Wowereit: Dialog mit Muslimen darf nicht scheitern

Wowereit: Dialog mit Muslimen darf nicht scheitern

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Wowereit: Dialog mit Muslimen darf nicht scheitern



(pressrelations) - Zu den aktuellen Konflikten von Bundesinnenminister de Maiziere mit dem Islamrat erklärt der stellvertretende Parteivorsitzende der SPD, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit:

Der Dialog mit den Muslimen ist zu wichtig, um ihn scheitern zu lassen! Ich mache mir große Sorgen, dass das, was von der Großen Koalition vorsichtig aufgebaut worden ist, jetzt von schlechten Handwerkern eingerissen wird.

Hätte der Bundesinnenminister die Islamkonferenz von Anfang an ordentlich vorbereitet, wäre der heutige Konflikt vermeidbar gewesen. Jetzt die islamischen Verbände per Zeitungsartikel doch wieder alle als "herzlich willkommen" in der Islamkonferenz zu heißen, ist eine Platitude und ein weiterer Beleg für die Kopflosigkeit im Innenministerium.

Ich bin davon überzeugt, dass es zum Dialog mit den Vertretern des Islams in Deutschland für ein gutes, faires und rechtstaatliches Miteinander keine Alternative gibt. Für die SPD ist dieser Dialog ein wesentlicher Bestandteil eines nachhaltigen Integrationsansatzes. Ein ehrlicher Dialog kann manchmal durchaus schwierig sein. Aber genau das ist ja der Sinn einer solchen Konferenz, über diese ? auch schwierigen - Themen zu sprechen. Deshalb appellieren wir an Herrn de Maiziere, die Islamkonferenz nicht wegen dilettantischer Vorbereitung scheitern zu lassen.

Im Dialog müssen vor allem die Themen auf die Tagesordnung, die beide Seiten bewegen. Das ist für einen partnerschaftlichen, fairen und respektvollen Umgang miteinander entscheidend. Wenn der Innenminister mehr will als wohlfeile Sonntagsreden und schöne Fototermine, dann muss er schnell seine Hausaufgaben machen!


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Datum: 12.03.2010 - 16:17 Uhr
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