Stadt Oldenburg bestätigt: Drei Amtsveterinäre an Schlachthof-Skandal beteiligt

Stadt Oldenburg bestätigt: Drei Amtsveterinäre an Schlachthof-Skandal beteiligt

ID: 1670261

Das Deutsche Tierschutzbüro fordert die Aufklärung aller Hintergründe und personelle Konsequenzen nach der Bestätigung der Beteiligung dreier Amtsveterinäre an den Vorgängen im Oldenburger Schlachthof



(firmenpresse) - Die Stadtverwaltung Oldenburg hat in einer offiziellen Pressemitteilung bestätigt, dass auf dem Videomaterial, das Tierquälerei im Schlachthof der Standard-Fleisch GmbH & Co. KG dokumentiert, drei Veterinärmediziner der Stadt Oldenburg zu sehen sind und an den Vorgängen beteiligt waren. Diesen Umstand hatte das Deutschen Tierschutzbüro am Montag schon öffentlich gemacht und eine weitere Strafanzeige gestellt. Die Stadt Oldenburg bestätigt diesen Verdacht nun und kündigt weitere Untersuchungen und Befragungen der Mitarbeiter an. Auf den Videoaufnahmen ist zu sehen, wie die Veterinäre zuschauten, wenn Tiere leiden und gequält werden. In gleich mehreren Fällen wurde von ihnen nicht eingeschritten, als Tiere getreten oder mit Elektroschockern malträtiert wurden. Die Veterinäre haben auch gleich mehrfach selbst Hand angelegt, so wurde z.B. ein Rind, das unzureichend betäubt war, abgestochen. Bei anderen Rindern wurde durch die Veterinäre selbst der Bolzenschuss gesetzt. Das Deutsche Tierschutzbüro fordert sowohl die lückenlose Aufklärung darüber, wie es zu solch skandalösen Handlungen durch Amtsveterinäre kommen konnte, als auch personelle Konsequenzen beim Veterinäramt Oldenburg. "Das Mitarbeiter der Stadt Oldenburg direkt an den schrecklichen Zuständen im Schlachthof beteiligt waren, ist ein Skandal! Hier muss es sofortige Konsequenzen geben und auch die Rolle der Amtsleitung klar hinterfragt werden", so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros.

In der letzten Woche hatte das Deutsche Tierschutzbüro Bildmaterial, das Tierquälerei im Schlachthof der Standard-Fleisch GmbH & Co. KG dokumentiert, der Staatsanwaltschaft Oldenburg, dem zuständigen Veterinäramt Oldenburg und dem Landwirtschaftsministerium in Hannover überreicht. Die Bilder zeigen Fälle von extremen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und Straftaten im angezeigten Schlachthof. Der Schlachthof selbst bestätigte daraufhin im Grunde die Vorwürfe. Die Bildaufnahmen sind mit versteckten Kameras in dem Zeitraum September und Oktober 2018 entstanden und umfassen über 600 Stunden Videomaterial. Anfang dieser Woche hatte das Schlachthof- Unternehmen verkündet, den Betrieb ab sofort ruhen zu lassen und reagierte damit auf den enormen öffentlichen Druck, der durch die Veröffentlichung des Bildmaterials durch das Deutsche Tierschutzbüro entstanden war. "Die Aufnahmen zeigen so viele extreme Verstöße, die dringend lückenlos verfolgt werden müssen. Die Aufarbeitung des Skandals ist auch nach dessen Schließung nicht beendet, sondern steht noch ganz am Anfang", so Peifer.



Eine sehr enge Kooperation des Schlachthofs bestand seit 2017 mit der Böseler Goldschmaus GmbH, die selbst zu den größten Betrieben für die Produktion und den Vertrieb von Wurst- und Fleischwaren zählt. Diese bezog ihr Rindfleisch von der Standard-Fleisch GmbH & Co. KG, um es dann weiterzuverbreiten. Die Meldung von Goldschmaus, den Schlachthof nicht mehr mit Schlachtungen zu beauftragen, führte vermutlich zur Stilllegung des Betriebs.

Viele Handelspartner von Goldschmaus, wie z.B. Frosta, Norma, die Bünting-Gruppe, die Supermarktkette HIT aus Nordrhein-Westfalen, EDEKA, ALDI, Lidl und Norma hatten schockiert auf die Bilder reagiert und noch in der letzten Woche die Zusammenarbeit beendet. "Es wurde Zeit, dass Goldschmaus selbst auch endlich handelt. Jetzt gelangt hoffentlich nie wieder Fleisch aus diesem Skandal-Betrieb in die Lebensmittelproduktion. Es muss aber sichergestellt sein, dass so etwas auch zukünftig nie wieder passiert", so Jan Peifer abschließend.

