Landgericht Offenburg: VW muss Käufer eines VW Touran Schadensersatz zahlen
Urteil gegen VW im Abgasskandal? Software-Update steht Schadensersatzanspruch nicht entgegen
Der Mandant von CLLB Rechtsanwälte hatte den VW Touran TDI gebraucht gekauft. Wenig später flog der Abgasskandal auf. Auch in dem Touran war der Motor EA 189 mit der Schummel-Software verbaut, die dafür sorgte, dass die Abgaswerte auf dem Prüfstand eingehalten wurden, im regulären Straßenverkehr aber deutlich mehr Emissionen ausgestoßen wurden. ?Nach Aufforderung ließ unser Mandant das Software-Update aufspielen. Dadurch wurde der Schaden aber nicht beseitigt. Zudem waren die vermeintlich geringen Emissionen bei dem VW Touran TDI auch ein Kaufargument für unseren Mandanten. Hätte er gewusst, dass diese Werte nur aufgrund einer illegalen Abschalteinrichtung und nur auf dem Prüfstand erreicht werden, hätte er das Fahrzeug überhaupt nicht gekauft. Daher haben wir auf Schadensersatz und die Rückabwicklung des Kaufvertrags geklagt?, erklärt Rechtsanwalt Dr. Henning Leitz, CLLB Rechtsanwälte.
Die Klage hatte Erfolg. Das Landgericht Offenburg stellte fest, dass in dem VW Touran eine illegale Abschalteinrichtung verbaut wurde und hat prozessual unterstellt, dass dies mit Wissen und Wollen des damaligen Vorstands erfolgt ist. Durch die Abschalteinrichtung habe der Kunde erhebliche Nachteile hinnehmen müssen. Denn die Abgaswerte entsprechen nicht der Fahrzeugbeschreibung und übersteigen die zulässigen Grenzwerte. Zudem habe die Gefahr bestanden, dass dem Fahrzeug die Zulassung entzogen wird, wenn das Software-Update nicht aufgespielt wird. Es könne davon ausgegangen werden, dass ein Käufer erwartet, dass das erworbene Fahrzeug mangelfrei ist und den gesetzlichen Vorschriften entspricht. VW habe die Käufer aber über die tatsächlichen Eigenschaften des Fahrzeugs getäuscht und somit geschädigt. Der Schaden liege darin, dass Volkswagen ein Fahrzeug mit einer illegalen Abschalteinrichtung in den Verkehr gebracht und der Kläger dieses erworben habe. Im Streben nach Profit habe VW dafür im großen Umfang und mit erheblichen Auswand gesetzliche Umweltvorschriften ausgehebelt und die Käufer getäuscht. Dieses Handeln sei vorsätzlich und sittenwidrig erfolgt, stellte das LG Offenburg fest.
Die Installierung des Software-Updates stehe dem Schadensersatzanspruch nicht entgegen. Denn der Schaden sei schon durch den Abschluss des Kaufvertrags entstanden, zu dem es ohne die sittenwidrige Täuschung nicht gekommen wäre. Dieser Schaden werde durch das Update nicht beseitigt.
?Das Urteil zeigt, dass gute Aussichten bestehen, Schadensersatzansprüche gegen VW durchzusetzen, auch wenn das Update aufgespielt wurde. Allerdings sollten die Ansprüche jetzt geltend gemacht werden, da sie Ende des Jahres verjähren?, so Rechtsanwalt Dr. Henning Leitz.
Mehr Informationen: https://www.diesel-abgasskandal.de/
CLLB Rechtsanwälte steht für herausragende Expertise auf dem Gebiet des Zivilprozessrechts. Die Ausarbeitung und erfolgreiche Umsetzung einer zielführenden Prozessstrategie ist nicht nur in Großverfahren mit mehreren hundert geschädigten Investoren ein entscheidender Faktor. Auch komplexe Einzelverfahren gerade mit internationalem Bezug können nur durch den Einsatz spezifischer Erfahrung und detaillierter Sach- und Rechtskenntnis optimal geführt werden. Unsere Anwälte sind deshalb mit der Funktionsweise von Finanzprodukten der geregelten und ungeregelten Märkte bestens vertraut, als Kapitalmarktrechtspezialisten ausgewiesen und verfügen über langjährige, d.h. zum Teil mehr als zehnjährige, einschlägige Jusitizerfahrung vor Gerichten in der gesamten Bundesrepublik. Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte wurde im Jahr 2004 in München gegründet und konnte sich durch zahlreiche Erfolge in aufsehenerregenden Verfahren bereits nach kurzer Zeit etablieren. Beinahe zwangsläufig war deshalb die Erweiterung der Repräsentanz mit Eröffnung eines weiteren Standortes in der Bundeshauptstadt Berlin im Jahr 2007. Neben den vier Gründungspartnern István Cocron, Steffen Liebl, Dr. Henning Leitz und Franz Braun, deren Anfangsbuchstaben für die Marke "CLLB" stehen, sind mit Alexander Kainz (2008) und Thomas Sittner (2017) zwei weitere Partner für den Mandantenerfolg verantwortlich. Mittlerweile vertreten zwölf Rechtsanwälte von CLLB die rechtlichen Interessen ihrer Mandanten. Sie sind dabei vorwiegend auf Klägerseite tätig und machen für sie Schadensersatzforderungen geltend. Das heißt kurz zusammengefaßt: Wir können Klagen.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
