Darum passen Agilität und Offshoring nicht zusammen
Mit agilen Methoden können Unternehmen bessere Software schneller entwickeln. Sie sollten dabei aber unbedingt der Versuchung widerstehen, Entwicklungsarbeiten an Offshore-Dienstleister auszulagern, erklärt Avision, denn das wäre Sparen am falschen Ende: schließlich unterminiert Offshoring drei zentrale Aspekte der agilen Softwareentwicklung.
1. Agilität bedeutet mehr Eigenverantwortung.
Eine wesentliche Säule der agilen Softwareentwicklung ist die hohe Eigenverantwortung und Selbstverwaltung. Die Entwicklungsteams teilen sich ihre Arbeit selbst ein und können wenn nötig auch Arbeit ablehnen. Für Mitarbeiter von Offshore-Dienstleistern ist das aber erfahrungsgemäß sehr schwer, da dort oft klassische strenge Hierarchien vorherrschen und die Kommunikation der Mitarbeiter ausschließlich über deren Vorgesetzte erfolgt. Ein eigenbestimmtes Handeln der Entwicklungsteams ist unter diesen Bedingungen nur schwer umzusetzen.
2. Entwicklungsteams und Fachabteilungen benötigen gemeinsames Verständnis.
Ein zentrales Ziel von Agilität ist die volle Konzentration aller Beteiligten auf den Nutzen einer Software für die Anwender. Da vor allem die Fachabteilungen diesen Nutzen einschätzen können, ist eine enge Abstimmung zwischen ihnen und den Entwicklungsteams erforderlich, denn nur so gelangen die Entwickler an das nötige Domänenwissen. Das können sie sich aber nur wirklich erschließen, wenn sie ein Verständnis für die lokalen und kulturellen Gegebenheiten haben, in denen die Software zum Einsatz kommt. Bei Offshoring-Dienstleistern, die in aller Regel aus einem anderen Kulturraum stammen, ist dieses Verständnis meist nicht vorhanden.
3. Kommunikation ist wichtiger als Dokumentation.
In agilen Entwicklungsprojekten wird die Bedeutung der Dokumentation niedriger bewertet, stattdessen enthält die Kommunikation einen höheren Stellenwert. Offshoring-Dienstleister sind aber traditionell stark auf Dokumentation ausgerichtet und orientieren sich häufig am CMMI-Modell (Capability Maturity Model Integration), das extrem zur Bürokratisierung neigt. Unterschiedliche Zeitzonen und Sprachbarrieren erschweren die Kommunikation ebenso wie kulturelle Unterschiede. Ein Klassiker ist etwa die Tatsache, dass es vielerorts nicht üblich ist, „Nein“ zu sagen. Das kann schnell zu Missverständnissen und Unklarheiten führen, beispielsweise wenn es darum geht, ob ein bestimmter Sachverhalt verstanden wurde.
„Offshoring wirkt in agilen Projekten meist kontraproduktiv. Kulturelle Unterschiede und sprachliche Barrieren verhindern die Entstehung der nötigen agilen Arbeitsatmosphäre“, sagt Nadine Riederer, CEO bei Avision. „Das Geld, das sich Unternehmen durch die Auslagerung von Entwicklungsarbeiten an einen Offshoring-Dienstleister vermeintlich sparen, kommt sie in Wahrheit teuer zu stehen – denn sie berauben sich damit der ureigenen Stärken der Agilität.“
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Die Avision GmbH in Oberhaching bei München ist ein auf Software Revivals spezialisierter IT-Dienstleister für Anwendungsentwicklung und -betreuung. Als Alternative zu kompletten Neuimplementierungen, die häufig kostspielig und riskant sind, modernisiert Avision die Legacy-Software von Unternehmen auf effiziente Art und Weise. Performante und businesskritische Elemente werden beibehalten, veraltete und teure Module abgelöst und wichtige Funktionalitäten weiterentwickelt, erneuert oder in anderen Systemen umgesetzt. Die rund 70 Mitarbeiter von Avision bringen dafür ein breit gefächertes und fundiertes Know-how für Betriebssysteme, Datenbanken, Middleware und Programmiersprachen mit. Auf Grundlage einer gründlichen Analyse schaffen sie auch für komplexe Probleme maßgeschneiderte Lösungen. Weitere Informationen unter: www.avision-it.de.
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Datum: 05.12.2018 - 17:44 Uhr
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Freigabedatum: 05.12.2018
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