Rauris: Die Vielfalt des Nationalparks Hohe Tauern

Rauris: Die Vielfalt des Nationalparks Hohe Tauern

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Blühende Frühlingswiese im Seidlwinkltal (c) Florian Bachmeier (Tourismusverband Rauris)_kleinBlühende Frühlingswiese im Seidlwinkltal (c) Florian Bachmeier (Tourismusverband Rauris)_klein

(firmenpresse) - Naturentdecker finden im 30 Kilometer langen Raurisertal nahezu alles, was den 1.800 km² großen Nationalpark Hohe Tauern so einzigartig macht. Die Vielfalt der Natur kann im Raurisertal in fünf ganz unterschiedlichen Tälern erlebt werden.
Das Hüttwinkltal, das Seidlwinkltal, das Krumltal, das Gaisbachtal und das Forsterbachtal erzählen faszinierende Geschichten – von Gold und Greifvö-geln, Wasser-, Natur- und Wandererlebnissen bis in die Dreitausender.
Hüttwinkltal: Tal des legendären Tauerngoldes
Einst lag im Rauriser Hüttwinkltal die Grundlage für den Reichtum der Salz-burger Erzbischöfe: das Tauerngold. Bis heute kann man im Talschluss Kolm Saigurn den Spuren des Bergbaus aus der 1.000 Jahre dauernden Goldgräberzeit nachspüren. Jahrhunderte alte Bergbauruinen, Gewerken-häuser und Themenwege wie der Tauerngold-Rundwanderweg oder der Tauerngold Erlebnisweg lassen in die goldenen Zeiten eintauchen. Dass diese auch heute noch immer nicht vorbei sind, sieht man an den großen und kleinen Schatzsuchern, welche am Goldwaschplatz Bodenhaus regelmäßig echte Goldflitter aus der Rauriser Ache waschen. Voller Glanz ist in Kolm Saigurn im Hüttwinkltal der Wasserfallweg, der an insgesamt fünf imposanten Wasserfällen vorbeiführt. Ganz am Talschluss liegt das Naturjuwel „Rauriser Urwald“, das im Sommer bei geführten Exkursionen mit Nationalpark-Rangern unter die Lupe genommen werden kann. Kolm Saigurn liegt am Fuße des Hohen Sonnblicks (3.106 m) mit der höchst gelegenen und seit 1886 dauerhaft besetzten Wetterwarte Europas.
Seidlwinkltal: Tal der Pilger und Säumer
Durch das enge Tal verläuft der historische Saumpfad über das Hochtor, der Händlern schon vor Jahrtausenden als Hauptroute über die Alpen diente. Die Säumer transportierten jahrhundertelang zu Fuß vor allem Salz und Wein über die Alpenübergänge zwischen Norden und Süden. Die Lasten trugen Pferde, Esel oder Ochsen. Teilweise nahmen die Säumer weite Wege bis an die Adria auf sich. Und schon vor 500 Jahren kehrten sie im alten Tauernhaus zur Rast ein, das bereits 1491 das Schankrecht besaß. Von dort startet auch die jährliche Glockner-Wallfahrt (28.06.20) über das Hochtor auf der Großglockner Hochalpenstraße bis nach Heiligenblut. Nicht nur Pilger, auch Wanderer holen sich neue Energie auf den sanften Almböden im Seidlwinkltal. Eine Einkehr in eine der bewirtschafteten Almhütten, die selbstgemachte Schmankerln auftischen, darf nicht fehlen. Der Lebens- und Energiequelle Wasser ist ein eigener Wasserinformationsweg gewidmet. Schließlich gibt es im Raurisertal über 300 natürliche Quellen, 60 Brunnen und -tröge sowie zahlreiche Kneipp- und Wasserspielplätze.


Krumltal: Tal der Geier
In Europa waren sie bereits ausgestorben, als man sich 1986 entschloss, die Bartgeier im Raurisertal wieder anzusiedeln. Seither sind im wilden, unbe-rührten Krumltal wieder Steinadler, Bart- und Gänsegeier in freier Wildbahn anzutreffen. Im Sommer haben bis zu 30 Bartgeier ihre Schlafplätze in der Moosen- und der Rotwand. Die majestätischen Tiere mit bis 2,9 Meter Flügel-spannweite zählen zu den größten Greifvögeln Europas und überhaupt zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Einmal pro Woche werden im Sommer geführte Wanderungen mit einem Nationalpark Ranger auf dem Lehrweg „Könige der Lüfte“ organisiert. Bei dieser Wanderung können mit etwas Glück auch Steinadler, Murmeltiere, Gämsen und viele weiter Alpentie-re in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden.
Gaisbachtal und Forsterbachtal: Täler der Blumen und Wildfrauen
Unzählige Wandermöglichkeiten tun sich im Gaisbachtal auf. Auf dem Blu-menwanderweg zur Karalm und dem Blumenlehrpfad zur Wastlalm erläutern Schautafeln die großartige Flora des Raurisertals im Nationalpark Hohe Tauern – darunter viele Alpenblumen, Wildkräuter und kostbare Heilpflanzen. Der Name Rauris geht übrigens auf den Gaisbach zurück. „Rurise“ wurde auf dessen Schwemmkegel errichtet und bereits im Jahr 1120 urkundlich erwähnt. Im ursprünglichen Forsterbachtal, das von Wörth abzweigt, sollen einst die Wildfrauen gelebt habe. Die Geschichten und Sagen über ihr detailliertes Heilkräuterwissen reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Heute ist das Tal ein idealer Ausgangspunkt für Wandertouren in unberührter Natur. Etwa die aussichtsreiche Rundwanderung über die Hofmann- und die Flatscheralm zur Lercheggalm. Oder der wildromantische Weg vom Fröstlberg ins Forsterbachtal. Der Ausblick auf die steilen Gipfel des Nationalparks Hohe Tauern und der Goldberggruppe sind das „Sahnehäubchen“ dieser Bilderbuchtouren. www.raurisertal.at
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Datum: 19.02.2020 - 09:22 Uhr
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