Skandal: Extreme Missstände in Oldenburger Rinderschlachthof waren den Behörden schon seit Jahren bekannt
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Nach neuen Skandalen um den Oldenburger Rinderschlachthof kündigt das Deutsche Tierschutzbüro eine Demonstration gegen den Betrieb an.
Die Tierrechtsorganisation sieht sich in diesen Vorfällen gestärkt, dass der Schlachthof endgültig geschlossen werden muss und kündigt für den 8. Dezember um 12.00 Uhr eine Demonstration vor dem Schlachtbetrieb an.
Anfang November hatte das Deutsche Tierschutzbüro Bildmaterial, das Tierquälerei im Schlachthof Oldenburg dokumentiert, der Staatsanwaltschaft Oldenburg, dem zuständigen Veterinäramt Oldenburg und dem Landwirtschaftsministerium in Hannover überreicht. Die Bilder zeigen Fälle von extremen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und Straftaten im angezeigten Schlachthof. Der Schlachthof selbst bestätigte daraufhin im Grunde die Vorwürfe. Die Bildaufnahmen sind mit versteckten Kameras in dem Zeitraum September und Oktober 2018 entstanden und umfassen über 600 Stunden Videomaterial. Kurz darauf hatte das Schlachthof- Unternehmen verkündet, den Betrieb ab sofort ruhen zu lassen und reagierte damit auf den enormen öffentlichen Druck, der durch die Veröffentlichung des Bildmaterials durch das Deutsche Tierschutzbüro entstanden war. Für zusätzliches Aufsehen sorgte, dass auf dem Material auch Amtsveterinäre zu sehen war, was die Stadt Oldenburg auch kurz nach der Veröffentlichung bestätigte. "Die Aufnahmen zeigen so viele extreme Verstöße, die scheinbar über Jahre schon Normalität in dem Betrieb waren. Wie man auch jetzt erneut sehen kann, ist der Skandal noch lange nicht komplett aufgedeckt und wird scheinbar immer größer", so Peifer.
Eine sehr enge Kooperation des Schlachthofs bestand seit 2017 mit der Böseler Goldschmaus GmbH, die selbst zu den größten Betrieben für die Produktion und den Vertrieb von Wurst- und Fleischwaren zählt. Diese bezog ihr Rindfleisch von der Standard-Fleisch GmbH & Co. KG, um es dann weiterzuverbreiten. Die Meldung von Goldschmaus, den Schlachthof nicht mehr mit Schlachtungen zu beauftragen, führte vermutlich zur Stilllegung des Betriebs. Viele Handelspartner von Goldschmaus, wie z.B. Frosta, Norma, die Bünting-Gruppe, die Supermarktkette HIT aus Nordrhein-Westfalen, EDEKA, ALDI, Lidl und Norma hatten schockiert auf die Bilder reagiert und noch in der letzten Woche die Zusammenarbeit und Lieferbeziehungen beendet. Auch die Möbelhauskette IKEA, die einen Teil ihrer Hot Dog-Würstchen von Goldschmaus bezog, distanzierte sich nach Bekanntmachung der Geschäftsbeziehungen öffentlich.
Weitere Informationen zur geplanten Demonstration finden Sie hier: http://www.tierschutzbuero.de/realitaet-schlachthof/oldenburg-demo
Weitere Informationen zur Recherche finden Sie unter: www.tierschutzbuero.de/realitaet-schlachthof
Bildmaterial aus dem Schlachthaus auf Anfrage.
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Datum: 27.11.2018 - 13:00 Uhr
Sprache: Deutsch
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