Diabetes: erhöhtes Herzinfarktrisiko bei Hitze
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Eine neue Studie bestätigt nun, was viele Ärzte in Deutschland schon befürchteten: die Temperaturen über 29 Grad erhöhen bei Diabetikern die Gefahr einen Herzinfarkt zu erleiden um das 2- bis 6-fache! Bei großer Hitze weiten sich die Blutgefäße aus und der Blutdruck verringert sich, was bei Diabeteskranken schnell zu einen Kreislaufkollaps führen kann. Hier ist Prävention und Beratung dringend geboten.
Diabetes mellitus, auch die Zuckerkrankheit genannt, liegt ein gestörter Zuckerstoffwechsel zugrunde. Die Ursachen können vielfältig sein, neben genetischer Prädisposition können auch Autoimmunprozesse oder organische Ursachen in Betracht kommen. Diabetes wird Hauptsächlich in zwei Typen unterschieden. Typ 1 – Diabetes zeichnet sich durch eine verminderte bis fehlende Insulinsekretion aus, Typ 2 durch eine subnormale bis hohe, jedoch immer gestörten Insulinsekretion.
Diese Entgleisung des Stoffwechsels macht eine lebenslange medikamentöse Behandlung notwendig. Doch trotz Behandlung nagt Diabetes am Körper und verursacht auch am Blutkreislaufsystem Schäden.
In Bezug auf das Thema Herzinfarktrisiko lassen sich 2 bis 3 Symptome des Diabetes herausfiltern, die für das erhöhte Risiko ursächlich sind:
1. Diabetes schädigt die Gefäßwände, zunächst die kleinen Gefäße (Kapillaren), was zu einer schlechten Durchblutung führt. Mit der Zeit greift dieser Effekt auch auf mittelgroße bis große Gefäße über. Dies führt unter anderem schon zu einer Minderdurchblutung der Herzmuskeln.
2. Polyurie: Diabetiker verspüren häufig Durst, trinken deshalb abnormal viel (Polydipsie). Das bewirkt das einerseits übermäßig viel uriniert wird, andererseits wird dies eventuell mit Diuretika behandelt.
3. Bluthochdruck: Auch Bluthochdruck ist ein Symptom von Diabetes und wird meist auch medikamentös behandelt.
Bei normalen Temperaturen ist die medikamentöse Einstellung optimal auf den Patienten eingestellt. Steigen die Temperaturen allerdings stark an, hat das fatale Folgen:
Durch die Hitze kommt es zu einem höheren Wasserverlust, wenn Sie nun zu wenig trinken und Diuretika zur Entwässerung einnehmen, fehlt dem Körper eine hohe Menge an Flüssigkeit. Zusätzlich weiten sich durch die Hitze die Gefäße, dies verstärkt die medikamentöse Wirkung von Blutdrucksenkenden Medikamenten. Wenn nun der Blutdruck absackt, der Körper akut exsikkiert, bei einer Minderdurchblutung der Herzmuskeln, ist das ein höchst gefährlicher Zustand für Ihren Körper. Hier ist Prävention und Beratung dringend geboten.
Was sollten Sie tun?
Zunächst ist eine angepasste Medikation in Abstimmung mit Ihrem Arzt notwendig. Zusätzlich sollten Sie besonders auf Ihren Flüssigkeitshaushalt achten sowie vermeiden, lange Zeit in der Hitze zu stehen. Achten Sie auf die Anzeichen eines Hitzeschlags: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder sogar Ohnmacht.
Bild: Free-Photos/Pixabay.
Referenz: Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 22.10.2019 - 21:48 Uhr
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