Weitere Informationen zur Recherche finden Sie unter: www.tierschutzbuero.de/realitaet-schlachthof

Bildmaterial aus dem Schlachthaus auf Anfrage.

Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Das Deutsche Tierschutzbüro ist ein eingetragener Verein, der sich für mehr Rechte von Tieren einsetzt. Die bundesweit tätige Organisation ist als besonders förderungswürdig anerkannt und gemeinnützig. Weitere Informationen unter www.tierschutzbuero.de



Leseranfragen:

Gubener Straße 47, 10243 Berlin



PresseKontakt / Agentur:




drucken  als PDF  Frauentöpfergruppe veranstaltet Basar in Friedensau Tannhäuser: Zwischen Liebe und Lust
Bereitgestellt von Benutzer: Connektar
Datum: 14.11.2018 - 11:40 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1670261
Anzahl Zeichen: 4008

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Fabian Steinecke
Stadt:

Berlin


Telefon: 030-2700496-11

Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Meldungsart:
Anmerkungen:


Diese Pressemitteilung wurde bisher 427 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Stadt Oldenburg bestätigt: Drei Amtsveterinäre an Schlachthof-Skandal beteiligt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Deutsches Tierschutzbüro e.V. (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Das Schweinehochhaus ist geschlossen! Deutsches Tierschutzbüro beendet erfolgreiche Kampagne gegen Tierhaltung ...
Für viele ist es das Symbol der Massentierhaltung geworden. Auf sechs Etagen wurden insgesamt zehntausende Sauen und Ferkel gehalten. Transportiert wurden die Tiere über Fahrstühle, was bislang einzigartig in ganz Europa war. Das in DDR-Zeiten erbaute Schweinehochhaus galt damals als Vorzeigebetr

Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin wegen möglicher Tierquälerei in Deutschlands größter Kaninchenzucht, der Dr. Zimmermann GbR in Abtsgmünd ...
Vor mehr als einem Jahr veröffentlichte das Deutsche Tierschutzbüro erschreckendes Bildmaterial aus dem größten Kaninchenzuchtbetrieb in Deutschland. Die Aufnahmen sind in einer umfangreichen Undercover-Recherche entstanden. Immer wieder wurden die Zustände im Betrieb der Firma Dr. Zimmermann G

Staatsanwaltschaft ermittelt weiterhin wegen möglicher Tierquälerei in Deutschlands größter Kaninchenzucht ...
Die Aufnahmen sind in einer umfangreichen Undercover-Recherche entstanden. Immer wieder wurden die Zustände im Betrieb der Firma Dr. Zimmermann in Abtsgmünd, Ostalbkreis (Baden-Württemberg), auch durch versteckte Kameras, dokumentiert. So zeigen die dem Deutschen Tierschutzbüro zugespielten Bild


Weitere Mitteilungen von Deutsches Tierschutzbüro e.V.


Meinungsfreiheit mit allen Mitteln verteidigen! Sperrungen von kritischen Facebook-Kommentaren demokratisch gewählter Abgeordneter sind ungeheuerliche Eingriffe in die freie Meinungsäußerung ...
"Mit allen Mitteln soll verhindert werden, dass die Entgleisungen des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg an die Öffentlichkeit kommen", kritisiert der AfD-Landtagsabgeordnete Emil Sänze mit Verweis auf die Sperrung seines Facebook-Accounts nach einem fundierten Kommentar auf

Ryanair-Einigung mit ver.di: Das Verbot von Betriebsräten widerspricht geltendem EU-Recht ...
Skycop-CEO Marius Stonkus: "Es ist erschütternd, dass rund 150 Jahre nach Gründung der ersten Gewerkschaft in Deutschland noch immer um zentrale Arbeitnehmer-Rechte wie die Bildung eines Betriebsrats gestritten werden muss. Hier ist die Europäische Union in ihrer Rechtsauffassung deutlich fo

Tannhäuser: Zwischen Liebe und Lust ...
Ein öffentlicher Schlagabtausch über Kunst ? die Szenerie, wie sie Richard Wagner in »Tannhäuser« denkt, ist heute genauso revolutionär wie damals, als der Komponist mit seiner Titelfigur Heinrich einen Außen auf die Bühne stellt, der mit seinem unkonventionellen Verhalten die Menschen vor

Frauentöpfergruppe veranstaltet Basar in Friedensau ...
Am Sonntag, den 25. November 2018, findet von 10.00 bis 17.00 Uhr in der Kulturscheune Friedensau, An der Ihle 10, der 19. Töpferbasar in Friedensau statt. Der Erlös wird von der Frauentöpfergruppe wie jedes Jahr an karitativ-tätige Einrichtungen gespendet. Originelle Töpferwaren, wie handgema


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z