausgegeben, die eigentlich überflüssig sind.

Einzelne gesetzliche Krankenkassen bauen zusätzliche Personal- und Sachkosten auf - hierfür liegen der DGVP detaillierte Informationen vor.
So rühmt sich die BEKGEK z.B. damit, dass rund 19.000 Berater in den Geschäftsstellen dafür sorgen, dass die Versicherten gut beraten werden. Die AOK in Bayern verweist darauf, mit 46 Pflegeberaterinnen und Pflegeberatern insgesamt über 10.000 Pflegeberatungen realisiert zu haben. Bei der AOK Rheinland sind fast 100 Pflegeberaterinnen und Pflegeberater im Einsatz.

Basierend auf der Gesetzgebung im Jahr 2009 werden zurzeit die Pflegestützpunkte der Pflegekassen mit Pflegeberaterinnen und Beratern auf- und ausgebaut. Die private Krankenversicherung hat ein eigenes Institut für die Beratung in Fragen der Pflegeleistungen aufgebaut.
Gleichzeitig spüren die Patienten, die Pflegebedürftigen und Angehörigen eine sich ausweitende Rationierung von Leistungen. Hinzu kommt die unsägliche Diskussion von Priorisierung im Gesundheitswesen.

Es gibt sie Institution des Medizinische Dienstes der Krankenkassen (MDK)- dieser wurde installiert, um die individuellen Leistungen für den einzelnen Patienten/ Pflegebedürftigen zu kontrollieren und zu bestimmen. Der MDK wird bezahlt von den Kranken- und Pflegekassen, also von Beiträgen der Versicherten. Warum bedarf es nun zusätzlicher personeller, sachlicher und bürokratischer Aufwendungen, um den Leistungsgrad für die Versicherten/ Patienten oder Pflegebedürftigen festzulegen, zu kontrollieren oder zu beraten? Steht hinter diesem hohen finanziellen Aufwand nicht eventuell auch die Absicht, die Kontrolle noch weiter auszuweiten und einen direkten Einfluss der Kassen auf die Versorgung der Versicherten und Patienten zu nehmen?



Es besteht die Gefahr der Überreglementierung für die Leistungen der Versicherten und Patienten im Wettbewerb der Krankenkassen und somit zu weiter ansteigenden Kosten der Bürokratie mit einem Abbau von Leistungen.
Die politischen Mandatsträger müssen aufgefordert werden, Einfluss auf diese destruktive Entwicklung zu nehmen, die verbunden ist mit höheren finanziellen Belastungen für die Bürger und einer sich ständig verschlechternden Versorgung.


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Datum: 18.02.2010 - 16:47 Uhr
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