CLLB Rechtsanwälte steht für herausragende Expertise auf dem Gebiet des Zivilprozessrechts. Die Ausarbeitung und erfolgreiche Umsetzung einer zielführenden Prozessstrategie ist nicht nur in Großverfahren mit mehreren hundert geschädigten Investoren ein entscheidender Faktor. Auch komplexe Einzelverfahren gerade mit internationalem Bezug können nur durch den Einsatz spezifischer Erfahrung und detaillierter Sach- und Rechtskenntnis optimal geführt werden. Unsere Anwälte sind deshalb mit der Funktionsweise von Finanzprodukten der geregelten und ungeregelten Märkte bestens vertraut, als Kapitalmarktrechtspezialisten ausgewiesen und verfügen über langjährige, d.h. zum Teil mehr als zehnjährige, einschlägige Jusitizerfahrung vor Gerichten in der gesamten Bundesrepublik. Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte wurde im Jahr 2004 in München gegründet und konnte sich durch zahlreiche Erfolge in aufsehenerregenden Verfahren bereits nach kurzer Zeit etablieren. Beinahe zwangsläufig war deshalb die Erweiterung der Repräsentanz mit Eröffnung eines weiteren Standortes in der Bundeshauptstadt Berlin im Jahr 2007. Neben den vier Gründungspartnern István Cocron, Steffen Liebl, Dr. Henning Leitz und Franz Braun, deren Anfangsbuchstaben für die Marke "CLLB" stehen, sind mit Alexander Kainz (2008) und Thomas Sittner (2017) zwei weitere Partner für den Mandantenerfolg verantwortlich. Mittlerweile vertreten zwölf Rechtsanwälte von CLLB die rechtlichen Interessen ihrer Mandanten. Sie sind dabei vorwiegend auf Klägerseite tätig und machen für sie Schadensersatzforderungen geltend. Das heißt kurz zusammengefaßt: Wir können Klagen.
Datum: 09.11.2018 - 14:14 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1668964
Anzahl Zeichen: 4947
Kontakt-Informationen:
Stadt:
München
Kategorie:
Recht und Verbraucher
Diese Pressemitteilung wurde bisher 406 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Landgericht Offenburg: VW muss Käufer eines VW Touran Schadensersatz zahlen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
CLLB Rechtsanwälte Cocron, Liebl, Leitz, Braun, Kainz Partnerschaft mbB (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Klage war so etwas wie der letzte Joker für eine Zockerin, die im Online-Casino viel Geld verspielt hatte. Und der Joker hat gestochen. Die Titanium Brace Marketing Ltd., Anbieterin des Online-Casinos ?Drückglück?, muss ihr die verlorenen Einsätze zurückzahlen ? mehr als 58.000 Euro. Das h
Cybersicherheit: Payback Punkte gestohlen! ...
Die auf Verbraucherschutz spezialisierte Kanzlei CLLB Rechtsanwälte hat bereits über den Punkteklau bei Payback aufgrund unzureichender Sicherheitsvorkehrungen berichtet. Nunmehr hat CLLB Rechtsanwälte für eine Vielzahl geschädigter Payback-Kunden mehrere Klagen vor dem zuständigen Landgerich
CLLB Rechtsanwälte reichen für Spieler Klage gegen Sportwettenbetreiber ein. ...
Die auf die Vertretung von Geschädigten illegaler Online-Casinos spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei CLLB vertritt bereits zahlreiche Mandanten, die bei illegalen Online-Glücksspielen zum Teil erhebliche Beträge verloren haben. Die Besonderheit im vorliegenden Fall liegt darin, dass dem nunm
Weitere Mitteilungen von CLLB Rechtsanwälte Cocron, Liebl, Leitz, Braun, Kainz Partnerschaft mbB
Landgericht Offenburg: VW muss Käufer eines VW Touran Schadensersatz zahlen ...
München, 09.11.2018. Für den Käufer eines vom Abgasskandal betroffenen Käufer eines VW Touran Diesel konnte CLLB Rechtsanwälte Schadensersatz durchsetzen. Das Landgericht Offenburg hat mit Urteil vom 19. Oktober 2018 entschieden, dass VW das Fahrzeug zurücknehmen und den Kaufpreis abzüglich e
LG Stuttgart: Porsche muss Cayenne Diesel 3.0 EU6 wegen Abgasmanipulationen zurücknehmen ...
München, 09.11.2018. Der Abgasskandal ist um ein Kapitel reicher. Erstmals wurde nun auch Porsche verurteilt, wegen der Verwendung einer unzulässigen Abschalteinrichtung einen Porsche Cayenne Diesel zurückzunehmen und dem Käufer Schadensersatz zu zahlen. Das hat das Landgericht Stuttgart mit Urt
Was genau ist eigentlich eine Eigentumswohnung und was müssen Käufer beachten? ...
Das Wohnungseigentum ermöglicht Gemeinschaftseigentum an einem Hausgrundstück zu einem bestimmten Bruchteil in Kombination mit Sondereigentum an bestimmten Räumen des Gebäudes in Form von Eigentumswohnungen. Die Details der Aufteilung in Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum sind in der Teilu
Abgasskandal - VW muss Eigentümerin eines Audi Q3 Schadensersatz zahlen ...
Erfreuliches Urteil für alle vom Dieselskandal geschädigten Verbraucher: VW muss der Eigentümerin eines vom Abgasskandal betroffenen Audi Q3 2,0 TDI Quattro Schadensersatz zahlen. Das hat das Landgericht Baden-Baden mit Urteil vom 25. Oktober 2018 entschieden (Az.: 2 O 102/18). ?Das Landgericht




