Berlin attraktiv für Life Science
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Die Region Berlin-Brandenburg verfügt über vielseitige Kompetenzen in der Medizin, Pflege und Gesundheit sowie in der Industrie und in den Zulieferbranchen, berichtet das Fachmagazin Wirtschaftsbild http://www.wirtschaftsbild.de . Zu diesen zählen die Medizintechnik und die pharmazeutische Industrie. Die gut ausgebauten Nachbarbranchen, wie Tourismus, Wellness und Sport unterstützen die Expansion des Gesundheitswesens in der Region. Ohne die optischen Technologien, Nanotechnik, Informations- und Kommunikationstechnik ist Life Science nicht möglich. Kaum eine andere Region kann auf so engem Raum so viele medizinische Kompetenzen vorweisen wie Berlin-Brandenburg. Das 1986 gegründete deutsche Herzzentrum Berlin ist eines der renommiertesten und leistungsstärksten Transplantationszentren der Welt. Die Berliner Charite ist Europas grösstes Universitätsklinikum. Das Klinikum Neukölln repräsentiert die erste Laserklinik weltweit. Neben den Krankenhäusern und Kliniken gibt es aber noch andere Forschungseinrichtungen, die sich mit Medizintechnik befassen. Ein Beispiel dafür ist das Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik http://www.max-planck-institut.de. Insgesamt 150 Medizintechnik-Unternehmen und über 20 Pharma-Unternehmen haben sich in der Hauptstadt angesiedelt. Ungefähr 300.000 Menschen arbeiten direkt oder indirekt für die Gesundheit in der Hauptstadtregion. Diese Menschen sind das Potenzial, Berlin zur führenden Gesundheitsregion Deutschlands zu machen.
Ein Schlagwort hierbei ist "Networking". Netzwerke unterstützen die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, so Wirtschaftsbild. Beispielsweise sind die fünf Berliner Krankenhäuser, die sich zum "Network for better medical care - NBMC" zusammen geschlossen haben, zu nennen. Die Krankenhäuser im Netzwerk richten Angebot, Service und Leistung gezielt auf die Anforderungen ausländischer Patienten aus - Berlin beherbergt schliesslich 180 verschiedene Nationen. Das neue Netzwerk ist daher, so meint die Industrie und -Handelskammer (IHK) Berlin, "ein vielversprechender Weg, die damit verbundenen Wachstumschancen zu nutzen", schreibt Wirtschaftsbild.
Ein grosser Schritt in Richtung Verknüpfung von Forschung und Industrie ist der Wissenschaftspark Golm. Mit drei Max-Planck-Instituten, zwei Fraunhofer-Instituten, der Uni Potsdam und dem Gründerzentrum entwickelt sich Golm zu einem wichtigen Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. "Wir verbinden hier Mikrosystemtechnik und Biotechnologie und können so im Netzwerk BioHyTec neuartige Produkte für das wachsende Segment der molekularen Diagnostik entwickeln, von denen bereits einige Marktreife erlangt haben", bestätigt Professor Scheller von der Universität Potsdam, Pionier auf dem Gebiet der Biochip- Technologie. Auch Michael Sander, Geschäftsführer des Lindauer Beratungsunternehmens TCP Terra Consulting Partners GmbH http://www.terraconsult.de , beobachtet zudem noch einen Wandel von den tradierten Gesundheitsverwaltern hin zu modernen und kundenorientierten Dienstleistungsunternehmen. Steigende Managementkompetenz sei gefragt; und genau diese Forderungen versuche das Unternehmen Care-Helix-Institut zu bedienen. Das in Hamburg gegründete CareHelix Institut für Management und Dialog im Gesundheitswesen (CIM) http://www.carehelix-institut.de mit Repräsentanzen in Berlin und Lindau will den Wandel im Gesundheitswesen aktiv mitgestalten. Die Hauptaufgabe des Instituts sieht Sander darin, dass alle Partner des CIM Zugang zu aktuellem Fachwissen bekommen, das von Praktikern an Praktiker weitergegeben wird. Praxisrelevante Themen aus dem Gesundheitswesen können in Projekt- und Arbeitsgruppen unmittelbar gestaltet werden. Das CIM versteht sich als Netzwerk von Gesundheitsexperten. "Unser Institut behandelt Themenblöcke, die von Fach- und Führungskräften immer wieder als zentrale Herausforderungen genannt werden, nämlich Disease-Management, Morbiditätsorientierung, Case-Management, Kundenbeziehungsmanagement, Prozess- und Qualitätsmanagement und Kooperationsformen zwischen Kostenträgern und Leistungserbringern", so Sander.
Sander ist der Meinung, dass der grosse Standortvorteil der Hauptstadtregion im Gesundheitswesen unübersehbar ist. Die Fülle an Universitäten und Forschungseinrichtungen, aus deren Umfeld neue Firmengründungen hervorgehen, zahlreiche Netzwerke zwischen Wissenschaft und Forschung zeigen, dass Life Science in der Hauptstadt eine stetig wachsende Rolle spielt.
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Datum: 07.10.2005 - 15:39 Uhr
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